Tag 139: Neue Ziele!

Da Nicht-Shoppen und sogar der Wardrobe-Mix schon fast zu meinem Alltag gehören, stelle ich neue Überlegungen auf. Ausmisten will ich ja in diesem Jahr nicht, aber warum eigentlich? Nur weil nichts neues dazu kommt, heißt es doch eigentlich nicht, dass ich die ganzen alten Sachen, die ich ohnehin nicht anziehe behalten muss. Dennoch, für die große Rausschmeiß-Aktion bin ich noch nicht ganz bereit. Daher will ich folgendes probieren: Bis zum Ende des Jahres möchte ich jedes Teil in meinem Kleiderschrank mindestens einmal angehabt haben. Und erst wenn sich die Sachen dann als wirklich nicht mehr tragbar erweisen, miste ich sie aus. Puh.

Ein bisschen Angst, dass das ganze in einer Bad-Taste Party endet, habe ich allerdings schon. Denn ich habe schon ein paar Sachen, meine Herrn… Zum Beispiel: Das wohl älteste Teil in meinem Kleiderschrank hatte ich noch nie an. Es ist ein Kleid von H&M, bestimmt fast 10 Jahre alt und von der Marke Hennes Collection. Schwedenkenner wissen, die gibt es seit vielen Jahren gar nicht mehr. Auch dieses Kleid ist ein Ergebnis eines Mami-Shoppingtrips – Mutter und Tochter haben sich damals das gleiche gekauft. (Keine Ahnung, ob meine Mutter es je anhatte…). Aber: Es ist viel zu klassisch für den Alltag und doch nicht so ganz Event-tauglich. Vermutlich habe ich es aufgehoben, weil ich darin irgendwann mal in die Oper gehen wollte – allerdings würde ich heute zu solch einem Ereignis garantiert etwas anderes anziehen. Es weg zu tun, ohne es einmal getragen zu haben, bringe ich aber auch nicht übers Herz. Daher überlege ich fieberhaft, wie ich es halbwegs vernünftig stylen kann, ohne dass ich den ganzen Tag scheiße aussehe. Hat jemand Vorschläge?

Weitere No-Go-Teile gibt es in Kürze und auch hier werde ich eure Hilfe brauchen. Wie ich zum Beispiel mein Zebra-Kleid aus dem Jahr 2004 2012-tauglich stylen soll – keine Ahnung. Dabei bin ich mir so sicher, irgendwann kommt das wieder und dann hab ich sogar ein Vintage-Modell. Bestimmt!

Zur heutigen Schrankleiche kann ich noch gar nix sagen, ich bin nach meinem morgendlichen Run nämlich noch in Sportklamotten. Aber ich habe schon eine Idee…

 

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Tag 138: Vergib mir, ich habe gesündigt…

Natürlich war ich nicht shoppen. Obwohl ich zugeben muss, dass mich das Mango-Paket meiner Kollegin gestern ein wirklich bisschen neidisch gemacht hat. Aber pfff, wer braucht schon neue Klamotten, wenn er so tolle Schrankleichen hat? Warum ich mir die heutige zugelegt habe, kann ich beim besten Willen nicht erklären. Irgendwas fand ich wohl gut daran. Bloß was? Gekauft hat sie mir meine Mutter bei einem unserer jährlichen Shoppingausflüge. Die ergeben sich spontan so ungefähr einmal im Jahr, wenn ich mal ein paar Tage länger zu Hause in der badischen Heimat bin und haben eigentlich meistens ganz gute Ergebnisse. Dieses hier – mhm. Schnitt schlecht, Farbe naja, Einsatzmöglichkeit extrem beschränkt. Daher hatte ich die Tunika oder wie auch immer man das Teil nennen mag so ungefähr zwei oder drei Mal an. Heute, am Vatertag hab ichs rausgekramt und weil eben nicht ich sondern die Herren der Schöpfung im Mittelpunkt stehen, kann ich ruhig ein bisschen kacke aussehen.

Ach ja, wie ich gesündigt habe? Ich hab Fleisch gegessen. Und zwar weder ein supertolles yummy-Steak noch vom Biobauernhof meines Vertrauens (gefunden: Hermannsdorfer!), sondern ein Nudelauflauf mit Hackfleisch. Den hat ein guter Freund gestern für mich und zwei andere gute Freunde gekocht und wusste nicht, dass ich Vegetarier bin. Da es 1. nix anderes gab und es mir 2. auch ziemlich leid um seine Mühe gewesen wäre, habe ich zugeschlagen. Mit schlechtem Gewissen. Aber lecker war’s trotzdem…

Tag 137: Schrankleiche No.3

Warum die heutige Schrankleiche zu einer wurde, weiß ich auch nicht so genau. Vermutlich, weil das gute Stück (Hose) sehr figurbetont ist und man einen guten Tag erwischen muss, um sich in ihr wohl zu fühlen. Scheinbar ist heute ein solcher, denn ich mag mich in ihr trotz Hello Hängehintern statt Hallöchen Popöchen. Und: sie zeigt mir, dass es sich durchaus lohnt, im Kleiderschrank zu stöbern und Dinge rauszukramen, die eigentlich nicht zu den every day favorites gehören. Schon wieder eine Erkenntnis, meine Güte werde ich durch das Diäten, Mixen und Selbstbestrafen noch schlau…

Die Schuhe waren übrigens Schrankleichen meiner besten Freundin, die sie mir bei ihrem Umzug nach England überlassen hat. Auch bei mir lagen sie lange nur im Schuhschrank, aber jetzt entdecke ich sie gerade wieder – meine Ballerinas kann ich nämlich gerade nicht mehr sehen. Und Schuhsseccoires find ich grad ganz cool.

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Tag 134: Schrankleiche II

Heute fühl ich mich schon ein bisschen wohler mit meinem Schrankleichen Outfit. Obwohl natürlich auch dieser Kauf sehr unvernünftig war und bisher so gut wie nie getragen wurde. Aber: Als ich zum ersten Mal nach der Geburt vom Minimädchen beim Friseur und in der Stadt war, wollte ich am liebsten ALLES kaufen. Das war natürlich weder finanziell noch figurtechnisch möglich und so griff ich neben einem nudefarbenem Blazer, zu diesem Teil, das so weit und unvorteilhaft ist, dass es post-natale Bauchschwabbeleien wunderbar kaschiert. Allerdings, wenn in der Bauchgegend doch irgendwann wieder halbwegs so ist wie es sein soll, hängt diese Tunika nur noch wie ein Sack an einem herunter. Außerdem ist die Spitzenborte ziemlich billig und sieht leider auch so aus. Und da H&M die Läden letztes Jahr mit diesem guten Stück überschwemmt hat, lief jede, die entweder auch Schwabbeleien vertuschen wollte oder sonst nicht viel Geschmack hat, mit dem Ding rum. Nun ja, Strafe muss sein und darum trage ich es heute. Aber dennoch, irgendwie besser als gestern – obwohl meiner Nachbarin mein „flottes“ Outfit extrem positiv aufgefallen ist. Tss, so viel zu Eigen- und Fremdwahrnehmung…

Tag 135: Servus Schrankleichen!

Nachdem letzte Woche schon ein bisschen mehr Outfit im Wardrobe Mix zu sehen war, geht’s diese noch einen Schritt weiter: Ich werde jeden Tag ein Teil anziehen, das ich wirklich schon seehr lange nicht mehr anhatte. Oder eben noch gar nicht. Auch auf die Gefahr hin, dass ich am ein oder anderen Tag ziemlich kacke aussehen werde, aber was wäre ein shoppingfreies Jahr ohne diese Tage? Allerdings fürchte ich, dass mir das Wetter diese Woche nicht gerade in die Hände spielt und so wird das Colour-Blocking Kleid doch noch ein bisschen länger auf seinen Einsatz warten müssen. Aber, irgendwann wird auch dieses gute Stück ausgeführt.

Den Anfang der Schrankleichenwoche macht ein Paradebeispiel meines ehemaligen (hoffentlich!!) Einkaufsverhaltens: Eine Karo-Longbluse von, mhm ja also von… Tchibo… Genau wie es sich die Kreatoren von „Jede Woche eine neue Welt“ wünschen, hab ich das Ding beim Samstags-Einkauf im hiesigen Riesen-Supermarkt mit in den Wagen geschmissen, weil ich dachte „Ach, kann man bestimmt mal brauchen“. Genau einmal hatte ich es seither an und es auch nur weil ich dieses Jahr nichts aussortiere, hängt es noch in meinem Kleiderschrank. Denn schön ist es nicht wirklich, der Schnitt auch nicht unbedingt vorteilhaft (Tchibo eben) und die Farben, naja. Warum ich es heute anhabe? Für alle anderen Schrankleichen ist es heute zu kalt oder die passenden Kombi-Teile sind in der Wäsche. Und auch wenn ich zuerst dachte, so schlimm wird es schon nicht werden, fühle ich mich ziemlich unwohl. Und bin froh, wenn ich heute Nachmittag in was anderes schlüpfen kann. Aber seht selbst:

Übrigens, wer das Beyoncé Parfum gewinnen möchte, kann heute noch teilnehmen! Einfach unter DIESEM Post einen Kommentar hinterlassen. Happy Monday!

Tag 131: Outfits und Futtern statt Yoga..

Nett war’s gestern im Tantris. Und yummy! Die Zeitschrift JOY vergab dort gestern in einer kleinen und total gemütlichen Runde den Joy Trend Award und da unser Kunde Manhattan mit einem ausgezeichnet wurde, durfte ich dabei sein. Danke liebe Joy! Dafür hab ich sogar auf meine Yogastunde verzichtet. Futtern statt Yoga, ein gewagter, aber total lohnender Tausch…

Nach der Preisverleihung und dem lecker Essen hab ich lustige Gespräche mit netten Menschen geführt (denn auch in unserer oberflächlichen Branche gibt es sehr viele sehr nette Menschen!) und viel Wein getrunken. (Zum Glück nicht zu viel, kein Schädel heute!). Unter anderem habe ich mich mit einem Verantwortlichen von ASOS unterhalten und ihm von meiner Shoppingdiät erzählt. Und dass ich zur Selbstkontrolle am besten eine Sperre in meinen Computer einbauen sollte… Er hat sehr gelacht und mich dann gebeten, immerhin meinen Freunden zu erzählen, wie toll ASOS ist. Aber das tue ich ja sowieso immer wieder, seufz.

Hier noch ein paar Bilder vom Abend, mehr Infos gibt’s HIER:

Und da einige ja doch meine unglaublich aufregenden Outfits des Wardrobe Mix sehen wollen, gibt’s hier eine kleine Auswahl. Leider immer noch nicht mit guten Fotos, aber ich gelobe in Zukunft Besserung!

7. Mai: graue Jeans mit schwarzem Long-Overteil und Heels (!)
8. Mai: Jeansshorts mit Marine-Longsleeve
9. Mai: blaue Chino mit Jeanshemd und spitzen Schühchen
10. Mai: beige Chino mit Marine-Blazer und Ballerinas
11. Mai: Seiden-Hippie-Kleid mit Glitzerflippis

Tag 122: Mix it up, Baby!

Heute geht’s los, hello Wardrobe-Mix! Jeden Tag im Mai werde ich ein anderes Outfit anziehen (Mai = 31 Tage. Ressourcen (u.a.) = 55 Kleider -> Eigentlich kein Problem). Das bedeutet, dass nicht mehr als zwei schon einmal miteinander kombinierte Teile noch einmal zusammen getragen werden dürfen. Aber ich hoffe, dass es der Mai gut mit mir meint und ich auf mein bisher unausgeschöpftes Repertoire an Shorts, Röcken und eben das ein oder andere Kleidchen zurückgreifen kann. Da machen sich ja völlig neue Welten auf!

Womit es heute losgeht weiß ich noch nicht genau, ich sitze nämlich noch im Schlafanzug vorm Rechner. Aber wir fahren gleich zu einem Maibaum-Aufstell-Fest (keine Ahnung, wie das richtig heißt, aber ich freu mich!) und daher werden es wohl Shorts oder Jeansshorts oder so irgendwas „praktisches“ werden. Vielleicht werde ich berichten. Auf jeden Fall Euch allen einen schönen Feiertag! Und falls ihr einen Song für den heutigen Tag sucht, meiner ist von Van Morrison, Whenever God Shines His Light. Inklusive Glücksgefühle.