Tag 215: No Shopping in GB

Shoppingdiät-mäßig ist ein England-Besuch natürlich mal wieder eine kleine Herausforderung. Im Ausland macht shoppen ja grundsätzlich mehr Spaß als in heimischen Jagdgebieten und in GB gleich noch viel mehr. Und auch wenn ich momentan sofort Bilder von blutenden Näherinnen im Kopf habe, wenn ich Mode sehe, all die ganzen tollen Shops, die ständigen Sales, die viel spezielleren Kollektionen der leistbaren Labels machen Verstand und Vernunft mehr als schwach. Aber, Diät ist Diät und so bin ich bei unserem Besuch in der super hübschen Küstenstadt Brighton nur kurz mal in Gap Kids reingesprungen und ansonsten brave Fashionscheuklappen aufgehabt. Und außerdem sind wir ja wegen was ganz anderem hier: OLYMPIA! In Brighton wurde mein Olympioniken-Plan (Randsportart oder Staatsbürgerschaft wechseln) nämlich mal eben in die Tat umgesetzt: Zumindest für ein paar Minütchen lang war ich Teil vom Olympia-Team GB! Zusammen mit dem wohl jüngsten Olympioniken aller Zeiten!

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Tag 214: Go for GOLD!!!

Oh Mann, heute hat mein altes Sportlerherz Flickflack geschlagen! Schon um 6 Uhr morgens ging es nämlich los, nach Eaton, wo die Olympischen Ruderwettbewerbe stattfinden. Wir hatten das riesengroße Glück, Tickets für das Achter-Finale zu bekommen und jeder, der sich ein ganz klitzekleines bisschen mit Olympia oder vielleicht sogar Rudern auskennt weiß, dass das die absolute Königsdisziplin ist, in der Deutschland früher jahrelang dominiert hat. Zwischendurch gab’s ein paar ruhigere Jahre, aber inzwischen ist das deutsche Flaggschiff wieder top und seit 35 Rennen ungeschlagen. Das bedeutet: klarer Goldkurs für Olympia und totale Aufregung für uns!

Schon als wir uns der Anlage und der Tribüne näherten, überkamen mich mega Emotionen, denn wir waren tatsächlich mittendrin, voll dabei bei Olympia, mit einem klaren Goldfavoriten. Bevor es losging musste ich meinen Vater anrufen, der heute immer noch aktiv rudert und in seinen jungen Jahren Junioren-Weltmeister war (große Fußstapfen zum Reintreten:-), so gerührt war ich von dem ganzen Spektakel. Nach jeder Menge C/D und A/B Halbfinals und zwei B-Finals ging’s mit den drei Finalrennen los und schon hier schrien wir neben lauter GB-Fans lauthals „Deutschlaaaaaaaaand“!! Ein sechster Platz und ein grandioser 2. Platz für den Frauen Doppelvierer haben wir uns so auf jeden Fall lauthals unterstützt.

Und dann war es soweit: Der Achter, dieses super elegante, ästhetische Schiff voller fitter Muskelpakete lag am Start. Wahrscheinlich findet ihr das total albern, aber ich krieg beim Schreiben schon wieder Gänsehaut. Vom Start weg führte unser Boot und auch wenn die Briten einmal ganz knapp dran waren, gewannen wir am Ende mit fast einer halben Bootslänge Vorsprung. GOLD FÜR DEUTSCHLAND!!!!!! Die armen Briten wurden im Endspurt sogar noch von den Kanadiern überholt, mhm, aber nun ja, shit happens.

Natürlich machten wir noch alles mit: mega-Jubel, Freudentänze, Siegerehrung, Deutschlandhymne. Boah. Verdaut haben wir das alles bei einem Early-Dinner in Jamie Olivers Italian Restaurant im Portsmouth, yummy. Und jetzt muss ich bald ins Bett, so viel frische Luft, Aufregung, Freude und OLYMPIA ist meine Batterie leer.

Daher gibt’s Berichte über britische Shoppingversuchungen, Urlaubsaktivitäten und weitere Geschichten morgen. Good night, sleep well.

GOOOOOOOLD FÜR DEUTSCHLAAAAAAND!!!!!

Der Deutschland Achter!! GO for GOLD!!Die Silbermädels aus dem Doppelvierer

Yeeaaaaahhhh!!!

Tag 133: Die Welt ist schlecht…

… hinterhältig und gemein
* AHA, AHA
Wollt ihr die Wahrheit hören
* NEIN

Heute musste ich mal wieder an dieses Lied von Fettes Brot denken, denn so isses einfach. Nicht nur die Modewelt ist schlecht, hinterhältig und gemein sondern die ganze große gesamte Welt. Einmal angefangen, entdeckt man überall fiese Machenschaften, Ausbeute und Armut. Was bei mir leider immer wieder dazu führt, dass ich gar nicht erst anfange, sondern weggucke, ich ertrage so viel Böses einfach nicht. Aber natürlich ist das ist natürlich auch keine Lösung.

Aktueller Anlass für diesen Post ist ein auf den ersten Blick recht harmloses Thema: Sport. Als riesengroßer Sportfan und ehemalige Leistungssportlerin war ich damals untröstlich, als ich meinen olympischen Traum begraben musste. Und seit ich eine Tochter habe, habe ich große Hoffnungen, Olympia 2026 immerhin als Angehörige im olympischen Dorf zu erleben (kleiner Scherz!). Heute auf DLF dann ein passender Beitrag über Doping, Bestechung und viele weitere dunkle Seiten der Spiele mit dem Motto „Dabei sein ist alles“ und mir wurde mal wieder so klar: Selbst Sport ist inzwischen so böse. Natürlich auch das keine neue Erkenntnis, aber heute gabs mal wieder die Ohrfeige ins Gesicht. Und ich wurde sehr traurig, denn wenn ich mal drüber nachdenke, fällt mir kein einziges Massenthema ein, das nicht böse ist. WENN man hinblickt, ist alles schlecht, hinterhältig und gemein und die Wahrheit will ich wirklich oft nicht hören (ganz Recht gehabt, Fettes Brot!). Vielleicht, vielleicht bin ich aber auch gerade negativ geblendet und außer Urlaub auf Balkonien gibt es noch viele andere saubere, schöne, heile Welt Dinge? Hoffentlich? Irgendwo? Any ideas anyone?