Wie der Mops im Haferstroh!

Leute Leute! Weihnachten ist ja so ne Zeit, ihr wisst schon. Zeit für Ruhe, Besinnung, Erholen und so. Es sei denn, man hat Kinder. Dann heißt es Eisenbahn aufbauen, Züge zusammenschrauben, Puppen schlafen legen, Vater Mutter Kind spielen und wenigstens das Baby sein dürfen (dann kann man nämlich schlafen), das Puppenhaus bewundern, Züge fahren lassen, Puppen aus- und anziehen, Türme bauen, Puzzle, Züge umbauen, Geschichten vorlesen, Türme umschmeißen, das Puppenhaus neu einrichten, Skip Bo spielen, Türme wieder aufbauen, das Schienennetz neu planen und so weiter. Jedenfalls alles außer entspannen und erholen.

Zeit für Besinnung hatte ich trotzdem und zwar auf sehr lustige Weise: Meine Eltern brachten mir nämlich vier Kisten mit Erinnerungen aus meiner Jugend mit. Und neben unendlich peinlichen Tagebüchern meiner nicht ganz so glänzenden Leistungssportjugend, die ich nicht mal auf einem Diary Slam vorlesen würde, obwohl dort jeder peinliche Tagebucheinträge vorliest, alten Liebesbriefen von alten Verflossenen, die ich ganz bestimmt auch nicht mehr lesen oder aufheben möchte (auch wenn man solch Schätze mit Stift auf Papier vielleicht doch konservieren sollte. Auch wenn sie nicht auf hellblauem Papier mit Tinte geschrieben und parfümiert sind) und hundertausend Fotos, die ich in Ruhe nach ein paar Schätzen durchschauen muss, fand ich dort mein Poesie Album. Mein POESIE ALBUM!

PoesieUnd meine Herren, hab ich gelacht! Und war gerührt. Denn die Poesie von 10-jährigen ist gar nicht so schlecht, ein paar Jährchen später betrachtet. Vor allem, wenn man die Verfasser heute noch kennt und die damalige Poesie immer noch ganz gut zu denen passt. Und es heute whatsapp gibt und man die literarischen Ergüsse mit seinen Freunden teilen kann, mit denen man schon bald 30 Jahre sein Leben bestreitet, auch wenn man sie gar nicht mehr so oft sieht.

Lebe Glücklich,
lebe froh,
wie der Mops im Haferstroh!

Wenn die Hasen Jäger schießen
und die Flüsse aufwärts fließen
und die Mäuse Katzen fressen,
dann erst
will ich dich vergessen.

In diesem Sinne, schöne weitere besinnliche Tage. Und kramt doch mal in euren Kisten und schaut, welche Schätze sie preis geben!

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Schau in die Augen der Kinder: Fröhliche Weihnachten!

Heute isses soweit, Weihnachten, Christkind, Geschenke, Kinderaugen, alles samt. Puh bin ich gespannt, wie der Tag heute wird! Hoffentlich nur halb so schön wie gedacht, dann ist alles mehr als gut! Und weil ich am letzten Adventswochenende einen Moment hatte, der so gut zu heute passt, möchte ich den mit euch teilen, bevor ich später ganz offiziell noch einmal Frohe Weihnachten sage. Nämlich:

Am Sonntag Spätnachmittag saßen wir im Auto, wir alle vier, und fuhren von guten Freunden nach Hause, als mir die Idee für meinen diesjährigen Weihnachtspost kam. Wir hörten nämlich für uns ganz besondere Musik: Die Weihnachts-Platte von Udo Jürgens. Kitschig? Na klar! Aber die gab es bei meinem Mann schon als Kind und sie versetzt ihn sofort in nostalgische Kindheitsstimmung mit Rührungstränen, in diesem Jahr noch viel mehr als sonst (ich weiß, von Udo hatte ich es in den letzten Tagen schon öfter. Aber der Text hier entstand vor den anderen, daher bitte entschuldigt. Und er lohnt sich! ). Als wir zum ersten Mal selbst als Familie Weihnachten feierten und draußen tatsächlich die ersten Schneeflocken vom Himmel fielen („Schauuuuu es schneit“), hat sie Einzug in unser Heim gefunden – anfangs noch ein wenig von mir belächelt, da sie wirklich unglaublich kitischig ist, aber ganz ehrlich, welche Weihnachtsmusik ist eigentlich nicht unglaublich kitschig. Und irgendwann hab ich mal auf die gar nicht so kitschigen Worte der kitschigen Musik gehört und innerhalb ganz kurzer Zeit hat sie sich auch in mein Herz gesungen.

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Als wir also am 4. Advent nach Hause fuhren und mir mein Post von diesem Tag noch ein wenig in den Knochen steckte, denn so sehr die Hosen runter lassen, das ist gar nicht so einfach und gleichzeitig war ich überwältigt von soviel Zuspruch und Mitgefühl, sang Udo ein Lied für mich. Und ich wusste plötzlich, was ich heute, am Heiligen Abend, mit euch teilen möchte. Wenig später zu Hause las ich den Post einer guten Freundin „R.I.P. lieber Udo! Danke für alles.“ und hatte Tränen in den Augen, so irrwitzig war dieser mein persönlicher Zusammenhang. Daher noch viel passender, Udos Songtext zu Kinderaugen (und am allerbesten hört ihr ihn euch an, auch wenn die Musik seeehr kitschig ist…)  und wunderschöne, unendlich fröhliche Weihnachten für euch alle!

Schau‘ in die Augen der Kinder

Schau‘ in die Augen der Kinder, jetzt in der Weihnachtszeit. Schau‘, wie sie alle noch glauben, die Welt wär‘ ohne Leid. Schau‘ in die Augen der Kinder, denk‘ an die Jugend zurück. So strahlten auch einmal deine, vor Freude und vor Glück.

Bald wird das Leben sie lehren, daß man dies und das nicht haben kann. Dinge, die sie dann begehren, bringt kein Christkind mehr, kein Weihnachtsmann.

Schau‘ in die Augen der Kinder, und als Geschenk halt‘ bereit, daß was ihnen niemand mehr nehmen kann – eine frohe Kinderzeit.

Schau‘ in die Augen der Kinder, wenn sie vor dem Tannenbaum steh’n. Dann mußt du ihr vertrauen, in unsere Liebe seh’n.

Schau‘, wie die Augen der Kinder leuchten im Kerzenschein, aber so froh, wie die deinen, wird heut‘ manches Kind nicht sein.

Eh sie zu leben beginnen, steht an ihrem Bett bereits die Not. Wann wird die Welt sich besinnen, daß der Frost noch mehr den Blüten droht. Schaut‘ in die Augen der Kinder, viele sagen uns stumm, daß sie an das Gute noch glauben und bald nicht mehr wissen warum.

Dankbarkeit zur Weihnachtszeit

Heute, 23. Dezember, ein Tag vor Weihnachten und langsam bricht die Hektik aus: Wirklich alle Geschenke da? Ja. (Bzw. beim Christkind. Und meine Herren, ich glaube nicht, dass ich dieses Spielchen noch arg lange aufrecht erhalten kann. Ich bin einfach zu schlecht im wasvormachen und spätestens im nächsten Jahr wird Mini-Me das durchschauen. Garantiert. Egal.). Genug Essen zu Hause? Nee. Was essen wir eigentlich wann außer der Gans ohne Arbeit (ja, nicht vegan und das an einem Mittwoch. Nicht mal vegetarisch. Aber erfüllt meine Fleisch-Richtlinien zu 100% und ist damit ok)? Und wo kriegen wir das alles noch her? Hilfe. Daher mal einfach kurz Cut, Pause, Auszeit und Besinnen. Denn hach. Ja, ich bin emotional diese Tage. Noch emotionaler als sowieso schon. Aber hey, es ist auch fast schon Weihnachten (Hilfe!) und Weihnachten ist die Zeit für ganz viel Pipi in den Augen. Weil:

  • „Mama! Mama, der Weihnachtsbaum steht schon in unserem Wohnzimmer! Schmücken wir den heute? Bitte bitte?“ Im letzten Jahr haben wir den Baum noch „geschminkt“. Hach, letztes Jahr. Ist schon so lange her. Da war sie noch so klein. Und so süß. Und diese strahlenden Augen. Mist, HEUL.
  • Udo ist am Sonntag gestorben und Udo war in der Familie meines Mannes sowas wie ein Held. Und die ist ganz schön klein geworden im letzten Jahresdrittel. Und jetzt ist Udo auch nicht mehr da und ich habe das Gefühl, ein Stück fehlt. HEUL.
  • Mein Post von Sonntag, in dem ich die Hosen runtergelassen und zugegeben habe, momentan wirklich nicht Super-Mom zu sein, hat bei euch für so viel Zuspruch gesorgt. Er wurde von wirklich tollen Blogs geteilt (DANKE Gedankenpotpourri und Stadt, Land, Mama!!) und ihr habt so tolle, aufmunternde Kommentare hinterlassen. DANKE EUCH!! HEUL.

Und dann überfüllt mich diese Dankbarkeit, denn es gibt so viel in meinem Leben, über das ich ganz rein und einfach nur mega dankbar bin. Nämlich:

Kinder

  • Ich bin so unglaublich dankbar über diese zwei wundertollen, einmaligen, großartigen Kinder, die unser Leben so sehr bereichert haben und die ich für nichts in der Welt eintauschen will – auch wenn ich manchmal nicht anders kann wie eben am Sonntag beschrieben. Ich liebe sie so unendlich und ihren Vater, der der beste ist, den es gibt und der beste Ehemann gleich obendrauf. Hach.
  • Meine Freunde: Ich habe ein paar der allertollsten Menschen der Welt als beste Freunde. Meine Münchner-Mädels, ohne die nicht so wäre wie es ist. Auch wenn wir fast alle gar nicht mehr in München sondern viel zu weit weg wohnen (Dani, I miss you like crazy!!), ich liebe euch. Die WWM, die World Wide Mädels, die gar nicht mehr world wide sondern inzwischen in Berlin wohnen. Es war so schön, euch in diesem Jahr so oft zu sehen und ich hoffe, wir schaffen das im nächsten mindestens genauso oft. Die Nudels, meine Karlsruher-Heimat-Freundinnen. Euch sehe ich viel viel viel zu selten, aber wenn, dann ist es sofort wie immer. Ohne fremdeln mitten ins Herz. Und die anderen Karlsruher Mädels, die ich dieses Jahr auch so oft gesehen habe. Bitte nächstes Jahr auch! Die lieben Neufreunde in Bernried, allen voran die liebe Familie mit den zweiten Schwestern von Mini-Man. Ohne euch wäre es hier nicht halb so schön! Die tollsten Paten der Welt für unsere zwei Superkinder. Und ach, so viele mehr, die ich nicht alle einzeln aufzählen kann, aber ich bin so froh, dass es euch gibt und wir unsere Leben gemeinsam bestreiten.
  • Für meine tollen Eltern, die immer mal einspringen, wenn wir keine andere Möglichkeit haben. Und die ohne zu Murren 350 Kilometer zu uns gefahren kommen, damit sie uns unter die Arme greifen können. Überhaupt unsere Familie, die uns ummantelt und zusammenhält.
  • Dass wir gesund sind. Und es ganz hoffentlich bleiben. Gesundheit wird so schnell als selbstverständlich angenommen und aber hey, sie ist nicht selbstverständlich und ich bin unendlich dankbar, dass wir nur mit Dingen kämpfen, die irgendwie besiegbar sind.
  • Für all die tollen Blogs, die es da draußen gibt und die mich sehr inspirieren. Ich kann gar nicht alle nennen, denn in meinem momentan nicht ganz so fitten geistigen Zustand (die „Pause-Taste“ ist schon halb gedrückt) würde ich mindestens die Hälfte vergessen. Und im nächsten Jahr werde ich mich nicht nur einer Blogroll widmen, sondern auch immer wieder genau diese tollen Blogs vorstellen. Aber ich habe vor kurzem Nina gefunden oder sie mich und es hat gefunkt. Und bei ihr findet ihr so viele schöne Worte, durch die ihr euch in den ruhigen Stunden an den ruhigen Weihnachtstagen (haha!) unbedingt lesen könnt.
  • Für Yoga, das in ganz schlimmen Situationen immer mein Rettungsanker ist. Auch wenn ich inzwischen viel zu selten dazu komme, denn das ist wirklich eines der allergrößten Minuspunkte am Leben hier auf dem Land am See. Aber dass meine liebe Yogalehrerin Jenny immer irgendwie einen Platz für mich frei hat, wenn ich ihn ganz dringend brauche, das ist toll.
  • Für Pippi Langstrumpf, durch die ich die Welt mal wieder mit anderen Augen sehe.
  • Für die tolle Firma Original Beans, für die ich arbeiten darf und die mir zeigt, was wirklich wichtig ist. Die mir neue Horizonte eröffnet und mich weiter glauben lässt, dass jeder einzelne von uns die Welt retten kann. Und die auch noch super leckere Schokolade macht.
  • Für die liebe Familie im Zug, die mich neulich auf ihre Tageskarte mitfahren ließ und ohne die ich es nur mit einer diesen Verspätung auf die Weihnachtsfeier mit meinen lieben Münchner Mädels geschafft hätte. Weil der Zug sonst weg und ich noch in Bernried und nicht München gewesen wäre. Das war wirklich toll.
  • Und für all die Kleinigkeiten, die das Leben lebenswert machen. Für die bunten Farben, die besonderen Töne und Lieder, den See und das Meer, den Himmel mit all seiner Pracht, die Gerüche, die uns umgeben und dass es uns verdammt fucking amazing gut geht, so alles in allem.

Bin ich die einzige emotionale Heulsuse da draußen? Oder seid ihr auch grade nah am Wasser gebaut und könnt vor Dankbarkeit Tränchen verdrücken? Wenn ihr wollt, verratet mir das doch, ich würde mich freuen.

Himmel

Mutterfrust: Mom doesn’t rock

Liebe Leser,

ich habe lange überlegt, ob ich diesen Text wirklich veröffentlichen soll, denn ich muss euch heute etwas gestehen, und das fällt mir nicht so leicht: Ich finde, ich bin momentan keine gute Mutter. Ja, trotz all der Lucie-Marshall #Momsrock Lobhudelei, die ich total klasse finde, muss ich der nackten Wahrheit ins Gesicht schauen und mir eingestehen: Ich mache meine Sache als Mutter von Mini-Me gerade nicht so gut. Puh, jetzt ist es raus.

Ob es daran liegt, dass sie gerade einmal wieder eine anstrengendere Phase durchmacht und das, worum ich sie bitte grundsätzlich erst dann tut, wenn ich ihr mit einer Strafe drohe oder sie besteche  (und ehrlich, ich kriege selbst schon Plack, wenn mir schon wieder ein „wenn…dann“-Satz rausrutscht) oder ob ich mit meinen Gedanken gerade ständig woanders bin, und sie deswegen, das worum ich sie bitte erst dann tut (…), ich weiß es nicht. Ist vermutlich auch egal, denn die Ei-oder-Henne-Frage lässt sich eh nicht lösen.

Das schlimmste daran: Mini-Man bin ich gerade eine hervorragende Mutter. Ich schaffe es prima, mit ihm zu spielen und zu kuscheln und ihm vor allem ganz viel Nähe zu geben, die er als frischgebackenes Krippenkind ganz doll nötig hat, damit er versteht, dass ich ihn nicht verlasse (hach ja). Und irgendwie überschleicht mich eine leise Angst: Was, wenn ich nur als Mutter von Babys und Kleinkindern geeignet bin? Gibt es sowas?

Denn tatsächlich, bei den ganz Kleinen habe ich die totale Gelassenheit und die Ruhe weg. Ein schreiendes Baby kriege ich meistens irgendwie beruhigt, weil ich gar nicht erst erwarte, dass es versteht, was ich will. Geht ja auch nicht. Mit Babys und kleinen Kindern darf man ganz viel kuscheln – und kuscheln kann ich wirklich gut. Babys und kleine Kinder muss man füttern, baden und Windeln wechseln und all das ist eine meiner leichtesten Übungen. Lieder singen, Guckuck-Spielchen, Kitzeln und Baby-Blödsinn machen – alles kein Problem. Erziehen? Jetzt wird’s heiß.

Meine Maßnahmen ziehe ich momentan aus der untersten Schublade, kreative Spielchen oder Animationen, damit Mini-Me einfach mal hört ohne dass ich schimpfen muss, die fallen mir gerade nicht ein. Ihre Zappeleinheiten beim Abendessen ertrage ich nicht mal mit Extrem-Mantra-Singen und frage mich, seit wann die eigentlich wieder so schlimm sind. Sie waren doch so lange fast weg. Genervte „Hör auf“ Rufe und „Ich sag es jetzt zum Letzten Mal“ Drohungen sind Dauerbrenner. Und Sätze wie „Verdammt noch mal! Es kann nicht sein, dass ich immer erst schimpfen muss, bevor du etwas machst. Das hast du nicht gemacht und das nicht und das auch nicht“ hört Mini-Me gerade mindestens einmal am Tag. Und ich glaube, sie benutzt die gleichen inzwischen schon beim Vater-Mutter-Kind Spielen mit ihren Freunden oder ihren Puppen. Ich könnte im Boden versinken, so sehr wird mir der Spiegel vorgehalten und so laut möchte ich schreien: „Halt! So spricht man doch nicht mit seinem Kind!“ Und ich hätte nie gedacht, dass es manchmal so schwer ist, Mutter zu sein.

Während ich das schreibe, überkommt mich noch eine Angst: Was, wenn ich aus dieser Spirale nicht mehr herausfinde? Was, wenn ich nicht wachse mit meinen Aufgaben? Wann war eigentlich der letzte Moment, den ich so richtig mit Mini-Me genossen habe? Der nicht geprägt war von Müssen sondern von ganz viel Spaß und Freude? Ganz ehrlich: Ich weiß es gerade nicht.

Natürlich bin ich ständig unheimlich stolz auf sie und freue mich über Dinge, die sie tut. Wenn sie singt, geht mir das Herz auf, so sehr, dass es aus den Augen ein paar Tränchen rausdrückt. Sie ist so unglaublich süß mit ihrem kleinen Bruder und die beste große Schwester, die ich mir vorstellen kann. Beim memory Spielen zieht sie mich regelmäßig ab und dass sie das recht komplizierte Zahenspiel Skip-Bo schon kapiert, hat mich total umgehauen. Und wenn sie sich abends an mich kuschelt und (trotz allem!) „Meine Lieblingsmama“ sagt, dann ist eigentlich alles wieder gut. Bis sie zwei Minuten, nachdem wir sie ins Bett gebracht haben, wieder draußen steht, weil sie vergessen hat, mir was zu sagen. Nämlich „Du Mama? Äääähm…..“. Und ich schon wieder genervt bin, weil sie doch schlafen soll.

Vielleicht brauche ich auch einfach mal wieder eine Auszeit. Kinderfreie Luft atmen und mein Herz mit Sehnsucht nach ihr füllen. Geduld in den Rucksack packen und jede Menge Spaß und Verständnis. Denn ich will weder eine „Du musst“ Mutter sein noch eine, die nur mit Babys und kleinen Kindern gut ist. Ich will eine Mutter sein, die ihre Sache so gut macht, wie es eben geht. Mit allen Opfern und Fehlern und Kämpfen. Aber auf keinen Fall mit der Halbherzigkeit und dem Genervtsein, mit denen ich momentan bei der Sache bin.

Manchmal hilft es ja, sich die Last von der Seele zu schreiben. „Seelenheilen“ nennen einige Blogger oft ihre Beschäftigung. Trifft bei mir auch zu, denn wenn ich meinen Gedankenwust erst einmal sortiert und aufgeschrieben habe, dann geht es meistens wieder. Hoffentlich. Mini-Me zuliebe. *

Und noch etwas, das so wahnsinnig gut dazu passt (bei meiner Blogger-Seelenfreundin Gedankenpotpourri gefunden):

“Ein Kind hat
100 Sprachen
100 Hände
100 Gedanken
100 Weisen
zu denken, zu spielen und zu sprechen.

Immer 100 Weisen
zuzuhören, zu staunen und zu lieben
100 Weisen
zu singen und zu verstehen
100 Welten zu entdecken
100 Welten zu erfinden
100 Welten zu träumen.

Ein Kind hat 100 Sprachen
doch es werden ihm 99 geraubt.
Die Schule und die Umwelt
trennen ihm den Kopf vom Körper.

Sie bringen ihm bei
ohne Hände zu denken
ohne Kopf zu handeln
ohne Vergnügen zu verstehen
ohne Sprechen zuzuhören
nur Ostern und Weihnachten
zu lieben und zu staunen.

Sie sagen ihm
dass die Welt bereits entdeckt ist
und von 100 Sprachen
rauben sie dem Kind 99.

Sie sagen ihm,
dass das Spielen und die Arbeit
die Wirklichkeit und die Phantasie
die Wissenschaft und die Vorstellungskraft
der Himmel und die Erde
die Vernunft und der Traum
Dinge sind, die nicht zusammengehören.

Sie sagen also,
dass es die 100 nicht gibt.

Das Kind sagt:
Aber es gibt sie doch.”

Loris Malaguzzi (1920-1994), ital. Pädagoge

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* Hat es. Den Text habe ich nämlich schon vor ein paar Tagen geschrieben, als ich wirklich verzweifelt war. Inzwischen gehts zum Glück tatsächlich wieder, weil meine Gedanken und Gefühle sortiert sind und der erste Schritt „Erkenntnis“ bei mir meistens schon ganz gut hilft. Puh.

Und dann bist du schon gestorben…

So oder so ähnlich enden bei uns momentan viele Unterhaltungen mit Mini-Me. Denn die knapp vierjährige Maus hat in den letzten zwei Monaten ganz schön viel Tod mitbe-kommen. Gleich drei, um genau zu sein. Drei mal Tod in zwei Monaten ist schon für uns Erwachsene zu viel. Aber für eine knapp Vierjährige gar nicht begreifbar. Denn wie soll so ein kleiner Mensch verstehen, dass Oma und Opa nicht mehr wieder kommen und Papa und Mama deswegen ganz schön traurig sind. Dass es für uns Erwachsene befremdlich ist, wenn ihre Karottenstücke (Karottenstücke!) oder ihre unsichtbaren Freunde Elias und Moritz im Spiel sterben. Dass sie bei jedem Geburtstag fragt (und dabei hilflos lacht), ob man jetzt stirbt, weil die Uroma mit 92 gestorben ist und für eine fast Vierjährige der Unterschied zwischen 92 und 45 nicht allzu groß ist. Oder dass wir seufzen, wenn sie sagt „Dann feiern wir wieder Beerdigung!“, weil „feiern“ normalerweise etwas sehr fröhliches ist und dabei eigentlich keiner weint. Und wir Tränen in den Augen haben, wenn sie uns eine Geschichte von Engeln im Himmel erzählt und dabei feststellt, dass der Friedhof aber hier unten und gar nicht im Himmel ist, obwohl wir doch sagten, dass Oma jetzt im Himmel sei.

Wie erklärt man seinem Kind den Tod? Vor allem wenn es erst vier ist und die Bedeutung von „endgültig“ in seinem kleinen Leben normalerweise nicht über „morgen gibt es keine Süßigkeiten“ hinaus geht? Wie macht man ihr klar, dass der Tod uns Erwachsene traurig macht, weil Oma und Opa im Gegensatz zu Moritz und Elias nicht nur im Spiel gestorben sind, sondern wirklich nicht mehr wieder kommen? Dass der Tod das Leben verändert und dass sie uns sehr fehlen? Aber dass wir alle irgendwann sterben und das ganz normal ist und zum Leben dazu gehört? Und das ganze bitte ohne ihr Angst zu machen?

So viele Fragen und so wenige Antworten, die sich auch nur annähernd gut anfühlen. Genau wie „Und dann bist du schon gestorben“ oder „Stirbt man dann?“, was mal fröhlich, mal provozierend, mal ängstlich sein kann und auf das uns eigentlich nie eine passende Reaktion einfällt. Und gibt es ihn eigentlich wirklich, den Himmel?

Gewinnen gewinnen gewinnen: Ein Sonnenglas zu Weihnachten!

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Weil es so gut bei euch ankam (ich freue mich sooo über eure Kommentare per Mail, whatsapp oder auf meiner privaten Facebook Seite, aber hier auf dem Blog oder der shoppingdiät Facebook Seite wären sie glatt NOCH toller 🙂 ) und selbst ständig an das tolle Sonnenglas denke, habe ich bei dem Unternehmen einfach einmal angefragt. Ob ich eines der Sonnengläser auf meinem Blog an euch verlosen darf. Und jaja juhu, ich darf das. Das heißt: Eine(r) von euch bekommt ein ganz besonderes (Fair! Nachhaltig! Und auch noch soooo schön!) Weihnachtsgeschenk und kann hier sein persönliches Sonnenglas gewinnen. Wow!

13 Zwei Engel aus Holz

Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach:

1. Werdet Fan von Shoppingdiät und Sonnenglas auf Facebook oder folge mir über Bloglovin (Wenn du da nicht bist, schick mir gute Gedanken…)

2. Geteilte Freude ist doppelte Freude! Also, teile den Beitrag auf Facebook oder per Email. (Wenn du nicht auf Facebook bist, dann erzähl deinen Freunden von dem Gewinnspiel)

3. Kommentiere hier auf dem Blog bis Sonntag, 21. Dezember um 24 Uhr: Wo würdest du dein Sonnenglas am meisten nutzen?

4. Der Gewinner wird von mir per Email benachrichtigt. Bitte gib also unbedingt eine gültige Email Adresse an (die ist natürlich nicht für die anderen sichtbar). Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und dann? Daumen drücken! Ich muss gestehen, ich bin glatt ein kleines bisschen neidisch, denn leider kann ich das Sonnenglas nicht selbst gewinnen. Aber wer weiß, vielleicht hat mein Christkind ja mitgelesen…

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Nochmal die Background Infos zum Sonnenglas: Das Sonnenglas ist mit LED-Leuchten ausgestattet, die über Solarzellen im Deckel aufgeladen werden. Wenn Du es in die Sonne stellst, werden die LED-Akkus aufgeladen und spenden dann für viele Stunden weiches, trotzdem helles und nicht blendendes Licht. Ideal als Gartenlampe, für den romantisch gedeckten Tisch, Grillpartys, Camping, zur Dekoration, zum Essen im Freien – einfach für alle Outdoor-Aktivitäten, bei denen Du nach Sonnenuntergang eine gemütliche, idyllische Abendstimmung erzeugen möchtest. Am Abend oder in der Nacht kannst Du das Sonnenglas über den magnetischen Bügelschalter einschalten. Die vier solarbetriebenen LED-Leuchten erzeugen einen wunderschönen, hellen Lichtschein. So hell, dass Du gut dabei lesen kannst.

Und: Das Glasgefäß ist zu 100% recyclebar und wird unter Fair-Trade Bedingungen in Südafrika produziert. Es wurde als vollwertige Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Stromversorgung hergestellt und schafft neben Licht auch Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten!

Das Besondere: Du kannst Dein Sonnenglas innen nach Deinen Wünschen selbst gestalten: Mit Sand, getrocknete Blumen, Muscheln, Kieselsteinen… Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Kaufen kannst du es für 29,90 Euro (Versandkosten kommen keine hinzu!) HIER. Merry Xmas! (Naja, fast..)

01 Das Sonnenglas mit Schleife geschmueckt als Gartenlampe

Howtobegood-Challenge im Dezember

December

Nun ist er schon gar nicht mehr so frisch, der Dezember, und ich glaube, ich schaffe es nicht mehr, euch eine Auswahl der Howtobegood-Vorschläge zum Voting zu präsentieren. Weil ich gerade in Arbeit versinke und nicht mehr ganz weiß, wo oben und unten ist, weil das bisher doch recht gemütliche Jahr einen mega Endspurt von uns allen verlangt und weil ich mich eigentlich schon entschieden habe, was die Howtobegood-Challenge im Dezember sein soll (jaja, das war nicht ganz Sinn der Sache. Aber die letzten Monate in diesem Jahr sind irgendwie die Testphase und da ich 2015 bestimmt viiiiiel strukturierter bin, viel mehr Zeit habe, die Dinge wie geplant umzusetzen und gaaaanz Kraft, Power und Energie haben werde, diesen Blog mega professionell zu betreiben (hahahahaha!), wird dann alles besser. Bestimmt!) Dennoch, der Vollständigkeit halber hier die Auswahl Eurer Vorschläge:

1.) Stop Starting Start Caring: Der Verein möchte dem Meeth Sewa Waisenhaus auf Sri Lanka einen Neubau schenken. Dafür wird jeder Cent benötigt, der irgendwo aufzutreiben ist und daher stehen momentan in einigen Münchner Einrichtungen große Sparschweine, in die jeder seine übrigen werfen kann. Die Challenge für mich: So viel Geld wie möglich zu sammeln, die dem Waisenhaus zu Gute kommt. Gute Sache, da ich die Gründer zumindest über einige Ecken kenne und sicher gehen kann, dass das gespendete Geld auch wirklich ankommt. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet HIER weitere Infos.

2.) Die Flüchtlinge: Ich habs ja schon angedeutet und auch wenn ich die Schal fürs Leben Aktion nach wie vor total daneben finde und ganz gespannt bin, ob es heute, am 10. Dezember, einen Riesen Bang gibt und ganz supi doll auf die syrischen Flüchtlinge AUFMERKSAM gemacht wird und bitte alle ihr MITGEFÜHL zeigen – die armen Menschen sollten ganz dringend unterstützt werden. Die Idee von einer guten Freundin von mir: Geschenke packen und persönlich in einer Flüchtlingsunterkunft vorbei bringen.

3.) Obdachlose Kinder: Auf mamikreisel postete eine Mami folgendes:

Ich wohne in Berlin und arbeite seit einigen Jahren in der Notübernachtung der Berliner Stadtmission. Leider ist es in den letzten Jahren dazu gekommen dass auch Familien mit Kindern den Weg zu uns finden. Wir verschenken zu Weihnachten an alle dort etwas und ich wollte auch den kleinen eine Freude machen. Es gibt zwei Familien mit einmal 3 und einmal 4 Kindern im Moment die Kinder sind von 8 Monaten bis 12 Jahren. Vllt. würde mich die ein oder andere Mami mit Sachen die sie nicht mehr braucht und verschenken würde unterstützen auch diesen Kindern ein frohes Fest zu bereiten. Ich dachte an Spielsachen, warme sachen, wie schal Mütze etc.

Wer den Thread dazu nachlesen möchte, findet ihn hier. Ganz schön harter Tobak, bei dem mir wieder einmal bewusst wird, wie gut es uns geht. Und wenn ich überlege, was Mini-Me und Mini-Man von Oma, Opa, Onkels, Tanten und Paten zu Weihnachten bekommen werden, dann schwimmen wir gefühlt im Luxus. Und Kacke, ich will echt nicht langweilen oder zum „Gutmenschen“ werden, aber dieses Leid nimmt mich gerade ganz schön mit.

Daher habe ich mich für einen Mix entschieden. Die Flüchtlinge und die obdachlosen Kinder kriegen Geschenke. (Natürlich ist auch das Waisenhaus eine ganz tolle Sache und ich freue mich, wenn sich unter euch ein paar Spender finden!!). Wir haben so viel nagelneues Spielzeug, das Mini-Me und Mini-Man wirklich nicht brauchen. Und ich habe aus diversen Goodie-Bags meines alten Glamour-Jobs jede Menge originalverpacktes Parfüm und Accessoires, das ich wirklich nicht brauche. Die gehen jetzt an die obdachlosen Familien und die Flüchtlinge in unserem Nachbarsdorf.

Wer auch etwas spenden möchte und wie ich die Weihnachten im Schuhkarton Aktion, für die die Sachen ursprünglich mal gefacht waren, verpasst hat, kann entweder hier was an die obdachlosen Berliner Familien schicken:
Notübernachtung der Berliner Stadtmission
z.Hd. Katharina Kaiser
Lehrter Str. 68
10557 Berlin

Wichtig: Die Sachen müssen bis zum 22. Dezember da sein, da die Päckchen dann verpackt werden. Oder informiert euch, welche Flüchtlingsunterkünfte es in eurer Umgebung gibt, deren Bewohner sich über Geschenke freuen. Denn vielleicht habt ihr genau wie wir viel zu viel. Make it a December to remember…