The Good Gift Guide: Nachhaltige Geschenke für Weihnachten

28032_496460837055329_1804010293_n

So ihr Lieben, heute gibt es endlich Teil 1 des Good Gift Guide für nachhaltige Weihnachtsgeschenke. Denn wer suchet, der findet und ich habe tatsächlich einige sehr tolle Sachen gefunden, die ich meinen Lieben schenken kann. Wichtig ist mir dabei: Ich will nicht irgendeinen Quatsch schenken und vor allem nicht schenken, weil man zu Weihnachten etwas schenken muss, sondern etwas, das Sinn macht, das die Beschenkten brauchen können, das schön ist und nicht nach öko, eso, alternativ oder irgendwie zwar bio, aber nicht hübsch aussieht. (Also keine Holzarmband-Uhr oder Kork-I-Pad-Tasche!) Und das irgendwie leistbar ist, denn genau wie faire „Mode“ sind nachhaltige Geschenke oft ein bisschen teurer. Dennoch: Alles total easy? Tatsächlich!

Los gehts heute mit den Geschenkideen für Kinder. Und Kinder, ist das schwer (also doch nicht so easy)! Denn sobald die nicht mehr ganz klein und in der Lage sind, ihre Wünsche zu äußern, heißen die meistens „Playmobil Piratenschiff“ oder „Puppenhaus“ oder „Brio Eisenbahn“ oder sowas. Und ehrlich gesagt finde ich das auch ganz tolle Geschenke, denn die haben sie in der Regel richtig lang und das ist in dem Sinne auch wieder nachhaltig. Aber alle, die was für ihre Patenkinder, Neffen und Nichten, Enkel oder die andere tolle Kinder suchen, die sie vorher nicht gefragt haben, finden hier vielleicht ein paar Anregungen:

1. Das Buch „Mein kleiner Fisch“:
Wie es das Schicksal so wollte, bekam ich heute morgen eine Email von Julia. Die ist Designerin und hat in Eigenregie das Kinderbuch „Mein kleiner Fisch“ entworfen und verlegt – und zwar möglichst ökologisch. Das Buch wird in Deutschland produziert, das Papier ist FSC verifiziert und den Drucker kennt Julia mittlerweise ganz gut, einige Arbeitsschritte wurde in der Druckerei sogar in Handarbeit gemacht. Entsprechend hat sie alles etwas mehr gekostet, aber das hat sich gelohnt! Finanziert hat sie das Buch über eine erfolgreiche crowdfounding Kampagne. Kaufen könnt ihr es für 15 EUR hier im Sonderfarben Verlag. Ein tolles Geschenk für kleine Geschichtenliebhaber!

Foto-100 copy_samll

2. Der neue Onlineshop www.plasno.de:
Dieser neue Onlineshop hat pünktlich zum Weihnachtsgeschenkewahn eröffnet und bietet – wie der Name schon sagt – plastikfreie Geschenkideen. Die sind auch noch recht schick (die meisten zumindest) und nachhaltig. Schaut euch mal um, es gibt allerlei für Groß und klein. Hier meine Favoriten für Kinder:

Bildschirmfoto 2014-11-26 um 15.13.45

Tafelservice für Kinder – HUNGRY KIDS – zu 100% plastikfrei für 19,95 EUR. Mini-Man will inzwischen unbedingt selbst essen (und das klappt ja sooooo gut…..), warum also nicht von diesem süßen Geschirr?

Bildschirmfoto 2014-11-26 um 15.23.53

Großes Piratenschiff mit vielen Extras, 59,90 EUR. Das würde ich glatt meinem Patenkind schenken, wenn das nicht gerade in Singapur leben würde und außerdem total verrückt nach Pinguinen wäre. Und es ist gar nicht so leicht, etwas cooles nachhaltiges mit Pinguinen zu finden…

3. öko, fair und wunderbar:
Der Online-Shop schoener.waers.wenns.schoener.waer
Cooler Name, cooler Shop, coole Sachen! Unbedingt mal reingucken. Alles nachhaltig, die Kriterien für die Nachhaltigkeit stehen bei den Produkten dabei. Gibt nicht nur Kindersachen, sondern auch Möbel, Wohnaccessoires, Bücher und Krams. Aber hier meine Favoriten für die Kleinen:

Bildschirmfoto 2014-11-26 um 17.51.09

Täschchen ‚Make-Up Pouch‘ – Wal: Damit auch Mini-Man vernünftig reisen kann und seine Zahnbürste nicht im rosa Waschbeutel seiner Schwester stecken muss. Oder zur Unterbringung von Stiften, der Reiseapotheke oder Gläschenmahlzeiten. Biologischer Anbau/Herstellung, Faire Produktion, Nachwachsende Rohstoffe. Für 12,50 EUR. Wäre doch bloß ein Pinguin drauf…

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 09.36.14

Kinder Künstler Kritzel Mini Malbuch: Für drinnen, für draußen, für überall, für 3,95 EUR. Für die Nachbarskinder, Kinderfreunde, Patenkindergeschwister, Kinder von Freunden…

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 09.51.52

Jedes Kind braucht einen Ball! Zugegeben, dieses Exemplar ist nicht das günstigste (16 EUR), aaaaaber: er ist aus Butyl, einem Kunststoff, der – im Gegensatz zum natürlichen Latex – weniger anfällig ist, nach längerer Zeit luftdurchlässig zu werden. Und handgenäht und fairtrade. Und es ist eine Weltkarte drauf!!

Bildschirmfoto 2014-11-27 um 10.02.56

Ein Tante Emma Laden aus Pappe! Ja, nochmal zugegeben, ich bin ein echter Pappe-Fan und habe unser Wohnzimmer neulich mit einen Kinder Papptisch und zwei Hocker bereichert. Auf dem jetzt gemalt wird, damit am Kinderholztisch nebenan nur noch gegessen werden muss. Nicht ganz so sinnig, aber naja, was soll ich sagen, jeder hat so seine Schwächen. Und da wir für einen dauerhaft installierten Holzkaufladen momentan keinen Platz haben (vielleicht, wenn wir einen Kindertisch loswerden…), finde ich diesen hier eine tolle und recht günstige Lösung (44 EUR). Und Mini-Me spielt gerade sehr gerne einkaufen (allerdings am liebsten mit Registrierkassen aus Plastik, die laute Pieps-Geräusche machen…)

Es gibt noch jede Menge andere tolle Sachen in dem Shop und ich habe meinen persönlichen Warenkorb schon ganz schön voll geladen – was mich gerade wirklich ziemlich freut, denn bisher bin ich selbst noch gar nicht so dazu gekommen, mich mit Weihnachten zu beschäftigen (Aber ich habe immer noch keinen Pinguin…!). Und weil ich nun schon ziemlich weit bin, hier noch ein paar Tips für nachhaltige, ganz coole Kinderläden, in denen sich stöbern lohnt:

4. Der Onlineshop echtkind.de
5. Rasselfisch, nicht nur in den Städten, sondern auch online! (Wenn ich groß bin, will ich auch einen Rasselfisch-Laden haben!)
6. Natürlich nicht zu vergessen: dawanda, etsy und notonthehighstreet. Handgemachte Sachen, zum Teil bio (kann man extra danach suchen) und auf jeden Fall individuell und besonders. Aber kennt ihr wahrscheinlich schon…

Natürlich sind meine Tips nur eine kleine Auswahl und treffen bestimmt nicht zu hundert Prozent euren Geschmack. Aber vielleicht findet ihr hier eine Anregung für sinnvolle Geschenke und wenn ihr nach nachhaltigen Geschenkideen googlet (wie schreibt man das eigentlich?) oder bei utopia reinschaut garantiert noch viele viele mehr. Am Freitag gibt es die Geschenktips für die Großen und da hab ich auch ein paar wirklich tolle Sachen entdeckt. Also, stay tuned for the next episode of nachhaltige Weihnachten mit Stil!

Werbeanzeigen

Shoppinghell for Xmas oder Howtobegood-Challenge im Dezember

Eigentlich wollte ich diesen Text schon gestern veröffentlichen, aber dann kam mir der Schal fürs Leben dazwischen. Doch eine bessere Einleitung für das heutige Thema gibts eigentlich gar nicht, auch wenns heute schon wieder ein bisschen Gemecker und einen erhobenen Zeigefinger gibt (Sorry! Aber ich verspreche mit gutem Ende!). Daher nun Film, äh Text ab:

Am Wochenende waren wir in der Stadt. In der Stadt! Alle zusammen! Für viele von euch vielleicht nix besonderes, aber für uns Inzwischennichtmehrsoneu-Landeier was ziemlich außergewöhnliches. In der Stadt! An einem Samstag!

Gewöhnlich treffe ich nämlich lieber irgendwelche (lieben) Leute, wenn ich mal nach München fahre. Zum Bummeln oder Shoppen, dazu komme ich meistens nicht, aber genau das hatten wir am Samstag vor. Neue Sneakers sollten es werden, für den großen Mann und für mich, er brauchte außerdem noch irgendwelche Socken-Unterwäsche-Basics und sonst wollten wir ein bisschen gucken. Stadtluft schnuppern, endlich mal wieder. Nach monatelangem höchstensmalinStarnbergoderWeilheim „Einkaufen“, fühlte sich das fast wie ein Trip in New York an. So aufregend! (Oh Gott, was ist nur aus mir geworden!)

Und als wir nach einem leckeren Mittagsstop bei Ringlers (not vegan…) die Sendlinger Straße zur Fußgängerzone entlang schlenderten, glotze ich auch erst einmal genau wie jemand, der zum ersten Mal im Big Apple ist. Alles neu hier! Lauter neue Läden! Nicht mal mehr den viel zu teuren Stierblut, in dem ich zwar eher viel geguckt als viel gekauft habe, konnte ich finden. Aber: Was für Massen Klamotten hängen in diesen Läden! Als wir beim Adidas Laden in der Hofstatt ankommen bin ich schon recht ernüchtert: Wer um Himmels Willen braucht diesen ganzen Krams? Würde ich wirklich etwas kaufen wollen, ich hätte nicht die geringste Ahnung, wie ich mich entscheiden sollte. Und so geht es mir auch bei Adidas, irgendwie sind alle Schuhe ganz cool, aber kein Paar haut mich so vom Hocker, dass ich es wirklich haben will. Und eins habe ich ja durch meine Shoppingdiät: Never buy anything wenn du nicht wirklich überzeugt bist.

Zwei Stunden später ist klar: Ich kann nicht mehr. Dieser Überkonsum macht mich fertig. Und auch wenn ich immer noch keine vernünftige faire, nachhaltige, leistbare Büromode gefunden habe, die ganzen Ketten haben mich erstmal als Kundin verloren. Weil sie natürlich auch keinen Deut besser sind als H&M und weil mich diese Massenproduktion total abtörnt. Wenn ich in Zukunft etwas kaufe (und ich hätte zum Beispiel gerne eine schöne graue Strickjacke, zwei Paar neue Stiefel und eben termintaugliche Kleider oder Hosen. Ach und natürlich die Sneakers…), dann  bei kleinen Läden und Marken.

Und ich habe einen Entschluss gefasst: Zu Weihnachten verschenke ich nur selbstgemachte Dinge oder – weil ich vermutlich die Zeit bis dahin nicht nur häkelnd, bastelnd oder nähend an meiner neuen Nähmaschine verbringen kann (die steht nämlich  noch umausgepackt im Keller) – Sachen, die durch ihren Konsum etwas Gutes bewirken.

Also Produkte, die zum Beispiel klimapositiv sind, die aus einer Behindertenwerkstatt stammen, einen größeren Sinn haben oder die komplett upgecycled sind. Oder oder, Beispiele gibts zum Glück einige. Wer Tips hat, immer her damit, denn natürlich möchte ich meine Liebsten mit etwas beglücken, das nicht nur etwas Gutes tut, sondern ihnen mit etwas Schönem eine echte Freude macht. Einige wirklich tolle Dinge, die überhaupt nicht öko, eso oder sonst irgendwie komisch, sondern ziemlich schick sind, habe ich schon gefunden und ich werde sie hier in einem Good-Gift-Guide oder auf meiner Facebook Seite (bitte alle liken!) vorstellen. Dann könnt ihr auch alle sinnvolle Sachen zu Weihnachten schenken 🙂

Und, da das als Howtobegood-Challenge wahrscheinlich genauso wenig ausreicht wie der Schal fürs Leben, habe ich auch schon eine Idee für die nächste. Die hat auch was mit Flüchtlingskindern zu tun und werde ich euch spätestens nächste Woche noch vorstellen. Aber natürlich freue ich mich auch über eure Vorschläge, denn so wars ja eigentlich gedacht. Vielleicht habt ihr ja eine Idee, was ich im Dezember Gutes tun sollte? In diesem Sinne: Happy (vegan) Wednesday! (Wen’s interessiert, heute Mittag gibt es bei mir dieses Zucchini-Süßkartoffel-Curry. Yummy.)

IMG_5049

Shoppingtipps gesucht oder warum H&M für mich jetzt gar nicht mehr geht

large-2

Shoppingdiät sucht Shoppingtipps, wie kann das denn sein? Nun ja, mein shoppingfreies Jahr liegt ja schon ein Weilchen zurück und inzwischen kaufe ich wieder. Ein bisschen was. Aber: viel viel weniger und ausgewählter (ich hoffe, auch Maxi-Man stimmt hier zu!). Und weil ich gerade keine Ahnung habe wo ich das, was ich brauche herbekomme, frage ich euch: Ich brauche ganz dringend ein paar leistbare, irgendwie gut, nachhaltig und fair produzierte Büro-Klamotten. Denn auch wenn ich in meinem Kinderparadies Homeoffice eigentlich sitzen könnte, wie ich wollte, so habe ich doch hin und wieder mal Termine für die ich mich ein bisschen aufhübschen muss will und meine Aufhübsch-Garderobe ist ziemlich in die Jahre gekommen.

Früher wäre ich einfach bei H&M vorbei gesurft und hätte mir eine Riesen Kiste mit jeder Menge Büroklamotten-Auswahl liefern lassen. Und weil ich ja viel viel weniger kaufe, hätte ich das eigentlich sogar letzte Woche noch gemacht – obwohl ich weiß, dass die Schweden ordentlich Dreck am Stecken haben. Aber ich dachte sehr lange, dass sie wenigstens ein bisschen besser sind als die anderen da draußen und dass die schwedische Nachhaltigkeitsabteilung nicht nur versucht, etwas ins Rollen zu bringen, sondern in einigen Bereichen auch schon ganz gut voran gekommen ist. Aber dann veröffentlichte der Blog Dandy Diary ein (sehr wahrscheinlich gefaktes) Video über die Produktion der neuen H&M Alexander Wang Kollektion in Indien, in dem Kinder an den Nähmaschinen sitzen. Das Video ist auf Druck von H&M inzwischen aus dem Internet verschwunden und warum genau sich die Jungs von Dandy Diary (die eigentlich permanent über die Big Player der Modewelt berichten und mit denen ihr Geld verdienen!) auf dieses Glatteis begeben haben, keine Ahnung, denn das kann einem Selbstmord gleich kommen. David gegen Goliath nennen sie selbst ihre Aktion und ich bin gespannt, wie sie weiter geht. Wer mehr lesen will, kann das hier bei Spiegel Online oder Stylebook tun.

Bewirkt hat Dandy Diary auf jeden Fall einiges: Denn obwohl ich auch sicher bin, dass die Kinder in dem Video nicht die H&M Kollektion nähen, so unsicher bin ich mir, ob nicht irgendwo anders welche sitzen, die eben doch unsere Klamotten nähen. Und das geht neben all den anderen furchtbaren Zuständen in der Textilbranche einfach gar nicht. Wachrütteln sollte das Video, und das ist gelungen. Daher liebe alle: schickt mir eure Tips, wo ich nette, gute, faire, nachhaltige Büro-Outfits herkomme, die nicht 500 Euro kosten und die nicht nach Fräulein Brusselius aussehen. Ich bin gespannt, was ihr so aus dem Hut zaubert!