10 Gründe für eine Shoppingdiät

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Gestern kam ich mal wieder ins Grübeln. Über Shoppen, Shoppingdiät, Konsum und die Welt an sich. Auslöser war der Blogbeitrag von Modepraline, die fragt, was der Mist mit der Shoppingdiät eigentlich soll. Unsere Welt würde nämlich zum Stillstand kommen, wenn wir alle nicht mehr konsumieren und strenge Shoppingdiät halten würden. Auch wenn diese Dramaturgie natürlich einen weiten Bogen spannt und zwischen „Ich verzichte eine Zeitlang auf Klamotten und anderes Lifestyle-Gedöns, weil ich viel zu viel habe“ und „Ich kaufe gar nix mehr und lebe ab sofort wie ein Steinzeitmensch“ viel viel viel Platz ist, ich kann den Ansatz tatsächlich nachempfinden. Und bin auch immer noch Karl Lagerfelds Meinung: Das Geld muss zirkulieren, heißt: Ich konsumiere eigentlich gerne und Konsum macht durchaus Sinn. Aber wie bei allem geht es um das richtige Maß, das Bewusstsein und die Reflexion. Und das alles finden viele erst durch einen Verzicht.

Daher (und weil ich gelernt habe, dass solche Überschriften total erfolgreich sein sollen) gibt es jetzt zehn Gründe, warum eine Shoppingdiät Sinn macht:

  1. Weniger ist mehr: Eine Shoppingdiät erdet und schafft Bewusstsein für die Dinge, die man schon hat. Oder die man wirklich haben möchte oder brauchen kann. Denn wir haben alle zu viel. Von allem.
  2. Sie ist zeitlich begrenzt: Eine Shoppingdiät hat ein Anfang und ein Ende. Und zwischendrin passiert eine ganze Menge, nämlich:
  3. Sie macht uns kreativ: Weil wir mit dem klarkommen müssen, das wir schon haben und trotzdem nicht jeden Tag das selbe anziehen möchten. Wir finden plötzlich lang verborgene Schätze in unserem Kleiderschrank, lernen unsere Schrankleichen kennen, kommen auf neue Styling-Ideen oder tragen Klamotten, die wir eigentlich nie hätten kaufen dürfen.
  4. Sie lehrt uns zu schätzen: Bei all diesen Experimenten merken wir mal wieder, wie viele Sachen wir eigentlich haben. Und wie viele davon total unnötig sind. Und wir schätzen die, die wir richtig gerne mögen noch viel mehr.
  5. Sie lässt uns hinterfragen: Denn warum kaufen wir so viel, das wir gar nicht brauchen oder noch schlimmer, das uns gar nicht wirklich gefällt? Weil es ein Schnäppchen war? Weil ein voller Kleiderschrank irgendwie gut tut und wir damit uns als coole Fashionistas fühlen? Weil wir jeden Morgen ein Stylo-Outfit tragen können? Und woher kommen eigentlich all diese Klamotten, die uns so cool sein lassen?
  6. Sie schockt uns: Richtig, nämlich aus armen Ländern von noch ärmeren Näherinnen. Die unter schlimmsten Bedingungen dafür sorgen, dass wir cool sein können. Wer es noch nicht gesehen hat: Schaut euch die Serie der drei jungen, coolen Norweger an, die einen Monat in Kambodscha verbringen und dort in einer Textilfabrik mitarbeiten. Danach könnt ihr nicht mehr guten Gewissens bei den großen Billigheimern einkaufen (mit schlechtem gehts weiterhin). Denn auf den Punkt gebracht: „Shopping shouldn’t be a hobby“.
  7. Sie lässt uns umdenken: Nicht nur im Bereich Fashion, sondern im gesamten Leben. Palmöl in Kosmetik, Massentierhaltung, Kinderarbeit, ausgebeutete Kleinbauern, abgeholzter Regenwald, verschmutze Meere – das alles und noch viel mehr ist uns plötzlich nicht mehr egal.
  8. Sie bringt uns zu bewusstem Konsum: Deswegen denken wir ab sofort viel mehr darüber nach, was wir kaufen, was wir wirklich brauchen und warum. Wo die Dinge herkommen, wie die Produktionsbedingungen sind und ob die Anschaffung uns langanhaltende Freude bereitet. Wir schmeißen unser Geld also nicht mehr zum Fenster raus. Zumindest nicht mehr so oft.
  9. Sie macht uns dankbar: Darüber, dass es uns so gut geht, dass wir so viele tolle Erkenntnisse haben durften, dass wir so viele Möglichkeiten haben. Und deswegen:
  10. Sie macht bessere Menschen aus uns: Weil wir Dinge anders machen als vorher, weil wir uns vielleicht bei irgendeinem Projekt engagieren, das die Welt ein wenig besser macht, weil wir nicht mehr alles einfach so hinnehmen, weil wir wissen, dass wir zwar nie alles richtig machen können, aber jede Kleinigkeit trotzdem besser ist als nichts. Und wir immer mehr werden wollen, damit die großen Bösen auch irgendwann mit dem Umdenken anfangen. Denn wir wissen: In order to save everything. We need everyone.

In diesem Sinne: Happy No-Shopping everyone. Mit ein paar Best-Of-Bildern aus 2012, dem Jahr meiner Shoppingdiät.

 

 

Gestern Shopaholic, heute Fashionmuffel?

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Ich habe diese Woche mal wieder Klamotten bestellt. Und zwar ganz schön viele, um genau zu sein. Wo? Mhm, also, darüber haben mein Gewissen und ich absolutes Stillschweigen vereinbart. Anders gehts nicht. Warum? Weil ich demnächst immer mal wieder Jobtermine haben werden, an denen ich irgendwie nett aussehen muss. Und weil meine Garderobe, die dafür sorgt, dass ich bei Jobterminen nett aussehe inzwischen entweder total in die Jahre gekommen, nur für den Sommer geeignet oder ausgeleiert, gelöchert oder sonst irgendwie kaputt ist. Oder dummerweise ausgemistet wurde.

Nachdem ich im Dezember schon einmal einen Anlauf unternommen und die größte Versandkiste ever zuhause stehen, aber alles wegen „Gefällt mir nicht mehr“ zurück geschickt hatte, führt diesmal kein Weg dran vorbei: Ich brauche dringend ein paar Kleidchen, termintaugliche Hosen und coole Oberteile und die gibt es fair & gut produziert einfach nicht. Weder im für mich möglichen Preisrahmen noch im erwünschten Schick, und daher habe ich gleich zwei verschiedene Onlineshops gefühlt leer gekauft.

Aber: Das hat mir keinen Spaß gemacht.

Ehrlich. Das war nur müssen, nicht wollen.

Was ist nur mit mir passiert? Interessiert mich Mode nicht mehr? Mag ich shoppen nicht mehr? Will ich nicht mehr gut aussehen?

Blödsinn! Natürlich. (Das Gegenteil beweist meine Friseur-Rechnung, die immer wieder Schockmomente auslöst.)

Aber, irgendwie, mhm, naja. Denn ich ertappte mich beim Onlineshoppen ständig bei dem Gedanken, dass ich das alles nicht machen würde, wenn ich nicht müsste. Dass ich zwar andauernd diese „Alles so langweilig hier und ich habe wirklich nichts zum Anziehen“ Momente vor meinem Kleiderschrank habe, aber dann doch irgendwas finde, das mich ganz ok kleidet. Und dass ich auf den Rest verzichten kann. Dass es mich nicht mehr so sehr interessiert, sich mein Fokus verschoben hat. Dass ich fast schon erstaunt bin, wenn ich Fashionmagazine aufschlage, weil DAS der neue Trend sein soll. Pinke Bundfaltenhosen als absolutes Must-Have der Sommersaison? Echt jetzt? Oder hab ich das völlig falsch interpretiert?

Vielleicht bin ich in die Jahre gekommen, vielleicht bin ich jetzt ne echte Mutti, vielleicht zu bequem geworden (aber nee wirklich nicht. Mein Leben ist in den letzten Jahren eher deutlich unbequemer geworden. Kinder sind unbequem und sich Gedanken machen sowieso. Aber es ist zum Glück auch viel erfüllter geworden. Mit Liebe und Lachen und dem eindeutigen Wissen, was wirklich wichtig ist. Echt jetzt.), vielleicht mag ich meine Home-Office-tauglichen Hoodies kombiniert mit ein paar coolen Schuhen einfach zu gerne. Aber tatsächlich sind es immer wieder gekonnt gestylte Basics, bei denen ich eher in Verzückung gerate als bei High Fashion. Und ich finde einkaufen inzwischen total doof. Sowohl online als auch in der Stadt. Bin ich also wirklich mutiert vom Shopaholic zum Fashionmuffel? Echt jetzt?

Oops I did it again: Fehlkauf Deluxe

Ähem ja. Eigentlich sollte man meinen, dass ich vor Fehlkäufe inzwischen wirklich gefeit sein sollte. Weil ich so viel gelernt habe und alle meine (wenigen) Käufe total bewusst und kontrolliert tätige. Eigentlich. Denn wer nicht lesen kann, ist selber schuld.

Aber ich hole mal ein bisschen aus:

Ich brauche dringend eine neue Skijacke, finde ich. Weil ich die alte (zwar sauteure und Geschenk meiner Eltern zum 30.) in einer doofen Eitelkeit in Größe 36 gekauft habe, obwohl ich bei Jacken grundsätzlich Größe 38 trage. 36 ist aber irgendwie cooler, dachte ich und so fahre ich seit ein paar Jährchen (das Rechnen schenken wir uns mal) in einer Jacke herum, die zwar mega gut ausgestattet und allen möglichen Schnickschnack hat, den man auf der Piste unbedingt nicht braucht, aber in die ich nicht mal mein Handy so reinstecken kann ohne dass es mich unangenehm stört, weil sie eben einfach ein bisschen zu eng ist. Von einer Sonnenbrille, die auf der Hütte oftmals hilfreich wäre oder einem Brötchen, mal ganz zu schweigen.

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Deswegen, ganz klar, brauche hätte ich gerne eine neue. Nicht mehr so eine mega teure, aber auch kein Billig-Ding. Eben eine, die ich auch wieder ein paar Jährchen tragen möchte. Was tun? Klar, good old eBay hilft immer. Da gibts nämlich gut erhaltene Second Hand Skijacken von zum Beispiel meiner jetzigen Marke für nen Appel und nen Ei. Und auch welche von Peak Performance. Tolle Marke, tolle Ausstattung, toller Preis, dachte ich mir und ersteigerte eine pinke, wie NEUe Jacke in M zum echten Schnäppchenpreis – denn wir haben ja gelernt und wissen, dass S wahrscheinlich zu klein wäre. M ist super, pink und dunkelblau auch. Passt also alles? Fast. Denn fein versteckt im Feldchen „Kategorie“ – das man gerne mal übersieht wenn man durch die Stichwortsuche auf die Jacke aufmerksam wurde – stand das nicht ganz so unwichtige Wörtchen „Herren“.

Und so besitze ich seit gestern Mittag eine super coole, fast NEUE, mal richtig teuer gewesene, pinke Peak Performance Herren-Skijacke in Größe M.

Ja, ihr dürft jetzt lachen. Das würde ich auch tun, wenn es nicht eigentlich zum Heulen wäre. Denn a) sie ist mir – oh Wunder – viel zu groß und b) wie um Himmels Willen werde ich eine PINKE HERRENskijacke wieder los?

Falls jemand eine Idee hat, bitte meldet euch. Ich vermute allerdings, es gibt noch nicht allzu viele emanzipierte Herren da draußen, die diese Farbe auf der Piste mit Würde tragen – denn sonst wäre diese fast NEUE, eigentlich sauteure Jacke nicht zu solche einem Schnäppchenpreis unter den (meinen) Hammer gekommen. Falls doch, bitte meldet euch auch bei mir. Dringend sogar.

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Und ich schwöre, beim nächsten Mal wieder ganz genau hinzugucken. Denn eigentlich, eigentlich müsste ich vor Fehlkäufen doch inzwischen gefeit sein.

Modeblogger arbeiten in Textilfabriken in Kambodscha

Foto: aftenposten.no

Foto: aftenposten.no

Gestern Abend noch auf Facebook geteilt, aber weil abends eigentlich nicht so ein guter Zeitpunkt ist um etwas auf Facebook zu teilen, gibt’s noch mal einen extra Artikel dazu. Denn das Thema ist zu krass und zu wichtig und so ein Shoppingdiät-Thema: Drei junge, hippe Norweger, darunter die mega erfolgreiche Bloggerin Anniken, reisen für die norwegische Tageszeitung Aftenposten nach Kambodscha und erleben am eigenen Leib, wie es ist in einer Textilfabrik zu arbeiten. Für 3$ am Tag.

Sie treffen Menschen, die ihre Geschichte erzählen, die keine andere Wahl haben als diesen Job zu machen. Die 7 Tage die Woche mindestens 8 Stunden lang, die gleiche Naht nähen. Auf einem unbequemen Hocker, ohne wirkliche Belüftung, ohne vernünftiges Essen oder genug Getränke. Einfach, weil sie arm sind und nie eine Chance hatten. Und so noch ärmer werden. 

HIER könnt ihr alle Videos dazu anschauen. Und bitte bitte tut das. Auch wenn es euch vielleicht nicht davon abhält, bei den großen Ketten zu kaufen und ich leider selbst nur so wenige Alternativen parat habe außer nichts kaufen! weniger kaufen! bewusst kaufen!, diese Videos über das norwegische „Abenteuer“ schärft das Bewusstsein für eine Welt, die unglaublich ungerecht ist. Und machen klar, dass es nicht wert ist, für ein bisschen  Schick solche Schicksale zu unterstützen.

Bitte teilt diese Videos, schreibt und sprecht darüber. Und schaut sie an von Teil 1 bis 5. Sie lohnen sich.

Und bevor hier irgendwelche Meckerkommentare kommen: Klar gibt es bestimmt jede Menge zu kritisieren an der Doku. Keine Ahnung, warum die plötzlich eine Drehgenehmigung für eine Fabrik bekommen haben und so viele andere nicht. Vielleicht ist die Fabrik sogar gar nicht echt sondern irgendwie nachgestellt. Doch das ist alles egal, denn die Kernaussage, die Lebensverhältnisse, die Geschichten, die Schicksale, das alles ist REALITÄT. Und der müssen wir uns bewusst werden. Immer und immer wieder.

No shopping 2015?

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So. Endlich mal wieder ein Shoppingdiät Beitrag. Da heißt dieser Blog Shoppingdiät und dann gibt es ständig diese Kinderthemen, sowas, tss. Allerdings muss ich zugeben, dass die Kinder mein Leben momentan sehr viel mehr bestimmen als shoppen, nicht shoppen, konsumieren und alles was dazu gehört. Daher werde ich den Kinderkrams demnächst auf einen anderen Blog verlegen, damit Shoppingdiät weiterhin den Lesern gerecht wird, die sich für das interessieren, was der Name verspricht: Das Projekt Shoppingdiät, Verzichten, die eigene Garderobe lieben lernen, nachhaltigen Konsum und alles was sonst noch dazu gehört. Und deswegen geht es endlich einmal wieder ums Shoppen. Oder um nicht shoppen. Denn es ist Jahresanfang und auf diesem Blog landen immer wieder Leser, die Suchworte wie „No Shopping“, „Ein Jahr ohne shoppen“ oder tatsächlich auch „Shoppingdiät“ bei Google eingegeben. Vielleicht gibt es also da draußen einige Nicht-Shoppen 2015? Euch schmettere ich ein fröhliches „Juhuuu“ entgegen und wünsche euch bei eurer persönlichen Shoppingpause ganz viel Erfolg und jede Menge Aha-Erlebnisse!

Denn auch wenn mein No-Shopping-Jahr inzwischen schon drei Jahre (halleluja!) her ist, 2012 war eindeutig das Jahr mit den meisten Aha-Erlebnissen. Und wenn ich einen Blick in meinen Kleiderschrank werfe, dann sollte ich eigentlich dringend mal wieder Challenges wie Every-Day-Another-Outfit oder Schrankleichentage einlegen. Zwar ist in den letzten zwei Jahren nicht allzu viel Neues hinzugekommen, aber leider auch nicht durchaus nur Lieblingsteile. Und ich habe wieder „Ich hab nix zum Anziehen“ Momente – auch wenn die nicht mehr in Krisen ausarten und ich natürlich immer irgendetwas zum Anziehen finde. Was ich am schlimmsten finde: Ich kaufe fast keine nachhaltige Mode. Das Feld der nachhaltigen, grünen, fairen, Eco-Fashion ist nach wie vor für mich eine Riesen Baustelle. Lässige Teile gibt es jede Menge, aber mein Kleiderschrank birgt schon ziemlich viele Hoodies, Yogapants und Schlabbershirts in sich, so dass ich hier nicht investieren muss. Wirklich hübsche, ausgefallene Lieblingsteile – die sind entweder richtig teuer oder nicht zu finden.

Aber dennoch, im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden und empfinde die Shoppingdiät als ziemlich nachhaltig. Denn:

1. Ich kaufe viel viel viel weniger. Wer sich erinnert oder durch das Archiv geklickt hat weiß, dass ich früher zwischen 200 und 400 Euro im Monat für Klamotten ausgegeben habe. Ziemlich problemlos. Ohne das genau nachgerechnet zu haben gebe ich jetzt ungefähr so viel im halben Jahr aus. Und ich habe außer einem Paar Schneeschuhe wirklich schon ewig nichts mehr gekauft.

2. Ich kaufe viel viel weniger, weil ich mehr überlege. Wenn ich ein Teil zwei Mal anziehen und damit vor den Spiegel laufen muss um zu entscheiden, ob ich es behalten oder zurück schicken soll, dann schicke ich es zurück. Immer. Daher habe ich leider immer noch keine graue, lange Strickjacke. Aber ich lebe auch ohne sie.

3. Ich mache immer noch vieles selbst. Zwar kaum Klamotten, da ich dafür einfach zu ungeduldig und ähem, wahrscheinlich auch nicht begabt genug bin, aber lauter Kindersachen und Accesoires. Und das macht mir großen Spaß.

4. Ich suche nach Alternativen. Meine Kosmetik habe ich fast ausnahmslos auf Ressourcen-schonende Naturkosmetik umgestellt, ich vermeide Produkte mit Palmöl (und wirklich, Palmöl ist echt das schlimmste überhaupt! Bitte bitte bitte versucht, diese Produkte nicht zu kaufen!!), benutze so gut es geht Öko-Wasch- und Putzmittel (auch wenn ich meinen Waschnüsse-Versuch nach einer Packung wieder abgebrochen habe. Hartnäckige Flecken in Kinderklamotten kriegen die leider wirklich nicht raus) und bemühe mich, so viel wie möglich bio-, öko und auf jeden Fall regional zu kaufen.

Und das könnt ihr alle auch! Nobody is perfect und niemand muss durch und durch konsequent sein. Aber wenn jeder nur ein bisschen was besser macht, dann ist schon ganz viel getan. Denn ihr wisst ja:

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Und wer noch mehr Inspirationen braucht, findet hier ein paar tolle Projekte und Anregungen:

– Weniger ist mehr: Ein Artikel aus der Zeitschrift Good Impact über Minimalismus. Hier ein kleiner Auszug, der hoffentlich Lust auf mehr macht:

„Minimalismus ist längst kein Nischen-Konzept mehr. Für Stern TV trat Familie Bröhm-Belser das Experiment an, zwei Wochen lang mit nur 100 Gegenständen pro Person auszukommen. Eine Herausforderung, denn der Durchschnitts-Deutsche besitzt rund 10.000 Dinge! Tatsächlich benutzt werden aber nur 100.“

Und nicht nur Familie Bröhm-Belser leb(t)en minimalistisch, die digitalen Nomaden Felicia Hargarten und ihr Freund Markus Meurer gehören auch dazu. Ihr ganzes Hab und Gut passt in vier Ikea-Tüten, plus zwei Erinnerungsboxen mit Briefen und Fotos. In einer Lager-Box in Berlin bewahren sie alles auf, was sie besitzen. Wahnsinn!

– Wie kann ich nachhaltig leben? Dieser Frage ging das Zeit Magazin nach und hat drei Menschen porträtiert, die sich für sich einen Weg gefunden haben. Schaut doch mal rein, vielleicht findet ihr hier Anstöße und Ideen.

So ihr Lieben, in jedem Fall wünsche ich euch ein tolles, nachhaltiges, grünes, faires, gesundes und fröhliches 2015. Und falls es den ein oder anderen Shoppingdiätler unter euch gibt, berichtet doch mal, ich würde mich freuen!

Gewinnen gewinnen gewinnen: Ein Sonnenglas zu Weihnachten!

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Weil es so gut bei euch ankam (ich freue mich sooo über eure Kommentare per Mail, whatsapp oder auf meiner privaten Facebook Seite, aber hier auf dem Blog oder der shoppingdiät Facebook Seite wären sie glatt NOCH toller 🙂 ) und selbst ständig an das tolle Sonnenglas denke, habe ich bei dem Unternehmen einfach einmal angefragt. Ob ich eines der Sonnengläser auf meinem Blog an euch verlosen darf. Und jaja juhu, ich darf das. Das heißt: Eine(r) von euch bekommt ein ganz besonderes (Fair! Nachhaltig! Und auch noch soooo schön!) Weihnachtsgeschenk und kann hier sein persönliches Sonnenglas gewinnen. Wow!

13 Zwei Engel aus Holz

Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach:

1. Werdet Fan von Shoppingdiät und Sonnenglas auf Facebook oder folge mir über Bloglovin (Wenn du da nicht bist, schick mir gute Gedanken…)

2. Geteilte Freude ist doppelte Freude! Also, teile den Beitrag auf Facebook oder per Email. (Wenn du nicht auf Facebook bist, dann erzähl deinen Freunden von dem Gewinnspiel)

3. Kommentiere hier auf dem Blog bis Sonntag, 21. Dezember um 24 Uhr: Wo würdest du dein Sonnenglas am meisten nutzen?

4. Der Gewinner wird von mir per Email benachrichtigt. Bitte gib also unbedingt eine gültige Email Adresse an (die ist natürlich nicht für die anderen sichtbar). Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und dann? Daumen drücken! Ich muss gestehen, ich bin glatt ein kleines bisschen neidisch, denn leider kann ich das Sonnenglas nicht selbst gewinnen. Aber wer weiß, vielleicht hat mein Christkind ja mitgelesen…

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Nochmal die Background Infos zum Sonnenglas: Das Sonnenglas ist mit LED-Leuchten ausgestattet, die über Solarzellen im Deckel aufgeladen werden. Wenn Du es in die Sonne stellst, werden die LED-Akkus aufgeladen und spenden dann für viele Stunden weiches, trotzdem helles und nicht blendendes Licht. Ideal als Gartenlampe, für den romantisch gedeckten Tisch, Grillpartys, Camping, zur Dekoration, zum Essen im Freien – einfach für alle Outdoor-Aktivitäten, bei denen Du nach Sonnenuntergang eine gemütliche, idyllische Abendstimmung erzeugen möchtest. Am Abend oder in der Nacht kannst Du das Sonnenglas über den magnetischen Bügelschalter einschalten. Die vier solarbetriebenen LED-Leuchten erzeugen einen wunderschönen, hellen Lichtschein. So hell, dass Du gut dabei lesen kannst.

Und: Das Glasgefäß ist zu 100% recyclebar und wird unter Fair-Trade Bedingungen in Südafrika produziert. Es wurde als vollwertige Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Stromversorgung hergestellt und schafft neben Licht auch Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten!

Das Besondere: Du kannst Dein Sonnenglas innen nach Deinen Wünschen selbst gestalten: Mit Sand, getrocknete Blumen, Muscheln, Kieselsteinen… Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Kaufen kannst du es für 29,90 Euro (Versandkosten kommen keine hinzu!) HIER. Merry Xmas! (Naja, fast..)

01 Das Sonnenglas mit Schleife geschmueckt als Gartenlampe

The Good Gift Guide – Nachhaltige Geschenke für Große

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So, pünktlich zum ersten Dezember gibt es heute den Good Gift Guide für Erwachsene. Ich weiß nicht genau, was in diesem Jahr los ist, aber ich habe das Gefühl, ich bin total last minute, denn:
– Gestern morgen habe ich mehr oder weniger liebevoll den „Adventskranz“ aufgestellt – und die Rechtfertigung meines ebenso Lastminute-Verlegenheitskaufs eben dieses Metallgestänges mit vier Kerzen des großen Kaffeerösters damit abgetan, dass Mini-Man einen schönen Tannenkranz ohnehin nur ruinieren würde – und war vollkommen überrascht, dass selbst dieses Ding bei Mini-Me große leuchtenede Kinderbegeisterungsaugen hervorruft: „Mama, Mama, zünden wir eine Kerze an? Ja? Ja? Ja? Jetzt? Jetzt? Bitte! Bitte!“.
– Habe also ein mega schlechtes Gewissen, dass ich nicht doch ein bisschen mehr Energie in wenigstens eine klitzekleine hübsche Weihnachtsdeko investiert habe und diese Begeisterung mit meinen Kindern teile. Grmpf.
– Gestern Abend bin ich erfolgreich gescheitert beim Adventskalenderaufhängen (immerhin gibts zwei für Mini-Me, da die Oma auch gebastelt hat. Und der hat es sogar richtigen Spaß gemacht) und die Beutelchen irgendwie versucht zu drapieren. Rabenmutter.
– Und gleichzeitig erzählen alle um mich rum, dass sie schon alle Geschenke gekauft und teilweise schon verpackt haben (ich habe doch noch kein einziges, weil ich die Liste, wer was bekommt einfach nicht hinkriege. Und außerdem sind Pinguine eine echte Marktlücke!), auf Facebook posten alle ihre Angeber Weihnachtsdeko (sorry, ich finds ja schön, aber muss das sein?!) und ich hätte lieber gerne Sommer. Kann ich Sommer haben? Bitte? Ach, das wäre toll.

Egal, gute Geschenkideen für Erwachsene gibts jetzt trotzdem und alle, die noch nicht so super duper perfekt vorbereitet sind, finden hier vielleicht ein paar Anregungen:

1. Cancer Charity-Supporting Jewelry von Hope22:

Bildschirmfoto 2014-12-01 um 10.27.23Zugegeben, „Charity“ Schmuck klingt ein bisschen nach viel Schein und wenig Sein. Ist es aber nicht, ganz und gar nicht. Bei meiner Recherche nach Dingen, die durch ihren Kauf etwas Gutes tun, bin ich recht schnell auf Hope22 gestoßen und habe Eva Einsiedel, die Geschäftsführerin, gleich um ein paar Antworten gebeten. Doch erst die Fakten: Hope22 macht sehr sehr schöne Schmuckstücke, die zwar preislich nichts für die beste Freundin, sehr wohl aber für tolle Ehefrauen, Lebenspartnerinnen oder als Gemeinschaftsgeschenk für alle Superfrauen sind. Die Charity daran? Fünf Prozent des Umsatzes spendet Eva Einsiedel an Krebs-Charity Projekte. Fünf Prozent klingt wenig? Habe ich auch gedacht und eben deshalb nachgefragt. 

„Da ein Käufer aus meiner Sicht immer ganz genau wissen sollte wie viel Euro auch 100% bei Charityprojekten ankommen, musste ich einen Prozentsatz festlegen. 5% hört sich wenig an, ist aber der Betrag den ich sicher garantieren kann und nach Ausgaben für die Produktion und den Webshop recht viel. Meine Arbeitszeit für Design der Kollektion, Erstellung des Webshops und der Kataloge, Auswahl und Koordination der Produzenten, Messeauftritte, Packagingdesign etc. ist unentgeltlich.“ 

Eva Einsiedel hat nämlich vor einigen Jahren ihre eigene Mutter an den Krebs verloren. Seither arbeitet sie ehrenamtlich bei der DKMS und gibt dort Krebspatientinnen Kosmetikseminare. Also liebe Herren da draußen, wenn ihr eurer Liebsten Schmuck schenken wollt, dann doch bitte diesen!

2. Gute Kosmetik bei All for Eve:
Alte Leser kennen ihn schon, neuen (juhu, schön dass ihr da seid!) sei er wärmstens empfohlen: Der Online Kosmetik Shop All for Eve, das „Organic Beauty Paradies“. Mit Eva Grossert, der Wächterin des Paradieses, bin ich schon seit der Shoppingdiät in Kontakt und im nächsten Jahr werden wir uns endlich einmal persönlich treffen, ich freu mich schon total drauf, denn als alter Beauty-PR-Hase finde ich es natürlich total toll, was sie da auf die Beine gestellt hat. Und auch sie habe ich um ihre Empfehlungen für besonders gute Geschenke gebeten und stelle euch hier ihre Auswahl vor. Aber natürlich eigentlich sind alle ihre Produkte kaufenswert, denn:

„Alle unsere Partner haben ein gemeinsames Ziel: die schönsten, aufregendsten, luxuriösesten und kultigsten Kosmetikprodukte zu präsentieren, inspiriert von dem Gedanken, den Markt der Schönheitspflege durch ein Bekenntnis für ethische Grundsätze zu revolutionieren“. Und, was ich auch sehr wichtig finde: „Ganz sicher sind wir keine Öko-Freaks, Extremisten und auch keine Moralapostel. Wir möchten jedoch ein Stück Verantwortung dafür übernehmen, dass das, was wir unserer Haut bieten, gut für uns, unsere Kinder und gut für die Umwelt ist, damit wir das Paradies Erde so lange wie möglich genießen können.“
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ila-Spa: Die Firma arbeitet rein ethisch und vorwiegend mit lokalen Kooperativen zur Erzeugung der Rohstoffe und kennt jedes Anbaugebiet und jeden Pflücker „namentlich. Die Pflanzen werden von den Ureinwohnern nach traditionellen und nachhaltigen Methoden gepflanzt und geerntet.
Apple & Bears, die sich für Brustkrebs engagieren. Von jedem Verkauf der Produkte gehen 5% an Breast Cancer Care.
Die Marke Yarok spendet 3% der jährlichen Gewinne an die Pachamama Alliance zur Unterstützung und Schutzes indigener Völker und des Amazonas-Regenwaldes.

3. Mit Schokolade die Welt retten: Original Beans

2014_Tafeln_MoodKlingt blöd? Is aber so! Diese tolle Schokoladenfirma, die yummy Schokolade macht, die mit allen möglichen tollen Preisen ausgezeichnet wurde und in allen möglichen tollen Sterne-Restaurants serviert wird, wurde nicht gegründet, weil es zu wenig Schokolade gibt auf dieser Welt. Sondern, weil man mit Schokolade die Welt retten kann! Für jede verkaufte Tafel (und ich sag nochmal: yummy!) pflanzt Original Beans nämlich im Regenwald der Anbaugebiete einen Baum und forstet somit die grüne Lunge unserer Erde wieder auf. Und verbessert außerdem die Lebensbedingungen der Farmer vor Ort, die von Original Beans geschult, angeleitet und unterstützt werden. Mit dem ganzen Engagement (das hier ist nur eine sehr unvollständige Aufzählung) und einer Verpackung INKLUSIVE Folie, die ganz einfach in den Biomüll oder Kompost geworfen werden kann, ist Original Beans klimaPOSITIV. Heißt also, der Genuss dieser Schokolade macht die Welt besser, denn er wirkt sich positiv auf unser Klima, den Regenwald, die Lebensbedingungen der Menschen in wirklich armen Gebieten dieser Erde aus. Gibts in allen Biomärkten (außer bei Alnatura, aber da vielleicht auch bald) und falls ihr es noch nicht wisst: yummy!

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4. Sonne für immer: Das Sonnenglas

Bildschirmfoto 2014-12-01 um 11.44.39Das Sonnenglas steht auf meinem persönlichen Wunschzettel und ich würde es sofort selbst verschenken, weiß nur irgendwie nicht wem. Das Prinzip der Sonne für zuhause ist total simpel und geradezu genial: das Sonnenglas speichert während des Tages Energie, die es dann nachts in Form von Licht wieder abgibt. Diese Methode der Lichterzeugung ist nachhaltig, stellt einen einfachen Weg dar, umweltbewusst zu leben und macht einfach Spaß. Wenn Du es in die Sonne stellst, werden die LED-Akkus aufgeladen und spenden dann für viele Stunden weiches, trotzdem helles und nicht blendendes Licht. Am Abend oder in der Nacht kannst Du das Sonnenglas über den magnetischen Bügelschalter einschalten. Die vier solarbetriebenen LED-Leuchten erzeugen einen wunderschönen, hellen Lichtschein. So hell, dass Du gut dabei lesen kannst. Und das beste daran: Du kannst dein Sonnenglas innen so gestalten wie du es magst: Mit Sand, getrockneten Blumen, Muscheln, Kieselsteinen… Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Natürlich ein echtes Fair-Trade Produkt und zwar aus Südafrika: Es wurde entwickelt als vollwertige Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Stromversorgung. Das Sonnenglas hat bisher über 55 Vollzeit-Arbeitsplätze für zuvor arbeitslose Männer und Frauen geschaffen; sie stellen es zum Großteil in Handarbeit her. Willst du auch Sonne für dunkle Winternachmittag, auch noch individuell gestaltet? Dann hier kaufen!

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Und dann noch ein paar Shops, die man auch guten Gewissens empfehlen kann:

5. Avocado Store: Marktplatz für eco fashion & green lifestyle. Die Aufmachung der Modeseiten find ich immer noch sehr naja, aber es gibt auch Accessoires, Sachen zum Wohnen und Leben, Spielzeug und anderen Krams. Nur Produkte, die den von Avocado aufgestellten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen und die sind gut! 

6. Glore: Your globally responsible fashion store. Besser fotografierte Modesachen, gute Marken und auch allerlei Lifestyle Krams. War in Hamburg im Glore Fashion Store und hab zwar leider nix gefunden, aber die Aufmachung ist echt toll und stöbern lohnt sind!

7. Faire Buchläden: www.ecobookstore.dewww.buch7.dewww.fairbuch.de

Und noch mehr gibts hier, mal wieder bei utopia. So und jetzt bitte ran an die Geschenke! Und auch gleich einpacken, fertig machen, verschicken und freuen. Denn Himmel, es ist ja bald Weihnachten! Happy Monday!

The Good Gift Guide: Nachhaltige Geschenke für Weihnachten

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So ihr Lieben, heute gibt es endlich Teil 1 des Good Gift Guide für nachhaltige Weihnachtsgeschenke. Denn wer suchet, der findet und ich habe tatsächlich einige sehr tolle Sachen gefunden, die ich meinen Lieben schenken kann. Wichtig ist mir dabei: Ich will nicht irgendeinen Quatsch schenken und vor allem nicht schenken, weil man zu Weihnachten etwas schenken muss, sondern etwas, das Sinn macht, das die Beschenkten brauchen können, das schön ist und nicht nach öko, eso, alternativ oder irgendwie zwar bio, aber nicht hübsch aussieht. (Also keine Holzarmband-Uhr oder Kork-I-Pad-Tasche!) Und das irgendwie leistbar ist, denn genau wie faire „Mode“ sind nachhaltige Geschenke oft ein bisschen teurer. Dennoch: Alles total easy? Tatsächlich!

Los gehts heute mit den Geschenkideen für Kinder. Und Kinder, ist das schwer (also doch nicht so easy)! Denn sobald die nicht mehr ganz klein und in der Lage sind, ihre Wünsche zu äußern, heißen die meistens „Playmobil Piratenschiff“ oder „Puppenhaus“ oder „Brio Eisenbahn“ oder sowas. Und ehrlich gesagt finde ich das auch ganz tolle Geschenke, denn die haben sie in der Regel richtig lang und das ist in dem Sinne auch wieder nachhaltig. Aber alle, die was für ihre Patenkinder, Neffen und Nichten, Enkel oder die andere tolle Kinder suchen, die sie vorher nicht gefragt haben, finden hier vielleicht ein paar Anregungen:

1. Das Buch „Mein kleiner Fisch“:
Wie es das Schicksal so wollte, bekam ich heute morgen eine Email von Julia. Die ist Designerin und hat in Eigenregie das Kinderbuch „Mein kleiner Fisch“ entworfen und verlegt – und zwar möglichst ökologisch. Das Buch wird in Deutschland produziert, das Papier ist FSC verifiziert und den Drucker kennt Julia mittlerweise ganz gut, einige Arbeitsschritte wurde in der Druckerei sogar in Handarbeit gemacht. Entsprechend hat sie alles etwas mehr gekostet, aber das hat sich gelohnt! Finanziert hat sie das Buch über eine erfolgreiche crowdfounding Kampagne. Kaufen könnt ihr es für 15 EUR hier im Sonderfarben Verlag. Ein tolles Geschenk für kleine Geschichtenliebhaber!

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2. Der neue Onlineshop www.plasno.de:
Dieser neue Onlineshop hat pünktlich zum Weihnachtsgeschenkewahn eröffnet und bietet – wie der Name schon sagt – plastikfreie Geschenkideen. Die sind auch noch recht schick (die meisten zumindest) und nachhaltig. Schaut euch mal um, es gibt allerlei für Groß und klein. Hier meine Favoriten für Kinder:

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Tafelservice für Kinder – HUNGRY KIDS – zu 100% plastikfrei für 19,95 EUR. Mini-Man will inzwischen unbedingt selbst essen (und das klappt ja sooooo gut…..), warum also nicht von diesem süßen Geschirr?

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Großes Piratenschiff mit vielen Extras, 59,90 EUR. Das würde ich glatt meinem Patenkind schenken, wenn das nicht gerade in Singapur leben würde und außerdem total verrückt nach Pinguinen wäre. Und es ist gar nicht so leicht, etwas cooles nachhaltiges mit Pinguinen zu finden…

3. öko, fair und wunderbar:
Der Online-Shop schoener.waers.wenns.schoener.waer
Cooler Name, cooler Shop, coole Sachen! Unbedingt mal reingucken. Alles nachhaltig, die Kriterien für die Nachhaltigkeit stehen bei den Produkten dabei. Gibt nicht nur Kindersachen, sondern auch Möbel, Wohnaccessoires, Bücher und Krams. Aber hier meine Favoriten für die Kleinen:

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Täschchen ‚Make-Up Pouch‘ – Wal: Damit auch Mini-Man vernünftig reisen kann und seine Zahnbürste nicht im rosa Waschbeutel seiner Schwester stecken muss. Oder zur Unterbringung von Stiften, der Reiseapotheke oder Gläschenmahlzeiten. Biologischer Anbau/Herstellung, Faire Produktion, Nachwachsende Rohstoffe. Für 12,50 EUR. Wäre doch bloß ein Pinguin drauf…

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Kinder Künstler Kritzel Mini Malbuch: Für drinnen, für draußen, für überall, für 3,95 EUR. Für die Nachbarskinder, Kinderfreunde, Patenkindergeschwister, Kinder von Freunden…

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Jedes Kind braucht einen Ball! Zugegeben, dieses Exemplar ist nicht das günstigste (16 EUR), aaaaaber: er ist aus Butyl, einem Kunststoff, der – im Gegensatz zum natürlichen Latex – weniger anfällig ist, nach längerer Zeit luftdurchlässig zu werden. Und handgenäht und fairtrade. Und es ist eine Weltkarte drauf!!

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Ein Tante Emma Laden aus Pappe! Ja, nochmal zugegeben, ich bin ein echter Pappe-Fan und habe unser Wohnzimmer neulich mit einen Kinder Papptisch und zwei Hocker bereichert. Auf dem jetzt gemalt wird, damit am Kinderholztisch nebenan nur noch gegessen werden muss. Nicht ganz so sinnig, aber naja, was soll ich sagen, jeder hat so seine Schwächen. Und da wir für einen dauerhaft installierten Holzkaufladen momentan keinen Platz haben (vielleicht, wenn wir einen Kindertisch loswerden…), finde ich diesen hier eine tolle und recht günstige Lösung (44 EUR). Und Mini-Me spielt gerade sehr gerne einkaufen (allerdings am liebsten mit Registrierkassen aus Plastik, die laute Pieps-Geräusche machen…)

Es gibt noch jede Menge andere tolle Sachen in dem Shop und ich habe meinen persönlichen Warenkorb schon ganz schön voll geladen – was mich gerade wirklich ziemlich freut, denn bisher bin ich selbst noch gar nicht so dazu gekommen, mich mit Weihnachten zu beschäftigen (Aber ich habe immer noch keinen Pinguin…!). Und weil ich nun schon ziemlich weit bin, hier noch ein paar Tips für nachhaltige, ganz coole Kinderläden, in denen sich stöbern lohnt:

4. Der Onlineshop echtkind.de
5. Rasselfisch, nicht nur in den Städten, sondern auch online! (Wenn ich groß bin, will ich auch einen Rasselfisch-Laden haben!)
6. Natürlich nicht zu vergessen: dawanda, etsy und notonthehighstreet. Handgemachte Sachen, zum Teil bio (kann man extra danach suchen) und auf jeden Fall individuell und besonders. Aber kennt ihr wahrscheinlich schon…

Natürlich sind meine Tips nur eine kleine Auswahl und treffen bestimmt nicht zu hundert Prozent euren Geschmack. Aber vielleicht findet ihr hier eine Anregung für sinnvolle Geschenke und wenn ihr nach nachhaltigen Geschenkideen googlet (wie schreibt man das eigentlich?) oder bei utopia reinschaut garantiert noch viele viele mehr. Am Freitag gibt es die Geschenktips für die Großen und da hab ich auch ein paar wirklich tolle Sachen entdeckt. Also, stay tuned for the next episode of nachhaltige Weihnachten mit Stil!

Shoppinghell for Xmas oder Howtobegood-Challenge im Dezember

Eigentlich wollte ich diesen Text schon gestern veröffentlichen, aber dann kam mir der Schal fürs Leben dazwischen. Doch eine bessere Einleitung für das heutige Thema gibts eigentlich gar nicht, auch wenns heute schon wieder ein bisschen Gemecker und einen erhobenen Zeigefinger gibt (Sorry! Aber ich verspreche mit gutem Ende!). Daher nun Film, äh Text ab:

Am Wochenende waren wir in der Stadt. In der Stadt! Alle zusammen! Für viele von euch vielleicht nix besonderes, aber für uns Inzwischennichtmehrsoneu-Landeier was ziemlich außergewöhnliches. In der Stadt! An einem Samstag!

Gewöhnlich treffe ich nämlich lieber irgendwelche (lieben) Leute, wenn ich mal nach München fahre. Zum Bummeln oder Shoppen, dazu komme ich meistens nicht, aber genau das hatten wir am Samstag vor. Neue Sneakers sollten es werden, für den großen Mann und für mich, er brauchte außerdem noch irgendwelche Socken-Unterwäsche-Basics und sonst wollten wir ein bisschen gucken. Stadtluft schnuppern, endlich mal wieder. Nach monatelangem höchstensmalinStarnbergoderWeilheim „Einkaufen“, fühlte sich das fast wie ein Trip in New York an. So aufregend! (Oh Gott, was ist nur aus mir geworden!)

Und als wir nach einem leckeren Mittagsstop bei Ringlers (not vegan…) die Sendlinger Straße zur Fußgängerzone entlang schlenderten, glotze ich auch erst einmal genau wie jemand, der zum ersten Mal im Big Apple ist. Alles neu hier! Lauter neue Läden! Nicht mal mehr den viel zu teuren Stierblut, in dem ich zwar eher viel geguckt als viel gekauft habe, konnte ich finden. Aber: Was für Massen Klamotten hängen in diesen Läden! Als wir beim Adidas Laden in der Hofstatt ankommen bin ich schon recht ernüchtert: Wer um Himmels Willen braucht diesen ganzen Krams? Würde ich wirklich etwas kaufen wollen, ich hätte nicht die geringste Ahnung, wie ich mich entscheiden sollte. Und so geht es mir auch bei Adidas, irgendwie sind alle Schuhe ganz cool, aber kein Paar haut mich so vom Hocker, dass ich es wirklich haben will. Und eins habe ich ja durch meine Shoppingdiät: Never buy anything wenn du nicht wirklich überzeugt bist.

Zwei Stunden später ist klar: Ich kann nicht mehr. Dieser Überkonsum macht mich fertig. Und auch wenn ich immer noch keine vernünftige faire, nachhaltige, leistbare Büromode gefunden habe, die ganzen Ketten haben mich erstmal als Kundin verloren. Weil sie natürlich auch keinen Deut besser sind als H&M und weil mich diese Massenproduktion total abtörnt. Wenn ich in Zukunft etwas kaufe (und ich hätte zum Beispiel gerne eine schöne graue Strickjacke, zwei Paar neue Stiefel und eben termintaugliche Kleider oder Hosen. Ach und natürlich die Sneakers…), dann  bei kleinen Läden und Marken.

Und ich habe einen Entschluss gefasst: Zu Weihnachten verschenke ich nur selbstgemachte Dinge oder – weil ich vermutlich die Zeit bis dahin nicht nur häkelnd, bastelnd oder nähend an meiner neuen Nähmaschine verbringen kann (die steht nämlich  noch umausgepackt im Keller) – Sachen, die durch ihren Konsum etwas Gutes bewirken.

Also Produkte, die zum Beispiel klimapositiv sind, die aus einer Behindertenwerkstatt stammen, einen größeren Sinn haben oder die komplett upgecycled sind. Oder oder, Beispiele gibts zum Glück einige. Wer Tips hat, immer her damit, denn natürlich möchte ich meine Liebsten mit etwas beglücken, das nicht nur etwas Gutes tut, sondern ihnen mit etwas Schönem eine echte Freude macht. Einige wirklich tolle Dinge, die überhaupt nicht öko, eso oder sonst irgendwie komisch, sondern ziemlich schick sind, habe ich schon gefunden und ich werde sie hier in einem Good-Gift-Guide oder auf meiner Facebook Seite (bitte alle liken!) vorstellen. Dann könnt ihr auch alle sinnvolle Sachen zu Weihnachten schenken 🙂

Und, da das als Howtobegood-Challenge wahrscheinlich genauso wenig ausreicht wie der Schal fürs Leben, habe ich auch schon eine Idee für die nächste. Die hat auch was mit Flüchtlingskindern zu tun und werde ich euch spätestens nächste Woche noch vorstellen. Aber natürlich freue ich mich auch über eure Vorschläge, denn so wars ja eigentlich gedacht. Vielleicht habt ihr ja eine Idee, was ich im Dezember Gutes tun sollte? In diesem Sinne: Happy (vegan) Wednesday! (Wen’s interessiert, heute Mittag gibt es bei mir dieses Zucchini-Süßkartoffel-Curry. Yummy.)

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Shoppingtipps gesucht oder warum H&M für mich jetzt gar nicht mehr geht

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Shoppingdiät sucht Shoppingtipps, wie kann das denn sein? Nun ja, mein shoppingfreies Jahr liegt ja schon ein Weilchen zurück und inzwischen kaufe ich wieder. Ein bisschen was. Aber: viel viel weniger und ausgewählter (ich hoffe, auch Maxi-Man stimmt hier zu!). Und weil ich gerade keine Ahnung habe wo ich das, was ich brauche herbekomme, frage ich euch: Ich brauche ganz dringend ein paar leistbare, irgendwie gut, nachhaltig und fair produzierte Büro-Klamotten. Denn auch wenn ich in meinem Kinderparadies Homeoffice eigentlich sitzen könnte, wie ich wollte, so habe ich doch hin und wieder mal Termine für die ich mich ein bisschen aufhübschen muss will und meine Aufhübsch-Garderobe ist ziemlich in die Jahre gekommen.

Früher wäre ich einfach bei H&M vorbei gesurft und hätte mir eine Riesen Kiste mit jeder Menge Büroklamotten-Auswahl liefern lassen. Und weil ich ja viel viel weniger kaufe, hätte ich das eigentlich sogar letzte Woche noch gemacht – obwohl ich weiß, dass die Schweden ordentlich Dreck am Stecken haben. Aber ich dachte sehr lange, dass sie wenigstens ein bisschen besser sind als die anderen da draußen und dass die schwedische Nachhaltigkeitsabteilung nicht nur versucht, etwas ins Rollen zu bringen, sondern in einigen Bereichen auch schon ganz gut voran gekommen ist. Aber dann veröffentlichte der Blog Dandy Diary ein (sehr wahrscheinlich gefaktes) Video über die Produktion der neuen H&M Alexander Wang Kollektion in Indien, in dem Kinder an den Nähmaschinen sitzen. Das Video ist auf Druck von H&M inzwischen aus dem Internet verschwunden und warum genau sich die Jungs von Dandy Diary (die eigentlich permanent über die Big Player der Modewelt berichten und mit denen ihr Geld verdienen!) auf dieses Glatteis begeben haben, keine Ahnung, denn das kann einem Selbstmord gleich kommen. David gegen Goliath nennen sie selbst ihre Aktion und ich bin gespannt, wie sie weiter geht. Wer mehr lesen will, kann das hier bei Spiegel Online oder Stylebook tun.

Bewirkt hat Dandy Diary auf jeden Fall einiges: Denn obwohl ich auch sicher bin, dass die Kinder in dem Video nicht die H&M Kollektion nähen, so unsicher bin ich mir, ob nicht irgendwo anders welche sitzen, die eben doch unsere Klamotten nähen. Und das geht neben all den anderen furchtbaren Zuständen in der Textilbranche einfach gar nicht. Wachrütteln sollte das Video, und das ist gelungen. Daher liebe alle: schickt mir eure Tips, wo ich nette, gute, faire, nachhaltige Büro-Outfits herkomme, die nicht 500 Euro kosten und die nicht nach Fräulein Brusselius aussehen. Ich bin gespannt, was ihr so aus dem Hut zaubert!