The Good Gift Guide: Nachhaltige Geschenke für Weihnachten

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So ihr Lieben, heute gibt es endlich Teil 1 des Good Gift Guide für nachhaltige Weihnachtsgeschenke. Denn wer suchet, der findet und ich habe tatsächlich einige sehr tolle Sachen gefunden, die ich meinen Lieben schenken kann. Wichtig ist mir dabei: Ich will nicht irgendeinen Quatsch schenken und vor allem nicht schenken, weil man zu Weihnachten etwas schenken muss, sondern etwas, das Sinn macht, das die Beschenkten brauchen können, das schön ist und nicht nach öko, eso, alternativ oder irgendwie zwar bio, aber nicht hübsch aussieht. (Also keine Holzarmband-Uhr oder Kork-I-Pad-Tasche!) Und das irgendwie leistbar ist, denn genau wie faire „Mode“ sind nachhaltige Geschenke oft ein bisschen teurer. Dennoch: Alles total easy? Tatsächlich!

Los gehts heute mit den Geschenkideen für Kinder. Und Kinder, ist das schwer (also doch nicht so easy)! Denn sobald die nicht mehr ganz klein und in der Lage sind, ihre Wünsche zu äußern, heißen die meistens „Playmobil Piratenschiff“ oder „Puppenhaus“ oder „Brio Eisenbahn“ oder sowas. Und ehrlich gesagt finde ich das auch ganz tolle Geschenke, denn die haben sie in der Regel richtig lang und das ist in dem Sinne auch wieder nachhaltig. Aber alle, die was für ihre Patenkinder, Neffen und Nichten, Enkel oder die andere tolle Kinder suchen, die sie vorher nicht gefragt haben, finden hier vielleicht ein paar Anregungen:

1. Das Buch „Mein kleiner Fisch“:
Wie es das Schicksal so wollte, bekam ich heute morgen eine Email von Julia. Die ist Designerin und hat in Eigenregie das Kinderbuch „Mein kleiner Fisch“ entworfen und verlegt – und zwar möglichst ökologisch. Das Buch wird in Deutschland produziert, das Papier ist FSC verifiziert und den Drucker kennt Julia mittlerweise ganz gut, einige Arbeitsschritte wurde in der Druckerei sogar in Handarbeit gemacht. Entsprechend hat sie alles etwas mehr gekostet, aber das hat sich gelohnt! Finanziert hat sie das Buch über eine erfolgreiche crowdfounding Kampagne. Kaufen könnt ihr es für 15 EUR hier im Sonderfarben Verlag. Ein tolles Geschenk für kleine Geschichtenliebhaber!

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2. Der neue Onlineshop www.plasno.de:
Dieser neue Onlineshop hat pünktlich zum Weihnachtsgeschenkewahn eröffnet und bietet – wie der Name schon sagt – plastikfreie Geschenkideen. Die sind auch noch recht schick (die meisten zumindest) und nachhaltig. Schaut euch mal um, es gibt allerlei für Groß und klein. Hier meine Favoriten für Kinder:

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Tafelservice für Kinder – HUNGRY KIDS – zu 100% plastikfrei für 19,95 EUR. Mini-Man will inzwischen unbedingt selbst essen (und das klappt ja sooooo gut…..), warum also nicht von diesem süßen Geschirr?

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Großes Piratenschiff mit vielen Extras, 59,90 EUR. Das würde ich glatt meinem Patenkind schenken, wenn das nicht gerade in Singapur leben würde und außerdem total verrückt nach Pinguinen wäre. Und es ist gar nicht so leicht, etwas cooles nachhaltiges mit Pinguinen zu finden…

3. öko, fair und wunderbar:
Der Online-Shop schoener.waers.wenns.schoener.waer
Cooler Name, cooler Shop, coole Sachen! Unbedingt mal reingucken. Alles nachhaltig, die Kriterien für die Nachhaltigkeit stehen bei den Produkten dabei. Gibt nicht nur Kindersachen, sondern auch Möbel, Wohnaccessoires, Bücher und Krams. Aber hier meine Favoriten für die Kleinen:

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Täschchen ‚Make-Up Pouch‘ – Wal: Damit auch Mini-Man vernünftig reisen kann und seine Zahnbürste nicht im rosa Waschbeutel seiner Schwester stecken muss. Oder zur Unterbringung von Stiften, der Reiseapotheke oder Gläschenmahlzeiten. Biologischer Anbau/Herstellung, Faire Produktion, Nachwachsende Rohstoffe. Für 12,50 EUR. Wäre doch bloß ein Pinguin drauf…

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Kinder Künstler Kritzel Mini Malbuch: Für drinnen, für draußen, für überall, für 3,95 EUR. Für die Nachbarskinder, Kinderfreunde, Patenkindergeschwister, Kinder von Freunden…

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Jedes Kind braucht einen Ball! Zugegeben, dieses Exemplar ist nicht das günstigste (16 EUR), aaaaaber: er ist aus Butyl, einem Kunststoff, der – im Gegensatz zum natürlichen Latex – weniger anfällig ist, nach längerer Zeit luftdurchlässig zu werden. Und handgenäht und fairtrade. Und es ist eine Weltkarte drauf!!

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Ein Tante Emma Laden aus Pappe! Ja, nochmal zugegeben, ich bin ein echter Pappe-Fan und habe unser Wohnzimmer neulich mit einen Kinder Papptisch und zwei Hocker bereichert. Auf dem jetzt gemalt wird, damit am Kinderholztisch nebenan nur noch gegessen werden muss. Nicht ganz so sinnig, aber naja, was soll ich sagen, jeder hat so seine Schwächen. Und da wir für einen dauerhaft installierten Holzkaufladen momentan keinen Platz haben (vielleicht, wenn wir einen Kindertisch loswerden…), finde ich diesen hier eine tolle und recht günstige Lösung (44 EUR). Und Mini-Me spielt gerade sehr gerne einkaufen (allerdings am liebsten mit Registrierkassen aus Plastik, die laute Pieps-Geräusche machen…)

Es gibt noch jede Menge andere tolle Sachen in dem Shop und ich habe meinen persönlichen Warenkorb schon ganz schön voll geladen – was mich gerade wirklich ziemlich freut, denn bisher bin ich selbst noch gar nicht so dazu gekommen, mich mit Weihnachten zu beschäftigen (Aber ich habe immer noch keinen Pinguin…!). Und weil ich nun schon ziemlich weit bin, hier noch ein paar Tips für nachhaltige, ganz coole Kinderläden, in denen sich stöbern lohnt:

4. Der Onlineshop echtkind.de
5. Rasselfisch, nicht nur in den Städten, sondern auch online! (Wenn ich groß bin, will ich auch einen Rasselfisch-Laden haben!)
6. Natürlich nicht zu vergessen: dawanda, etsy und notonthehighstreet. Handgemachte Sachen, zum Teil bio (kann man extra danach suchen) und auf jeden Fall individuell und besonders. Aber kennt ihr wahrscheinlich schon…

Natürlich sind meine Tips nur eine kleine Auswahl und treffen bestimmt nicht zu hundert Prozent euren Geschmack. Aber vielleicht findet ihr hier eine Anregung für sinnvolle Geschenke und wenn ihr nach nachhaltigen Geschenkideen googlet (wie schreibt man das eigentlich?) oder bei utopia reinschaut garantiert noch viele viele mehr. Am Freitag gibt es die Geschenktips für die Großen und da hab ich auch ein paar wirklich tolle Sachen entdeckt. Also, stay tuned for the next episode of nachhaltige Weihnachten mit Stil!

Das hab ich nicht wirklich gesagt, oder?

Neulich so: „Halt! Halt halt HALT Stop! NICHT!“… „NICHT am Computer ziehen!“… „Mini-Me, lass den Computer los!“… „Hallo, hörst du mich? Lass bitte den Computer los!“… „Hallo! Mini-Me! Lass den Computer los!“… „Hör mir mal zu: Wenn du an dem Computer ziehst, kann der runterfallen. Und wenn er runterfällt, geht er kaputt.“…“Hallo, schau mich an! Wenn der Computer kaputt geht, ist das ganz ganz schlimm.“…“Hörst du mich? Der Computer darf auf gar gar keinen Fall kaputt gehen, denn er ist ganz ganz wichtig für mich, verstehst du?“…“Mini-Me, schau mich bitte an! Ich brauche den Computer zum Arbeiten. Und wenn der kaputt geht, kann ich nicht mehr arbeiten. Und das ist wirklich schlimm.“…“Mensch, jetzt hör mir doch mal zu! Der Computer darf auf gar keinen Fall kaputt gehen!“… „Verstehst du? Der Computer darf NICHT kaputt gehen.“…“Wenn der Computer kaputt geht, ist das genauso schlimm wie wenn DU kaputt gehen würdest!“

Beim zweiten Kind ist alles anders oder Wer braucht schon Schlaf

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Liebe Zweit-Mamas oder Paps unter euch, geht es euch auch so? Seid ihr beim zweiten Kind auch viel weniger konsequent oder müsst ständig neue Erziehungstricks aus eurem Hut zaubern, weil die alt bewährten bei Nummer zwei total versagen? Bei mir ist das ständig so. Vieles, was ich beim ersten Kind erfolgreich erprobt habe, klappt beim zweiten überhaupt nicht und ich zweifle gerade an mir und meiner (In)Konsequenz.

Mini-Me zum Beispiel würde heute gerne noch immer mal wieder Gläschchen essen, denn scheinbar vertraut auch sie Herrn Hipp mehr als der Kochkunst ihrer Mutter. Mini-Man hingegen verlangte von Anfang an, dass ich diese entsprechend ausbaue und nahm eigentlich nur selbstgekochten Brei zu sich. Toll dass es solch kluge Geräte wie den Avent Dampfmixer gibt, mit denen das selbst Kochblödies wie ich hinkriegen. Oder: Mini-Me schlief außer an ein paar ganz wenigen Kranktagen nie in unserem Bett. Weil wir kein Fan vom Familienbett sind und weil sie das auch nie verlangte. Mini-Man hingegen nistete sich dort schon in seiner ersten Lebenswoche ein, weil er dicht an einen von uns rangekuschelt schon als Neugeborener fast die ganze Nacht durchschlief (leider hielt dieser Zustand nicht an…) und Schlaf für Eltern sowas wie eine Truhe voller Goldmünzen ist und damit nichts, das man gerne wieder hergibt.

Und Mini-Me muss man manchmal in Ruhe lassen, vor allem wenn man sie beruhigen oder zum Einschlafen bringen will. Schon als Baby weinte sie sich manchmal in den Schlaf und so unschön das ist, es hätte das absolute Gegenteil bewirkt, sie ewig lang zu betäschteln. Mini-Man dagegen kommt so richtig in Schwung, wenn man ihn alleine lässt. Soll er einschlafen und hat dazu keine Lust obwohl er zum Umfallen müde ist, muss man ihn so lange betüdeln, besingen oder streicheln, bis der kleine Wutprinz in ihm zur Ruhe kommt. Und das kann manchmal Stunden dauern, denn ziemlich lange findet er es viel witziger mit seinem Leuchtschnuller Jedi-Ritter zu spielen, mit seiner Stimme krrrrchhhh krchhhh Laute auszuprobieren oder lauthals „nein nein nein nein“ zu singen.

Und hier liegt der Hung begraben: Seit etwa zwei Monaten wird Mr. Nein, äh Mini-Man, so gut wie jede Nacht wach. Und verlangt dann 1. den Platz seines nächtlichen Schauspiels in unser Bett zu verlegen (denn er schläft eigentlich inzwischen in seinem eigenen in seinem Zimmer) und 2. irgendwann, nach so einer halben bis eineinhalb Stunden, eine Milchflasche. Während dieser Zeit macht er vornehmlich Fitnesstraining in dem er sich mit voller Wucht in unserem Bett hin und her wirft und regeneriert sich zwischendurch in akutem Sekundenschlaf – um kurz drauf wieder aufzuwachen und meine Frisur mit Dreadlocks zu verschönern (ich überlege es ernsthaft einer Freundin von mir gleichzutun. Die legte ihrem Sohn, der auch nur einschlief wenn er ihr ewiglang an den Haaren zupfen konnte, eine Perücke ins Bett). Das Training endet erst, wenn ich irgendwann in die Küche wanke um ihm ein Fläschchen zu machen – das er laut Kinderärztin und allen Ratgebern (die mir eigentlich ziemlich schnuppe sind) nicht mehr braucht und die eigentlich auch schon monatelang kein Thema mehr war. Mini-Me hätte ich damals einfach in ihr Zimmer verfrachtet und allenfalls dem gut gemeinten, (aber nur mäßig funktionierendem) Tipp, alle fünf Minuten mal gucken zu gehen um dem Kind zu zeigen, dass man noch da ist, gefolgt. Und sie hätte sich garantiert in den Schlaf geweint, was immer noch nicht schön ist, aber sie hätte geschlafen (Gold!).

Bei Mini-Man funktioniert das nicht. Denn wenn er lange genug laut genug Krach macht, was er in seinem Bett definitiv bis zum hyperventilierenden Kollaps tun würde und somit ganz anders als seine Schwester ist, weckt er die trotz ihres eigentlich super festen Schlafs ziemlich sicher irgendwann auch auf. Und deren Nichtaufwachen hat neben egoistischen Schlafdochbittewiederein-Wünschen absolute nächtliche Priorität. All-Night-Party zu viert braucht kein Mensch (zumindest nicht, wenn zwei der Partygänger unter 30 sind). Und es funktioniert auch nicht, Mini-Man gleich nach dem Aufwachen eine Flasche zu machen, denn dann gibt es die nächtliche Action und Rastalockenfrisieren eben danach.

Weil bisher alle Versuche Scheitern auf voller Linie bedeuten frage ich mich: Bin ich einfach zu inkonsequent? Dürfte ich seinem Willen, der angeblich nix mehr mit Bedürfnis zu tun hat (laut Kinderärztin und Ratgebern…) einfach nicht nachgeben? Kapiert er, dass er an der Macht sitzt und irgendwann bekommt, was er will (ich glaube schon)? Und viel wichtiger: Was mache ich jetzt? Einfach Augen zu (hahahaaaaa!) und durch, denn irgendwann wird auch diese „Phase“ (mein Anti-Kinder-Wort!) zu Ende sein? Ich hab keine Ahnung. Aber wenn jemand von euch eine hat, her damit. Ich bezahle notfalls auch in Gold.

 

Oh what a day! Wie aus dem Megamasterplan ein Megamasterplan B wurde

Kita-Ferien ist das Wort, das bei arbeitenden Müttern sofort für Herzrasen, Hautausschlag und Scheißewiekriegichnurallesgeregelt-Gedanken sorgt. Kita-Ferien gibt es bei uns auf dem Dorf leider ziemlich oft (aber mei, diese Idylle!). Und da ich mir Herzrasen und Hautausschlag inzwischen zu anstrengend finde, hab ich einen Jawollsokriegichbestimmtallesgeregelt-Plan für eben diese beschissenen Kita-Ferien entwickelt: Der kleinen Madame ein adäquates Kita-Ersatz-Programm verschaffen und die langen Schlaf-Phasen von Mini-Man ausnutzen um so viel wie möglich schaffen. Ein Fließband, das in dreifacher Geschwindigkeit läuft ist nichts gegen arbeitende Mütter, die wissen, dass ihr hochkonzentriertes Zeitfenster nur ein paar Stunden beträgt. Da werden in Rekordzeit sämtliche Hauweg-Emails beantwortet, in die Tasten gehauen und Texte produziert, Telefonkonferenzen ohne unnötiges Blabla abgehalten und auch sonst alles irgendwie verhackstückt, das sich sofort ohne Probleme wegschaffen lässt. Arbeitende Mütter sind extrem produktiv und sollten eigentlich von allen Arbeitgebern mit Kusshand genommen werden – denn wirklich keiner kriegt so viel geschafft, der mit OhgottgleichgehtdasBabyphonewiederlos- oder VerdammtgleichmachtdieKitazu-Gedanken am Werk ist. Wirklich. Keiner.

Und dann, wenn man gerade denkt, alles läuft super smooth und passt prima, entschließt sich einer dem Megamasterplan einen Strich durch die Rechnung zu machen und wird krank. Natürlich. Und ihr dürft jetzt alle lachen. Oder mit mir heulen. Doch weil das nicht bedeutet, dass das Fließband zum Stillstand kommt, sondern im Gegenteil, in Turbo-Geschwindigkeit läuft (aber zugucken darf keiner!), gibts nur diesen kleinen Post über den Alltagswahnsinn während dem Unding Kita-Ferien.

Aber morgen, morgen, wenn alles wieder genauso funktioniert wie es gefälligst soll, ergieße ich mich wieder literarisch (haha!) und knallhart recherchiert (nochmal haha!) darüber, wie man die Welt verbessern kann und warum es sich für jeden lohnt, das zu versuchen (nicht mehr haha!). Und bis dahin mache ich das: