Ich will nicht, dass du größer wirst! – Ein Brief an meinen Sohn

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Mein lieber kleiner Sohn,

zum ersten Mal in deinem kleinen Leben haben wir zwei, du und ich, einmal ganz ungestört Zeit füreinander. Nur wir zwei, ein ganzes Wochenende lang und sogar noch ein paar Tage mehr, weil deine Schwester und dein Papa zu Oma und Opa gefahren sind. Und weißt du was? Ich genieße das unglaublich.

Ich genieße es, mit dir in aller Ruhe zu kuscheln und nicht daran zu denken, dass deine Schwester auch kuscheln möchte und ich für euch beide Platz finden muss in meinen Armen. Ich genieße es, mit dir in aller Ruhe Türme zu bauen, mit deiner Feuerwehr zu spielen („tut tut“) und mit dir Quatsch zu machen, ohne den Gedanken im Nacken, dass wir gleich irgendwo hin müssen. Ich genieße es, mir richtig viel Zeit zu nehmen um dich ganz gemütlich ins Bett zu bringen, ohne den Druck, dass das schnell gehen muss, da deine Schwester auch müde ist. Wenn du nachts wach wirst bin ich so entspannt, weil ich keine Angst habe, dass du deine Schwester wecken könntest, und weil ich so entspannt bin, schläfst du ganz schnell wieder ein. Und ich genieße es so sehr, meine Zeit, Energie, Aufmerksamkeit, meine Augen und Ohren nicht teilen zu müssen, sondern nur dich zu erleben, zu spüren, zu sehen.

Und: Ich will nicht, dass du größer wirst. Ich weiß, das ist furchtbar egoistisch und zum Glück überhaupt nicht möglich, aber das wurde mir in den letzten Stunden ganz extrem bewusst. Denn mit deinen 15 Monaten bist du EINFACH NUR SÜSS. Alles was du tust ist geprägt von deiner Neugierde, deiner Freude, deinem Entdeckungsdrang, deiner Begeisterung und ist frei von Hintergedanken, Berechnung oder Motivationen. Du bist durch und durch unschuldig. Ich könnte dich den ganzen Tag abknutschen oder am liebsten gleich auffressen.

Wenn ich mich für dich nur ein klitzekleines bisschen zum Affen mache, kicherst du aus voller Kehle, weshalb ich mich für dich sehr gerne zum Affen mache. So sehr, dass es mir schon fast peinlich ist, auch wenn keiner zuguckt. Wenn du deine Mütze aufhast, ziehst du sie dir vor die Augen und sagst „guckuck“ und „daaaa“ wenn du sie wieder hochschiebst und klatschst vor Freude in die Hände. Deine hübschen Augen strahlen dabei über das ganze Gesicht und mein Herz springt fast aus meiner Brust vor Liebe. Wenn ich dich hochnehme, schlingst du deine kleinen Ärmchen ganz fest um meinen Hals, ich schnuppere an deinen Ohren und küsse deine weichen Wangen und will dich gar nicht mehr loslassen. Ich will dich aufsaugen und einsaugen und festhalten und abbusseln und immer beschützen.

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Und auch wenn du mir schon hin und wieder einen Vorgeschmack auf deine Trotzphase gibst – du bist sogar süß, wenn du deinen kleinen Körper vor Wut auf den Boden schmeißt. Weil du noch nicht verstehen kannst, warum du etwas nicht bekommst und ich jetzt noch die Energie habe, darüber zu schmunzeln.

Doch spätestens in einem Jahr bist du nicht mehr nur süß. Dann hast du deine Baby-Unschuld verloren und wirst deine Kraft und deinen Körper einsetzen um zu bekommen, was du möchtest. Du wirst deine Trotzphase ausleben, dich im Supermarkt auf dem  Boden wälzen und meine Worte werden dich nur selten besänftigen können. Ich werde ganz oft ratlos sein, da ich nicht weiß wohin mit all deiner Energie. Und du wirst mich wütend machen und sauer und ich werde hin und wieder glauben, eine schlechte Mutter zu sein, weil ich überfordert bin.

Und auch wenn mir eine weise fünffach-Mutter die schlauen Worte mit auf den Weg gab: „Großwerden ist ein ständiger Tausch. Man gibt etwas schönes her und bekommt dafür etwas anderes schönes. Und man gibt etwas doofes her und bekommt dafür etwas anderes doofes“ und du natürlich selbstständiger, noch toller mit deiner Schwester spielen und Nachmittage bei deinen Freunden verbringen wirst, wir in den nächsten Jahren ganz viel Freiraum und vor allem auch jede Menge Schlaf zurückgewinnen werden – ich finde es furchtbar schlimm, dass du irgendwann nicht mehr so klein und süß und unschuldig sein wirst. Und ich weiß, that’s life. Trotzdem.

Deswegen genieße ich die Zeit bis Dienstag mit dir alleine bis aufs Äußere. Und versuche, diese Momente, dich, deine Begeisterung, dein fröhliches, unschuldiges Wesen irgendwie in mir zu konservieren und mich satt sehen und knutschen an deinem ganzen SÜSS. Schade, dass noch niemand eine Gefühls-Memory-Box erfunden hat, die man immer rausholen kann, wenn man sie braucht. Die könnte ich wirklich gut brauchen.

Ich liebe dich, mein kleiner Schatz. Unendlich.

Deine Mama

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No shopping 2015?

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So. Endlich mal wieder ein Shoppingdiät Beitrag. Da heißt dieser Blog Shoppingdiät und dann gibt es ständig diese Kinderthemen, sowas, tss. Allerdings muss ich zugeben, dass die Kinder mein Leben momentan sehr viel mehr bestimmen als shoppen, nicht shoppen, konsumieren und alles was dazu gehört. Daher werde ich den Kinderkrams demnächst auf einen anderen Blog verlegen, damit Shoppingdiät weiterhin den Lesern gerecht wird, die sich für das interessieren, was der Name verspricht: Das Projekt Shoppingdiät, Verzichten, die eigene Garderobe lieben lernen, nachhaltigen Konsum und alles was sonst noch dazu gehört. Und deswegen geht es endlich einmal wieder ums Shoppen. Oder um nicht shoppen. Denn es ist Jahresanfang und auf diesem Blog landen immer wieder Leser, die Suchworte wie „No Shopping“, „Ein Jahr ohne shoppen“ oder tatsächlich auch „Shoppingdiät“ bei Google eingegeben. Vielleicht gibt es also da draußen einige Nicht-Shoppen 2015? Euch schmettere ich ein fröhliches „Juhuuu“ entgegen und wünsche euch bei eurer persönlichen Shoppingpause ganz viel Erfolg und jede Menge Aha-Erlebnisse!

Denn auch wenn mein No-Shopping-Jahr inzwischen schon drei Jahre (halleluja!) her ist, 2012 war eindeutig das Jahr mit den meisten Aha-Erlebnissen. Und wenn ich einen Blick in meinen Kleiderschrank werfe, dann sollte ich eigentlich dringend mal wieder Challenges wie Every-Day-Another-Outfit oder Schrankleichentage einlegen. Zwar ist in den letzten zwei Jahren nicht allzu viel Neues hinzugekommen, aber leider auch nicht durchaus nur Lieblingsteile. Und ich habe wieder „Ich hab nix zum Anziehen“ Momente – auch wenn die nicht mehr in Krisen ausarten und ich natürlich immer irgendetwas zum Anziehen finde. Was ich am schlimmsten finde: Ich kaufe fast keine nachhaltige Mode. Das Feld der nachhaltigen, grünen, fairen, Eco-Fashion ist nach wie vor für mich eine Riesen Baustelle. Lässige Teile gibt es jede Menge, aber mein Kleiderschrank birgt schon ziemlich viele Hoodies, Yogapants und Schlabbershirts in sich, so dass ich hier nicht investieren muss. Wirklich hübsche, ausgefallene Lieblingsteile – die sind entweder richtig teuer oder nicht zu finden.

Aber dennoch, im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden und empfinde die Shoppingdiät als ziemlich nachhaltig. Denn:

1. Ich kaufe viel viel viel weniger. Wer sich erinnert oder durch das Archiv geklickt hat weiß, dass ich früher zwischen 200 und 400 Euro im Monat für Klamotten ausgegeben habe. Ziemlich problemlos. Ohne das genau nachgerechnet zu haben gebe ich jetzt ungefähr so viel im halben Jahr aus. Und ich habe außer einem Paar Schneeschuhe wirklich schon ewig nichts mehr gekauft.

2. Ich kaufe viel viel weniger, weil ich mehr überlege. Wenn ich ein Teil zwei Mal anziehen und damit vor den Spiegel laufen muss um zu entscheiden, ob ich es behalten oder zurück schicken soll, dann schicke ich es zurück. Immer. Daher habe ich leider immer noch keine graue, lange Strickjacke. Aber ich lebe auch ohne sie.

3. Ich mache immer noch vieles selbst. Zwar kaum Klamotten, da ich dafür einfach zu ungeduldig und ähem, wahrscheinlich auch nicht begabt genug bin, aber lauter Kindersachen und Accesoires. Und das macht mir großen Spaß.

4. Ich suche nach Alternativen. Meine Kosmetik habe ich fast ausnahmslos auf Ressourcen-schonende Naturkosmetik umgestellt, ich vermeide Produkte mit Palmöl (und wirklich, Palmöl ist echt das schlimmste überhaupt! Bitte bitte bitte versucht, diese Produkte nicht zu kaufen!!), benutze so gut es geht Öko-Wasch- und Putzmittel (auch wenn ich meinen Waschnüsse-Versuch nach einer Packung wieder abgebrochen habe. Hartnäckige Flecken in Kinderklamotten kriegen die leider wirklich nicht raus) und bemühe mich, so viel wie möglich bio-, öko und auf jeden Fall regional zu kaufen.

Und das könnt ihr alle auch! Nobody is perfect und niemand muss durch und durch konsequent sein. Aber wenn jeder nur ein bisschen was besser macht, dann ist schon ganz viel getan. Denn ihr wisst ja:

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Und wer noch mehr Inspirationen braucht, findet hier ein paar tolle Projekte und Anregungen:

– Weniger ist mehr: Ein Artikel aus der Zeitschrift Good Impact über Minimalismus. Hier ein kleiner Auszug, der hoffentlich Lust auf mehr macht:

„Minimalismus ist längst kein Nischen-Konzept mehr. Für Stern TV trat Familie Bröhm-Belser das Experiment an, zwei Wochen lang mit nur 100 Gegenständen pro Person auszukommen. Eine Herausforderung, denn der Durchschnitts-Deutsche besitzt rund 10.000 Dinge! Tatsächlich benutzt werden aber nur 100.“

Und nicht nur Familie Bröhm-Belser leb(t)en minimalistisch, die digitalen Nomaden Felicia Hargarten und ihr Freund Markus Meurer gehören auch dazu. Ihr ganzes Hab und Gut passt in vier Ikea-Tüten, plus zwei Erinnerungsboxen mit Briefen und Fotos. In einer Lager-Box in Berlin bewahren sie alles auf, was sie besitzen. Wahnsinn!

– Wie kann ich nachhaltig leben? Dieser Frage ging das Zeit Magazin nach und hat drei Menschen porträtiert, die sich für sich einen Weg gefunden haben. Schaut doch mal rein, vielleicht findet ihr hier Anstöße und Ideen.

So ihr Lieben, in jedem Fall wünsche ich euch ein tolles, nachhaltiges, grünes, faires, gesundes und fröhliches 2015. Und falls es den ein oder anderen Shoppingdiätler unter euch gibt, berichtet doch mal, ich würde mich freuen!

Genieße deine Kinder!

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Genieße deine Kinder – sie werden so schnell groß! Diesen Spruch bekomme ich immer wieder zu hören, von Leuten, deren Kinder schon groß sind. Insbesondere von meiner Mutter, deren Kinder viel zu schnell groß geworden sind. Und oh ja, ich genieße meine Kinder wirklich in vollen Zügen. Wenn Mini-Me alle fünf Minuten zu mir gehüpft kommt und mir einen Kuss auf die Backe drückt, weil sie mich so lieb hat, dann wird mein gesamter Körper von Liebe durchströmt und das genieße ich sehr. Oder wenn ich mit ihr lache, weil sie lustige Fragen stellt, zum Beispiel, was denn in dem Karton drin sei, der rappelt wenn ich bis drei zählen muss, dann freue ich mich über die gekonnt entschärfte Situation und genieße das sehr. Ich bin auch unheimlich stolz und genieße es, wenn sie mir unbedingt von ihren drei Gummibärchen eines abgeben will, weil ich auch eines haben soll und könnte dieses großzügige Kind abknutschen, denn es ist ihr egal, dass sie jetzt nur noch zwei Gummibärchen hat.

Wenn Mini-Man auf mich zugewackelt kommt und mir stolz zeigt, dass ein Schwein grunzt, ein Hund wau wau und ein Auto tut tut macht, dann erfüllt sich mein Herz so sehr mit inniger Liebe, dass ich gar nicht anders kann als genießen. Und wenn er jedes Mal erfreut in die Hände klatscht und sich selbst applaudiert, wenn er einen Stapelbecher auf den anderen stellt ohne dass der Turm umfällt, dann klatsche ich auch ganz fest in meine Hände und genieße es sehr. Und ich genieße es unendlich, wenn ich mit beiden Kindern kuschelnd auf der Couch liege und sich ihre süßen, beschützenswerten, kleinen Körper an mich schmiegen. Dann ist alles gut und genießen ist eigentlich gar kein Ausdruck.

Wenn Mini-Man beschließt, selbst essen zu wollen, da er mit 15 Monaten schon groß ist, dann ganz klar, genieße ich das und unterstütze ihn, weil ich eine gute Mutter sein will und gute Mütter ihre Kinder in ihrer Selbstständigkeit unterstützen. Hilf mir, es selbst zu tun, mach ich, genießend. Wenn er nach 30 Sekunden seinen Löffel samt daran klebenden Früchtebrei hinter sich schmeißt und mit den Händen weiter isst, dann weiß ich, dass ich mich darüber freuen muss, denn er hat das selbst entschieden und is(s)t demnach ziemlich selbstständig. Und auch wenn der Brei auf dem ganzen Tisch, seinem Stuhl, seinen Haaren, seinen Pulliärmel, dem Boden und überall, und ich meine wirklich überall landet, nur nicht in seinen Mund und er dorthin lieber den Inhalt meines Glases befördert und sich an dem so sehr verschluckt, dass er sich und sein gesamtes Umfeld klatschnass macht, Früchtebreistückchen inklusive, dann genieße ich seine tolle Entwicklung und freue mich, dass er nicht erstickt ist. Und dass ich ihn vor dem Essen gerade gebadet habe (try and error), ach, was solls. Ich genieße das schließlich.

Und wenn Mini-Me morgens um 6:15 neben meinem Bett steht, obwohl sie nach Skikurs und Kindergeburtstag und damit verbundenen späten Ins-Bett-Gehen am Vortag eigentlich noch im komatösen Schlaf liegen müsste, dann na gut, genieße ich das. Denn sie hüpft zu mir ins Bett und kuschelt sich an mich und da kann ich gar nicht anders als das genießen, obwohl ich wirklich sehr sehr müde bin. Wenn ich kurz darauf ihre Knie und Ellbogen in meinen Weichteilen spüre, da mit ihr zusammen auch ihr Kompagnon, die Zappelphilippa, wachgeworden ist, dann genieße ich das natürlich auch, ist ja mein Kind und mein Kind soll ich genießen, sagen die Leute. Und wenn ich mich zwei Minuten später aus dem schönen, warmen und nach mir rufenden Bett quälen und mit ihr aufs Klo gehen muss, weil sie sich plötzlich alleine nicht mehr traut, dann naja, bemühe ich mich sehr, das voll und ganz zu genießen. Auch wenn sich Mini-Me um 6:20 Uhr auf den Boden schmeißt, da ich es gewagt habe, ihr das Handtuch zum Händeabtrocknen zu reichen, obwohl sie es sich selber nehmen wollte, atme ich nur kurz ein bisschen tiefer, aber insgeheim genieße ich diesen Trotzmoment mit jeder Faser meines Körpers und frage mich, warum mir Leute immer wieder sagen, ich soll meine Kinder genießen, obwohl das doch das natürlichste und einfachste und selbstverständlichste überhaupt ist und ich keinen blassen Schimmer habe, warum diese Leute annehmen, dass ist das nicht jede verdammte Sekunde lang tue.

Die haben wirklich keine Ahnung, diese Leute.

 

Spaßbefreiter I-am-so-healthy-und-mega-gesund-Januar

Der Januar ist ja so ein Monat. Ein Monat des Anfangs, der Hoffnung, der Freude und der guten Vorsätze. Diät-Anbieter, Fitness-Studios und die gesamte Gesundheitsindustrie machen im Januar wahrscheinlich den Großteil ihres Jahresumsatzes, und nachdem ich mich jahrelang vor guten Vorsätzen gedrückt habe (oder einfach keine hatte, da ich mit allem eigentlich so ganz zufrieden war), bin ich in diesem Jahr volle Lotte dabei. Gleich drei Mega-Challenges gebe ich mir, und auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass sie von vornherein zum Scheitern verurteilt sind und irgendwie nicht so die „Hey, wir leben im Moment-Welle“ reitet: der Januar 2015 wird mein Monat der vollen Gesundheits- und Fitness-Dröhnung. Denn er ist der Anfang eines ganz sicheren Bomben-Mega-Superjahres und ich bombardier ihn mit guten Vorsätzen, dass es nur so kracht. Nämlich:

1. No Alcohol:
Jawollja, der Dezember hatte es ein bisschen in sich, was den Genuss von C2 H5 OH angeht. Zu viele Gelegenheiten und zu wenig Gründe, sich denen zu verwehren. Mit dem Ergebnis, dass der DaswirdeinMegaJahr2015-Neujahrs-Anstoß-Schampus gar nicht mehr so wirklich geschmeckt hat. Daher: 0,0 Promille im Januar for me.

NoAlk

2. Jeden Tag Sport:
Yes. Direkt am Neujahrs-Morgen nach viel zu wenig Schlaf in die Tat um gesetzt, dieses Vorhaben, oder naja sagen wir, begonnen: Ich war nämlich endlich mal wieder Laufen. Trotz fünfzig Zentimetern Schnee, minus 5 Grad und leichter Angst vor geplatzten Lungenbläschen. Ach und wie sehr ich Laufen vermisst habe (trotz Angst vor geplatzten Lungenbläschen). Ich hoffe so sehr, dass meine geschundenen Knie, die der Grund für meine längere Lauf-Abstinenz sind (und dummerweise wirklich keine Ausrede) zumindest einen Lauf pro Woche aushalten. Ein kleines Läufchen pro Woche an frischer Luft durch unsere ja ach so wunderschöne, idyllische Seegegend. Das wäre schon fein.

Sport

Und da einmal die Woche nicht jeden Tag ist, gebe ich mir an den anderen das 7-Minutes-Workout, das im Frühjahr 2013 in England in aller Munde war. Das ist nämlich genial: Sieben Minuten Sporteln und alle Fitnessstudio-Besuche, Joggingstrecken oder Zumba-Hops-Stunden sind hinfällig (najaaaaa, ich habs schon öfter mal gemacht und dabei nicht so das mega yeah-Feeling wie nach einer Stunde Laufen oder Schwimmen, aber durchaus das, etwas getan zu haben.). Und da ich leider auch nicht immer 7 Minuten am Tag übrig habe, zählt zu Jeden-Tag-Sport auch, wenn ich zwei Sonnengrüße oder ein paar Bauchübungen oder wenigstens irgendwas mache, das in den Bereich körperliche Ertüchtigung fällt. Tschakka.

3. Kein Zucker.
Puh, last but not least der vermutlich schwierigste healthy-Vorsatz: no sugar in January. Ich bin nicht gut im Verzichten und wenn ich irgendwas nicht darf, dann will ich es erst recht. Ihr könnt mir ne Packung Schokolade vor die Nase stellen und sagen, ich soll sie aufessen, dann will ich sie wahrscheinlich gar nicht so. Wenn ich sie aber nicht haben darf, verputze ich sie, so schnell könnt ihr nicht mal blinzeln. Aber: Gleich zwei vertrauensvolle Stellen rieten mir zu einer Darmsanierung. Nicht so mega aufwändig vom Arzt oder Heilpraktiker begleitet – auch wenn das natürlich noch besser wäre und die Durchhalte-Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches erhöhen würde – aber mit Darmflora-aufbauenden-Mittelchen aus der Apotheke und dem Verzicht von Zucker. Der ist nämlich nicht gut für die Darmflora. Und für vieles andere auch nicht. (Dummerweise hab ich das gestern Abend vergessen als ich gleich drei Kinder Countrys verdrückt habe (aberaberaber das war mein Abendessen. Weil ich beim richtigen Abendessen brüllende, zickige und halb kranke Trotzkinder ins Bett bringen und stundenlang besingen und beruhigen musste und der Besuch keine Lust hatte, stundenlang auf sein Abendessen zu warten)). Mhmpf.

Nosugar

So liebes Jahr 2015: ERIK und I-am-so-healthy-und-mega-gesund-Januar, wenn das mal nicht ein Start für ein Superjahr sind, dann weiß ich auch nicht. Auch wenn es zugegeben nach einem recht spaßbefreiten klingt. Egal, Opfer müssen sein und ich finde, nach dem letzten, irgendwie doch ziemlich durchwachsnenem haben wir ein echtes Superjahr wirklich verdient. Und ihr alle auch. Have a happy one everybody!

So wird 2015! Eine unvollständige Liste, was ich alles so machen werde

Ich habe ja wirklich ein Weilchen überlegt, ob ich auch einen Jahresrückblick schreiben soll. Das Jahr Revue passieren lassen ist nämlich eine schöne Gelegenheit, sich all der Dinge, die passiert sind noch einmal bewusst zu machen, denn so oft leben wir für den Augenblick – und das ist auch gut so! – aber die Fülle an Augenblicken führt dazu, dass einer vom anderen ganz schnell abgelöst wird und in Vergessenheit gerät. Aber, da der Anfang des Jahres für uns mit dem Umzug aufs Dorf, dem Loslassen unseres Zuhauses und dem erstmal recht schwierigem Einfinden im neuen und dem als Familie zu viert, der zu Beginn furchtbaren Kindergartensituation, dem Krankenhausaufenthalt von Mini-Man und seinem desolaten Gesundheitszustand bis Mitte Mai ganz schön schwierig war und ich leider das Talent besitze, einmal erlebte Emotionen jederzeit wieder nachfühlen zu können, lasse ich das lieber. Denn nicht ganz so schöne Emotionen aller Art hatten wir auch Ende des Jahres zur Genüge und jetzt isses an der Zeit, in ruhige Gewässer zu segeln, die halbwegs geglätteten Wogen zu besurfen und gemütlich umherzupaddeln, bevor der nächste Sturm mit all seinen Abenteuern kommt. Daher widme mich gedanklich lieber 2015, denn falls ihr es noch nicht wisst: Das wird ein Bombenjahr!

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Und damit ich meinen Beitrag zum Bombenjahr leiste, hab ich mich bei der Blogparade ERIK angemeldet. ERIK? Wasn das? ERIK heißt Es Rappelt Im Karton und ist ein Aufruf von melpidi, die persönlichen Ziele für 2015 zu formulieren. Da ich zu der Art Mensch gehöre, der ganz prima mit formulierten Zielen und To-Do-Listen funktioniert, ist ERIK genau das, was ich brauche. Und damit ich meine Ziele nicht aus den Augen verliere, darf ich jeden Monat einen Bericht schreiben, wie der Stand der Dinge ist. Ein Projektbericht fürs eigene Leben sozusagen. Irgendwie schlimm, dass ich sowas brauchen kann, aber gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass ich dringend mehr Struktur und Plan nötig habe, denn sonst bleibt was ganz wichtiges auf der Strecke: Nämlich Ich. Und mit mir der Spaß, die Freude und Kreativität, die uns als Familie neben all dem Alltagstrott, dem vielen Müssen, dem wenigen Schlafen und der wenigen Zeit, wirklich toll, lustig und einfach mega sein lässt.

Meine „Ziele“ sind zugegeben relativ unerheblich, eher lebenswerte Kleinigkeiten, die eben das Leben bunter, fröhlicher und hübscher machen und dafür sorgen, dass mein Yin und Yang sich richtig gut verstehen. Denn: Egal in welche Ecke ich gucke, egal welche Zeitschrift ich aufschlage, egal auf welcher Internetseite ich surfe, ich finde eigentlich überall tolle Dinge, die ich gerne (nach)machen würde. Wenn ich mal Zeit habe. Und wenn ich dran denke, was ich alles gerne machen würde, wenn ich mal wieder Zeit habe, fallen mir noch jede Menge andere Dinge an und schwups, schon ist sie fertig, die Zielformulierung, oder nennen wir sie mal lieber positiv: Die Bucket List 2015. Here we go:

– Die Kinderzimmer verschönern. In Mini-Mes Adventskalender vom letzten Jahr (2013!) waren lauter schöne Schmetterlings-Wandtatoos. Die liegen jetzt in ihrem Schrank und an der Wand hängt genau ein Bild. Genau wie in Mini-Mans Zimmer. Gott ist das trostlos. Nächstes Jahr werden die Kinderzimmer also unbedingt wohnlicher, freundlicher und auch bunter gemacht. Mit Magnetfarbe an der Wand und abwechselnden Ausstellungen der Kunstobjekte der kleinen kreativen Meister (hüstel). Und neuem Platz für das Riesen Puppenhaus, das das sehr fleißige Christkind gebracht hat. Und einer Ordnung, die selbst 3 3/4-jährige prima verstehen.

– Bilder aufhängen in der restlichen Wohnung, und zwar jede Menge. Unsere gar nicht mehr so neue Wohnung hat noch viele weiße Wände, die dringend ein bisschen Glanz bräuchten. In unserer alten Wohnung lobten alle Gäste unsere „pseudo-intellektuelle Bilderwand“, wie ich sie taufte – eine Sammlung aller möglicher Bilder, die überhaupt nicht zusammen passten: Alte Fotos von den Urgroßeltern, Postkarten von Dalí und Ché Guevara, eine Autogrammkarte von Rudi Völler, Massenkunst wie „Der Schrei“ und all solche Dinge, die überhaupt nichts gemeinsam haben und dennoch irgendwie zusammen ganz cool sind. Jetzt liegen die im Keller und ich muss sagen, ich vermisse sie tatsächlich. Und die Bilderwand. Muss also unbedingt wieder her.

– Überhaupt mehr Bilder und Fotos verwursteln. Ich bin ein riesengroßer Foto Fan und hätte am liebsten die ganze Wohnung voll mit diesen emotionalen, kitschigen, lustigen, sentimentalen, süßen Momenten. Aber stilvoll. Nämlich so irgendwie:

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Sport. Oh Gott Sport. Dass ich mal Leistungssportlerin war, sollte eigentlich inzwischen mein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Denn dass mein Alltag früher Training an sieben Tagen pro Woche bestand, das kann sich heute keiner mehr vorstellen, ich am allerwenigsten. Heute bin ich froh, wenn ich es einmal im Monat ins Yoga schaffe und freue mich danach zwei Tage lang über den Muskelkater, denn der bedeutet, dass ich tatsächlich noch irgendwo ein paar Muskeln habe. Aber oh Gott, ich vermisse Sport so. Nicht nur, weil ich mich manchmal wie eine tösende Dampflock fühle oder meinen Babybelly endlich komplett loswerden möchte, nein, ich vermisse es auch, meinen Körper zu spüren und fit zu sein. FIT. Tolles Wort. Ach Sport, dass wir beide mal so wenig miteinander zu tun haben würden, das hätte ich nie gedacht. Und daher gibts ab Januar wenigstens sieben Minuten am Tag, nämlich diese hier:

– Lesen. Lesen. Lesen. Lesen vermisse ich fast genauso sehr wie Sport. Im Urlaub im August habe ich das letzte Buch gelesen und weil ich es kaum glauben konnte, dass ich das tatsächlich geschafft habe, hab ich die Bücher nur so verschlungen, kostbaren Schlaf für sie geopfert und Toilettengänge bis Ultimo ausgedehnt (der einzige Ort, aus dem ich die Kinder wirklich verbannen konnte). Jetzt herrscht wieder Leseflaute und auch wenn ich neben Arbeiten, Kindern und Bloggen kaum noch Zeit für irgendwas habe, für Lesen muss in Zukunft wieder welche her. Und falls ihr auch noch Bücher habt, die mir den Einstieg erleichtern, freue ich wahnsinnig über Tips!

– Häkeln! Diesen Hasen hier und einen Pouf – die Wolle für beides habe ich schon ewig zuhause. Genau wie für mindestens zwei Kinderjäckchen. Oder Mützen. Oder lauter andere hübsche Dinge. (Update: Den Riesen-Hasen hab ich sogar schon begonnen. Werde berichten. Im Projektprotokoll.)

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– Nähen, klar. Meine neue Nähmaschine steht umausgepackt im Keller und wartet darauf, zum Leben erweckt zu werden. Die ersten, hoffentlich einfachen Projekte hab ich auch schon gefunden und los gehts noch im Januar mit einem Muff für Mini-Me. Nicht dass sie wirklich eines dieser Muff-Mädchen wäre, die in sauberen, am besten hellbeigen Mänteln brav und ruhig in den Himmel gucken und sich nie dreckig machen würde. Egal. Auch wenn sie damit wahrscheinlich an einem Ast des nächstbesten Baumes, auf den sie unbedingt raufklettern musste, hängenbleibt und die ganze Arbeit für die Tonnne war. Ronja Räubertochter, meine.

– Gesünder essen. Klingt blöd und ist wohl das typischste Neujahrs-Vorhaben überhaupt, aber: In meinem Elternjahr habe ich mich was Ernährung angeht ganz schön hängen lassen (und ich weiß, dass hier ein direkter Zusammenhang meines immer noch vorhandenen Babybauchs bestehen könnte, der Mini-Me immer wieder zu Freudensprüngen veranlasst, denn sie hätte tatsächlich gerne noch eine Schwester („Ich hab ja keine“)), denn wenn mein Tagesablauf keine Struktur hat, hat es mein Speiseplan auch nicht. Und da ich im Januar ohnehin meinen Darm sanieren muss um zu gucken, ob mein Körper immer noch so allergisch auf alles mögliche reagiert, passt „Gesünder Essen“ ganz gut zum restlichen Plan. Und es wird weiterhin den Vegan Wednesday geben, mal sehen, ob ich ihn tatsächlich 52 Mal durchziehe. (Irgendwo auf Facebook habe ich etwas von einem Veganuary gelesen und ich überlege ja tatsächlich, das mal zu probieren. Ein veganer Start ins Jahr, warum nicht?). Uuuuund: Irgendwann im Februar kommt mein Thermomix, mit dem sowieso alles ein Kinderspiel ist. Juhu.

– So viel wie möglich draußen sein. Und auf dem Wasser. Am besten auf meinem eigenen Paddleboard, das ich mir dieses Jahr gönnen will. Oder auf Segelbooten der lieben Bernrieder Freunde.

– Zu guter letzt: Reisen. Bei dem Punkt kriegen mein Mann und ich mich immer in die Haare. Für mich ist Reisen nämlich essentiell, lebenswichtig, mein Sauerstoff. Für ihn das erste auf seiner Liste, auf das er verzichten kann. Trotzdem haben wir ziemlich tolle Reisen zusammen gemacht und werden hoffentlich auch 2015 unsere Taschen packen und die Welt entdecken. Am allerliebsten Singapore, denn dorthin hat es meine beste Freundin verschlagen, samt besten Freund meiner Tochter und samt meinem Patenkind und wenn man schon beste Freunde auf der anderen Seite der Welt hat, sollte man unbedingt in den Flieger dorthin steigen. Wenn es eben irgendwie geht.

So, das wars. Die vermutlich wirklich sehr unvollständige Liste ist erst mal getippt und auch wenn mir bestimmt jede Menge Dinge einfallen, die hier fehlen, das ist sie, die Bucket-List 2015. Zugegeben mit sehr wirrer Bildsprache und nicht ganz so schön wie ich sie gerne hätte. Aber mei, es ist zwischen den Jahren und da macht die gestalterische Kreativität einfach mal Pause. Und der Rest der Zeit wird für das Erfüllen der Liste genutzt. Aber weil es mich jetzt doch interessiert: Habt ihr euch für 2015 etwas vorgenommen? Oder lasst ihr das einfach bleiben (wie ich in den letzten Jahren? Naja, außer der Shoppingdiät 2012?), weil sie eh für die Katz sind? Tell me!

Wie der Mops im Haferstroh!

Leute Leute! Weihnachten ist ja so ne Zeit, ihr wisst schon. Zeit für Ruhe, Besinnung, Erholen und so. Es sei denn, man hat Kinder. Dann heißt es Eisenbahn aufbauen, Züge zusammenschrauben, Puppen schlafen legen, Vater Mutter Kind spielen und wenigstens das Baby sein dürfen (dann kann man nämlich schlafen), das Puppenhaus bewundern, Züge fahren lassen, Puppen aus- und anziehen, Türme bauen, Puzzle, Züge umbauen, Geschichten vorlesen, Türme umschmeißen, das Puppenhaus neu einrichten, Skip Bo spielen, Türme wieder aufbauen, das Schienennetz neu planen und so weiter. Jedenfalls alles außer entspannen und erholen.

Zeit für Besinnung hatte ich trotzdem und zwar auf sehr lustige Weise: Meine Eltern brachten mir nämlich vier Kisten mit Erinnerungen aus meiner Jugend mit. Und neben unendlich peinlichen Tagebüchern meiner nicht ganz so glänzenden Leistungssportjugend, die ich nicht mal auf einem Diary Slam vorlesen würde, obwohl dort jeder peinliche Tagebucheinträge vorliest, alten Liebesbriefen von alten Verflossenen, die ich ganz bestimmt auch nicht mehr lesen oder aufheben möchte (auch wenn man solch Schätze mit Stift auf Papier vielleicht doch konservieren sollte. Auch wenn sie nicht auf hellblauem Papier mit Tinte geschrieben und parfümiert sind) und hundertausend Fotos, die ich in Ruhe nach ein paar Schätzen durchschauen muss, fand ich dort mein Poesie Album. Mein POESIE ALBUM!

PoesieUnd meine Herren, hab ich gelacht! Und war gerührt. Denn die Poesie von 10-jährigen ist gar nicht so schlecht, ein paar Jährchen später betrachtet. Vor allem, wenn man die Verfasser heute noch kennt und die damalige Poesie immer noch ganz gut zu denen passt. Und es heute whatsapp gibt und man die literarischen Ergüsse mit seinen Freunden teilen kann, mit denen man schon bald 30 Jahre sein Leben bestreitet, auch wenn man sie gar nicht mehr so oft sieht.

Lebe Glücklich,
lebe froh,
wie der Mops im Haferstroh!

Wenn die Hasen Jäger schießen
und die Flüsse aufwärts fließen
und die Mäuse Katzen fressen,
dann erst
will ich dich vergessen.

In diesem Sinne, schöne weitere besinnliche Tage. Und kramt doch mal in euren Kisten und schaut, welche Schätze sie preis geben!

Schau in die Augen der Kinder: Fröhliche Weihnachten!

Heute isses soweit, Weihnachten, Christkind, Geschenke, Kinderaugen, alles samt. Puh bin ich gespannt, wie der Tag heute wird! Hoffentlich nur halb so schön wie gedacht, dann ist alles mehr als gut! Und weil ich am letzten Adventswochenende einen Moment hatte, der so gut zu heute passt, möchte ich den mit euch teilen, bevor ich später ganz offiziell noch einmal Frohe Weihnachten sage. Nämlich:

Am Sonntag Spätnachmittag saßen wir im Auto, wir alle vier, und fuhren von guten Freunden nach Hause, als mir die Idee für meinen diesjährigen Weihnachtspost kam. Wir hörten nämlich für uns ganz besondere Musik: Die Weihnachts-Platte von Udo Jürgens. Kitschig? Na klar! Aber die gab es bei meinem Mann schon als Kind und sie versetzt ihn sofort in nostalgische Kindheitsstimmung mit Rührungstränen, in diesem Jahr noch viel mehr als sonst (ich weiß, von Udo hatte ich es in den letzten Tagen schon öfter. Aber der Text hier entstand vor den anderen, daher bitte entschuldigt. Und er lohnt sich! ). Als wir zum ersten Mal selbst als Familie Weihnachten feierten und draußen tatsächlich die ersten Schneeflocken vom Himmel fielen („Schauuuuu es schneit“), hat sie Einzug in unser Heim gefunden – anfangs noch ein wenig von mir belächelt, da sie wirklich unglaublich kitischig ist, aber ganz ehrlich, welche Weihnachtsmusik ist eigentlich nicht unglaublich kitschig. Und irgendwann hab ich mal auf die gar nicht so kitschigen Worte der kitschigen Musik gehört und innerhalb ganz kurzer Zeit hat sie sich auch in mein Herz gesungen.

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Als wir also am 4. Advent nach Hause fuhren und mir mein Post von diesem Tag noch ein wenig in den Knochen steckte, denn so sehr die Hosen runter lassen, das ist gar nicht so einfach und gleichzeitig war ich überwältigt von soviel Zuspruch und Mitgefühl, sang Udo ein Lied für mich. Und ich wusste plötzlich, was ich heute, am Heiligen Abend, mit euch teilen möchte. Wenig später zu Hause las ich den Post einer guten Freundin „R.I.P. lieber Udo! Danke für alles.“ und hatte Tränen in den Augen, so irrwitzig war dieser mein persönlicher Zusammenhang. Daher noch viel passender, Udos Songtext zu Kinderaugen (und am allerbesten hört ihr ihn euch an, auch wenn die Musik seeehr kitschig ist…)  und wunderschöne, unendlich fröhliche Weihnachten für euch alle!

Schau‘ in die Augen der Kinder

Schau‘ in die Augen der Kinder, jetzt in der Weihnachtszeit. Schau‘, wie sie alle noch glauben, die Welt wär‘ ohne Leid. Schau‘ in die Augen der Kinder, denk‘ an die Jugend zurück. So strahlten auch einmal deine, vor Freude und vor Glück.

Bald wird das Leben sie lehren, daß man dies und das nicht haben kann. Dinge, die sie dann begehren, bringt kein Christkind mehr, kein Weihnachtsmann.

Schau‘ in die Augen der Kinder, und als Geschenk halt‘ bereit, daß was ihnen niemand mehr nehmen kann – eine frohe Kinderzeit.

Schau‘ in die Augen der Kinder, wenn sie vor dem Tannenbaum steh’n. Dann mußt du ihr vertrauen, in unsere Liebe seh’n.

Schau‘, wie die Augen der Kinder leuchten im Kerzenschein, aber so froh, wie die deinen, wird heut‘ manches Kind nicht sein.

Eh sie zu leben beginnen, steht an ihrem Bett bereits die Not. Wann wird die Welt sich besinnen, daß der Frost noch mehr den Blüten droht. Schaut‘ in die Augen der Kinder, viele sagen uns stumm, daß sie an das Gute noch glauben und bald nicht mehr wissen warum.