Tag 147: Echt unmöglich!

Ich habe nochmal gerechnet und bin mir sicher: Das „Wear it all“ Projekt wird nicht funktionieren. Wenn ich es richtig überschlage, kann ich in den verbleibenden 219 Tagen Shoppingdiät unmöglich alle meine Sachen anziehen ohne mich nicht jeden Tag mindestens drei Mal umzuziehen. Denn neben 55 Kleidern, 60 Pullis und ichhabschonvergessenwievielen Hosen hab ich bestimmt fünhundertausend Tops, Röcke (wobei, ausnahmsweise tatsächlich gar nicht so viele!), Schuhe (immer noch nicht gezählt…), Gürtel und Co. Alleine die Sommersachen werden mir einen Strich durch die Rechnung machen, denn vermutlich wird es auch in diesem Jahr wieder maximal fünf Tage über 30°C haben und meine Strandkleidchen, Surfershorts und andere Beach-Outfits demnach schon wieder im Schrank versauern. Trennen kann ich mich von ihnen aber auch nicht, denn ale absolutes Sommerkind hege ich bei den ersten Frühlingsstrahlen jeden März aufs Neue die Hoffnungen auf Sonnenschein von Juni bis September. Und unzählige Tage am See. Im Verdrängen aller Regensommer seit 2003 bin ich also ziemlich gut.

Daher ein neuer Plan: Alles, was in diesem Jahr doch nicht getragen wurde, wird ganz genau begutachtet. Das ein oder andere Teil fliegt dann vermutlich sofort raus und alles, was mit einem klaren jein bewertet wird, kommt in eine Kiste unters Bett. Wenn ich die Sachen auch 2013 (Himmel!) auch nicht angezogen habe, kommen sie ganz weg, in die Altkleidersammlung, in den Oxfam Shop oder sonst irgendwo hin, wo sie vielleicht noch was Gutes tun können. Das ist doch ein guter Plan, oder?

Tag 105: Inventur 2.0

Ich habe es gewagt und festgestellt: Weiterzählen lässt die 60 Pullis nicht besser dastehen. Im Gegenteil. Dass ich viele Klamotten habe, war mir ja klar, sonst hätte ich mich ja nicht zur Shoppingdiät entschlossen – wie viele ich tatsächlich besitze, verursacht allerdings Herzrasen. Und lustig wird’s, wenn ich überlege, dass ich regelmäßig nichts zum Anziehen habe. Hier die Zahlen: Ich habe 55 Kleider.

55. Drei davon hatte ich noch nie an, ein paar sind so Überwurf-T-Shirt-Hängerchen, die man auf dem Heimweg vom See über den halbgetrockneten Bikini anzieht und die vielleicht nicht unbedingt als Kleider zählen. Aber lässt man die weg, bleiben eben doch so 47 übrig. Plus mein Brautkleid, das ich dieses Jahr unbedingt kürzen und in einen schönen Nude-Ton färben will um auf ner schicken Hochzeit schick zu sein.

Und: Ich hab 27 Hosen, 17 davon sind Jeans. Das find ich wiederum ganz ok, hätte ich mir glatt mehr zugetraut. Dummerweise ziehe ich nur fünf davon an (vier sind allerdings weiß und deren Zeit kommt jetzt bald).

Eigentlich hatte ich vor, beim Wardrobe Mix jeden Tag eine andere Hose anzuziehen, aber ich werd wohl auf Kleider umsteigen. 55. Puh.

Und nur der Vollständigkeit halber: Tops, Röcke und Shorts hab ich nicht gezählt. Mehr Wahrheit vertrage ich erst mal nicht.