Howtobegood-Challenge: Wie gehts weiter?

Da ich diese Woche eher nicht zum Bloggen komme dürft ihr heute mal ran, denn nach drei Tagen HamburgmeinePerle (Bericht kommt) und einem angeschlagenen Kind, hat sich der Berg der DingenderledigtwerdenmüssenSachen ganz schön hoch aufgetürmt. Was ihr tun sollt? Ich suche die nächste Howtobegood-Challenge für Dezember und ihr dürft vorschlagen, was die sein soll! Eine Idee habe ich selbst schon, aber ich würde so gerne wissen, was euch so einfällt. Also immer her mit euren Vorschlägen!

Die erste Howtobegood-Challenge war zugegeben für mich ziemlich einfach. Am Ende sind sechs Mützen für die liebe Bea rausgekommen und ich hoffe, sie können die kleinen tapferen Menschen zumindest ein bisschen aufmuntern. Jetzt gehts weiter und ich bin inzwischen bereit, mich schon ein klitzekleines bisschen aus meiner Comfort-Zone heraus zu bewegen. Klar hab ich Respekt davor, was das mit mir macht und würde mein minibisschen freie Zeit lieber dafür nutzen, Weihnachtsgeschenke für meine Lieben zu machen. Aber hey, uns gehts so gut und wenn die ausnahmsweise mal nicht die allerperfektesten Geschenke bekommen, wird sie das auch nicht umbringen. Und da draußen gibts genug Menschen, die nicht so ein Glück haben wie wir und denen kann ich gerade in der Weihnachtszeit bestimmt eine Freude machen. Also, wer hat Ideen? Hinterlasst hier oder auf Facebook ein Kommentar oder schickt mir eine Email! Ich freu mich!

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Und ab morgen gibts dann endlich auch den Teil 1 des Good Gift Guide. Zeit wird’s ja, in 28 Tagen ist irgendwie schon Weihnachten…

Der Schal fürs Leben oder: Völlig daneben

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© Brigitte – Save the Children – Schal fürs Leben

Auch wenn ich mir fest vorgenommen habe, trotz der großen bösen Welt da draußen nicht zu einer „Ich hebe ständig den Zeigefinger und motze“ Bloggerin zu werden, muss ich heute mal schimpfen. Schon zum zweiten Mal wurde mir nämlich die „Ein Schal fürs Leben“-Aktion für eine Howtobegood-Challenge vorgeschlagen und dazu will ich unbedingt was sagen.

Die Zeitschrift Brigitte und die Charity Save the Children haben am 10. Dezember den „Schal fürs Leben“ Tag ausgerufen. Die Idee, zitiert aus der Brigitte:

(…) kommt aus England: Dort ist der „Christmas Jumper Day“, an dem im Dezember Millionen Briten einen selbstgestrickten Weihnachts-Pullover für einen guten Zweck tragen, ein riesiges Ereignis, bei dem das ganze Land mitmacht. Jetzt holen Save the Children und BRIGITTE diese Tradition nach Deutschland. Machen Sie mit: Tragen auch Sie am 10. Dezember den „Schal fürs Leben“ und den dazugehörigen Button. So können Sie Ihr Mitgefühl mit den syrischen Flüchtlingskindern zeigen.

Vom Ansatz vielleicht ganz gut und vielleicht stört mich in erster Linie das Wording, aber ich soll mein „Mitgefühl“ für syrische Flüchtlingskinder zeigen? Mit einem Schal für MICH selbst? Ehrlich? Mhm.

Der Schal aus hochwertiger Wolle von Lana Grossa wurde von dem namhaften Design-Label Lala Berlin entworfen. Sie können das Wollpaket mit Strickanleitung und Button in einem der 500 LanaGrossa-Wollläden kaufen. (…) Jedes Paket kostet 49 Euro, darin enthalten sind 5 Euro Spende. Sie können den Schal auch fertig gestrickt bei Wollywood bestellen (79 Euro inkl. 5 Euro Spende).

Also nochmal von vorne: Ich soll für MICH einen Schal stricken, um auf die syrischen Flüchtlingskinder aufmerksam zu machen, für den die Wolle 49 Euro kostet. Oder den fertigen Schal für 79 Euro kaufen. Ganze fünf Euro, ich wiederhole: FÜNF EURO, gehen davon tatsächlich an die Flüchtlingskinder. Eigentlich war ich in Mathe immer ganz gut aber diese Rechnung hinkt für mich ganz gewaltig.

Natürlich verstehe ich den Ansatz der Sichtbarkeit und der gemeinschaftlichen Aktion – denn alle die mitmachen sollen bei Brigitte ein Foto von sich und ihrem Schal hochladen – und den finde ich auch ganz schön gut (da waren echte Marketingprofis am Werk!). Aber dass ich so viel Geld für MICH SELBST ausgeben soll um anderen zu helfen, sorry, das ist schlechter als jede Milchmädchenrechnung.

Dann schütte ich mir lieber auch im Winter einen ziemlich kostengünstigen Eimer Eiswürfel über den Kopf (und gehe die Challenge ein, dabei nicht krank zu werden) und spende gleich das Geld (übrigens an ALS-Organisationen, denn falls das bei den zugeben sehr lustigen Videos aller möglichen bekannten Leuten unter ging, die Ice Bucket Challenge sollte eigentlich auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose aufmerksam machen.) Oder klebe mir einen Movember Bart ins Gesicht. Der soll einen Monat lang Prostata-Krebs ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und nicht nur aus eigentlich recht hübschen Männern vollkommene Trottel machen.

Nun kann man immer noch sagen, fünf Euro sind besser als gar keine Spende und natürlich stimmt das. Und sollte jemand tatsächlich gerade einen neuen Schal brauchen, dann kauft lieber den als einen anderen. Hübsch isser ja, kann man nix sagen, hat Lala-Berlin gut gemacht. Aber ob den syrischen Flüchtlingskindern so geholfen wird, ich weiß nicht. Aber ach nee, der Schal soll ja auch nur auf sie aufmerksam machen. Und Mitgefühl zeigen. Na dann.

PS: Da die syrischen Flüchtlingskindern natürlich jede Hilfe brauchen können, die sie kriegen können, spendet doch einfach gleich das Geld. Das geht HIER. Ihr kriegt dann auch so einen tollen rosa Button. Yeah!

Doppel(Glück) hält besser!

Ich bin ja zum Glück nicht die Einzige, die ein bisschen mehr tun will als sonst und mehr Sinn in ihrem Leben braucht. Von euch kriege ich tolle Rückmeldungen und das tut so gut! Gerade jetzt am Anfang gibt mir eure Unterstützung ganz schön Rückendeckung, danke danke!!

Was ganz ganz tolles empfiehlt auch Christine oder eine ihre Autorinnen von Lilies Diary momentan ihren Lesern: Das Doppelglück. Christine betreibt einen meiner liebsten Reiseblogs und ist damit ganz schön mega halleluja erfolgreich. Fast 20.000 Facebook Fans hat sie (ich wiederhole: 20.0000 !!!), zwei Bücher geschrieben und war schon hoch und runter in der Presse. Neben ihren Reiseberichten, die immer sehr persönlich und überhaupt nicht langweilig, protzig oder nur irgendwie sind, zeigt sie momentan Dinge/Taten/Aktionen, die einen selber und gleichzeitig andere glücklich machen – Doppelglück eben. Zum Beispiel den Umsonst-Laden, Schildkröten-Rettungen, Engel für einen Tag sein, Zeit oder Kaffee verschenken. Ich hab noch gar nicht alle ihre Artikel dazu gelesen, aber sie sind ganz bestimmt eine super Inspiration! Lest doch am besten selbst!

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Pocket Robin Suspended Coffees

Wenn ich ihre Artikel lese, kriege ich riesengroße Sehnsucht nach Berlin. Zwar mag ich unser Leben auf dem Dorf (oh Gott, ich wohne WIRKLICH auf dem Dorf!) am See (oh ja, aber hier ist eben dieser tolle See!) wirklich gerne und momentan will ich auch gar nix anderes. Vor allem im Sommer ist einfach unbezahlbar, nachmittags mit Sack und Pack (in dem Fall mindestens zwei Kindern, jeder Menge aufblasbarem Getier und Schwimmhilfen und Essen für eine Großfamilie) an den See zu watscheln und hier seine freie (hahaaaa!) Zeit zu verbringen. Und da ich das wirklich an so gut wie jedem schönen Sommertag gemacht habe, konnte ich es zum ersten Mal gar nicht so nachempfinden, wieso alle über diesen schlimmen Sommer gemeckert haben (jaja, ich weiß, ihr Berliner und Hamburger hattet einen tollen Megasommer. Wir hier hatten aber vor allem einen Megaregensommer. Mega Regen. Mal wieder!), wo ich doch sonst immer die größte aller Sommermeckerinnen war. Dennoch, jetzt im Herbst ertrage ich diese ganze Idylle nicht mehr. Wo du hier hinschaust, es ist überall einfach sooooo schön und bezaubernd und sorry, eben grauenvoll idyllisch.1800352_692110417498975_1518657_n

Und in mir schreit alles nach ein bisschen Lärm, Großstadtflair, Cafés, Möglichkeiten (und nein, ein Besuch in München würde hier keine Abhilfe schaffen.). Ich will mal wieder nach Berlin, bald, ganz unbedingt. Und dann will ich auch Laufen für den guten Zweck, jede Menge Suspended Coffees kaufen (hier gäbe es vermutlich nicht mal jemanden, der sich den abholen würde!), meine Sachen in den Umsonstladen bringen und mich überhaupt rundum inspirieren lassen. Aber bis dahin lese ich bei Christine und all den anderen Berliner Bloggerinnen und fahre weiterhin durch Wiesen und Felder, an deren Horizont die Berge im Sonnenlicht leuchten und links neben mir der See vor sich hin plätschert. Bäh pfui. Schön.

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Howtobegood-Challenge die Erste: Maschimaschen Mut-mach-Mützen!

Wow, dass ich so schnell und ganz alleine ein Projekt für meine erste Howtobegood-Challenge finden würde, hätte ich gar nicht gedacht. Und dass es gleich so etwas Schönes, Sinniges und gleichzeitig Simples ist, erst recht nicht. Gestern habe ich auf einem meiner liebsten Mama-Blogs, bei StadtLandMama nämlich, von Bea gelesen. Bea hat das Projekt mit dem lustigen Namen Maschimaschen Mut-mach-Mützen gegründet und ich bin total begeistert! Auf ihrer Facebook-Seite ruft sie alle Häkel oder Strick-Fans dazu auf, Mützen für krebskranke Kinder zu fertigen. Die Mützen werden an Krebsstationen geschickt und sollen den kleinen Patienten eine Freude machen und Mut spenden.

20141019_143701 Die Idee finde ich deswegen so klasse, weil sie so einfach funktioniert und deswegen hoffentlich ganz ganz viele mitmachen. Denn man muss sich nicht aus seiner Comfort-Zone heraus bewegen (womit die meisten und zugegeben auch ich, so ihre Probleme beim Gutsein haben. Aber ich habe ganz fest vor, mich in den nächsten Monaten aus meiner supi-gemütlichen Ecke heraus zu begeben und auch auf unbequemere Weise irgendwie helfen), um etwas Gutes zu tun. DIY ist immer noch total angesagt und eine Mütze in einer guten halben Stunde gehäkelt (jaha, selbst bei mir!). Und vielleicht bekommt der ein oder andere beim Häkeln oder Stricken (das werde ich wahrscheinlich niiiiie nie lernen!) auch noch den ein oder anderen Denkanstoß und verbindet sein Selbstgemachtes mit einer Spende oder etwas anderem Sinnigen. Denn natürlich kann so eine Mütze weder den Krebs heilen noch das Leid nehmen. Aber sie schafft auf einfache Weise eine Verbindung, Bewusstsein, Auseinandersetzung mit einem Thema, bei dem es mir sofort den Hals zuschnürt und Tränen in die Augen schießen. Wenn ich dran denke, dass meinen kleinen Schnuckelspatzen oder irgendeinem kleinen Menschlein, das ich kenne so etwas passiert, boah.  Und wir müssen nicht immer erst helfen, wenn wir selbst betroffen sind – was wir hoffentlich hoffentlich nie nie werden.

Daher liebe Leute, ran an die Wolle, häkelt und strickt was das Zeug hält! Ich werde heute Abend beginnen, mal sehen wie viele Mützen ich in vier Wochen fertig kriege. Und vielleicht ist das auch noch eine Challenge, wie viele sollte ich eurer Meinung denn schaffen?

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Hier die Adresse, an die ihr eure Mützen schicken könnt:

Beatrice Maschke
Pawlowallee 36
15890 Eisenhüttenstadt

Tag 347: Tue Gutes…

Weil es einfach an der Zeit ist, so kurz vor Ende der Shoppingdiät, möchte ich ein bisschen was Gutes tun. Ich habe nämlich entschieden: Der Ring wird’s nicht. Natürlich habt ihr alle Recht, wenn ihr schreibt, dass ich mir nur Dinge kaufen sollte, die mir wirklich 100%ig gefallen. Und dass er zu teuer ist für etwas, das ich zwar nett, aber eben nicht so richtig mega finde, erst recht nicht als Belohnung. Was und ob ich mir statt dessen etwas anderes gönne, weiß ich noch nicht, aber auch gerade keine Zeit, darüber nachzudenken. Was ich aber machen und worüber ich gerne nachdenken möchte: Ich will spenden. Einen Teil meines Shoppingdiät-Ersparten und des Belohnungs-Rings.

Nur, wofür? Wer kann unterstützenswerte Organisationen empfehlen, bei denen das Geld direkt ankommt und nicht in großen Maschinerien untergeht? Wer kennt jemanden, der sich engagiert oder ist sogar selbst aktiv? Und weil es alle Ecken und Enden nötig haben und mein Erspartes leider nicht ausreicht um die alle zu stopfen, möchte ich gerne drei Kategorien eingrenzen: Kinder sollen was bekommen, eine Umweltorganisation und – natürlich – Menschen, die Kleidung brauchen. Wenn ihr da Ideen habt, freue ich mich riesig über eure Empfehlungen! Und so betrachtet, verliert der Ring noch einmal an Bedeutung…

 

Tag 152: Schenk mir einen Baum! Oder eine Ziege…

Ich werde immer noch gefragt, was ich mir zu meinem Geburtstag in ein paar Tagen wünsche. Schwiegereltern, Freunde, alle hätten gerne einen Tipp und natürlich gibt es unendlich viele Sachen, über die ich mich freuen würde. Ein paar schöne Ohrringe hier, ein neues Halstuch da oder was zum Lesen, Backen, Schönsein – alles Dinge, zu denen ich bestimmt nicht nein sagen würde. Aber, wenn ich ganz ehrlich bin, bereichert mich vermutlich nichts davon wirklich nachhaltig (wobei, so ein neues Halstuch von Leigh & Luca? Natürlich viel zu teuer, aber schon sehr schön…) und brauchen tue ich es schon mal gar nicht. Daher habe ich beschlossen, allen die Geschenke Webseite von Oxfam zu empfehlen:

Statt Topflappen, Krawatten und anderen missglückten Aufmerksamkeiten, verschenkt man so nämlich z.B. eine Ziege, eine Latrine oder ein Klassenzimmer. Natürlich werden diese Dinge nicht wirklich als Geschenk verpackt, sondern stehen für Oxfams Projekte und Kampagnen, in denen das Geld verwendet wird. Die Beschenkten in Deutschland bekommen eine Grußkarte mit lustigem Kühlschrankmagneten. So spendet man gleich zweimal Freude und ich find’s super!