Doppel(Glück) hält besser!

Ich bin ja zum Glück nicht die Einzige, die ein bisschen mehr tun will als sonst und mehr Sinn in ihrem Leben braucht. Von euch kriege ich tolle Rückmeldungen und das tut so gut! Gerade jetzt am Anfang gibt mir eure Unterstützung ganz schön Rückendeckung, danke danke!!

Was ganz ganz tolles empfiehlt auch Christine oder eine ihre Autorinnen von Lilies Diary momentan ihren Lesern: Das Doppelglück. Christine betreibt einen meiner liebsten Reiseblogs und ist damit ganz schön mega halleluja erfolgreich. Fast 20.000 Facebook Fans hat sie (ich wiederhole: 20.0000 !!!), zwei Bücher geschrieben und war schon hoch und runter in der Presse. Neben ihren Reiseberichten, die immer sehr persönlich und überhaupt nicht langweilig, protzig oder nur irgendwie sind, zeigt sie momentan Dinge/Taten/Aktionen, die einen selber und gleichzeitig andere glücklich machen – Doppelglück eben. Zum Beispiel den Umsonst-Laden, Schildkröten-Rettungen, Engel für einen Tag sein, Zeit oder Kaffee verschenken. Ich hab noch gar nicht alle ihre Artikel dazu gelesen, aber sie sind ganz bestimmt eine super Inspiration! Lest doch am besten selbst!

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Pocket Robin Suspended Coffees

Wenn ich ihre Artikel lese, kriege ich riesengroße Sehnsucht nach Berlin. Zwar mag ich unser Leben auf dem Dorf (oh Gott, ich wohne WIRKLICH auf dem Dorf!) am See (oh ja, aber hier ist eben dieser tolle See!) wirklich gerne und momentan will ich auch gar nix anderes. Vor allem im Sommer ist einfach unbezahlbar, nachmittags mit Sack und Pack (in dem Fall mindestens zwei Kindern, jeder Menge aufblasbarem Getier und Schwimmhilfen und Essen für eine Großfamilie) an den See zu watscheln und hier seine freie (hahaaaa!) Zeit zu verbringen. Und da ich das wirklich an so gut wie jedem schönen Sommertag gemacht habe, konnte ich es zum ersten Mal gar nicht so nachempfinden, wieso alle über diesen schlimmen Sommer gemeckert haben (jaja, ich weiß, ihr Berliner und Hamburger hattet einen tollen Megasommer. Wir hier hatten aber vor allem einen Megaregensommer. Mega Regen. Mal wieder!), wo ich doch sonst immer die größte aller Sommermeckerinnen war. Dennoch, jetzt im Herbst ertrage ich diese ganze Idylle nicht mehr. Wo du hier hinschaust, es ist überall einfach sooooo schön und bezaubernd und sorry, eben grauenvoll idyllisch.1800352_692110417498975_1518657_n

Und in mir schreit alles nach ein bisschen Lärm, Großstadtflair, Cafés, Möglichkeiten (und nein, ein Besuch in München würde hier keine Abhilfe schaffen.). Ich will mal wieder nach Berlin, bald, ganz unbedingt. Und dann will ich auch Laufen für den guten Zweck, jede Menge Suspended Coffees kaufen (hier gäbe es vermutlich nicht mal jemanden, der sich den abholen würde!), meine Sachen in den Umsonstladen bringen und mich überhaupt rundum inspirieren lassen. Aber bis dahin lese ich bei Christine und all den anderen Berliner Bloggerinnen und fahre weiterhin durch Wiesen und Felder, an deren Horizont die Berge im Sonnenlicht leuchten und links neben mir der See vor sich hin plätschert. Bäh pfui. Schön.

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Shoppingdiät reloaded!

Ballons, Shoppingdiät

Hello back! Ich bin wieder hier, in meinem Revier… Naja, es fühlt sich gerade noch etwas komisch an, das Wiederhiersein und ich bin gespannt wie, ihr das so findet. Gibt es euch überhaupt noch? Ist anybody out there? Hoffentlich, denn eigentlich seid ihr ja der Grund, warum ich wieder hier bin. Denn kaum zu glauben, aber trotz über anderthalbjähriger Funktstille verirren sich jeden Tag zwischen 50 und 100 Personen hierher, manchmal sogar unglaublich viel mehr. Immer wieder kriege ich Emails, dass jemand meinen Blog abonniert hat. Und immer wieder schreiben mir Leute, dass sie mein Projekt so toll finden und es für sie ein Denkanstoß war, selbst eine Shoppingdiät einzulegen. Das ist ganz schön mega und weil es einfach so viel zu sagen gibt, wage ich nun eine Shoppingdiät reloaded.

Aber ich will nicht einfach so weiter machen wir vorher. Obwohl ich gerade das Gefühl habe, zumindest eine kleine Shoppingdiät täte mir ganz gut – denn ich vermisse einfach dieses vollkommen befreite Gefühl, das ich damals hatte: Nichts kaufen, einfach gar nichts, fertig aus. Klarkommen, mit dem was man hat und nicht überlegen müssen, wie man das was man gerne hätte oder bräuchte, am besten bekommt. Denn ja, ich kaufe viiiiiel viel weniger. Aber nein, ich kaufe (leider!) nicht nur bio, fair und nachhaltig. Weil das meistens für mich doch nur Kleidung und nicht Mode ist und ich wenn ich was neues kaufe, doch ein bisschen Mode und nicht nur Kleidung will. Oder weil die Labels, die es schaffen, nachhaltige Mode herzustellen, meistens immer noch zu teuer für meinen Geldbeutel sind. Aber ja, ich überlege viel mehr was ich kaufe. Und nein, Himmel, ich brauche ganz gewiss nicht mehr jeden Trend. Und zum Glück ja, es gibt ganz tolle bio/faire/nachhaltige Kinderklamotten. Die kaufe ich auch ganz schön gerne.

Daher habe ich mir was neues überlegt. Neben meinem Leben am See (im Sommer juhu! Im Herbst: Hilfe, diese Idylle!), Kinderkrams (geht nicht ohne, aber hoffentlich irgendwie lustig), Selbstgemachtem (und jetzt bin ich nicht mehr so ein DIY-Blödi!) und Leckerem geht es diesmal (auch) ums Versuchen und ums Scheitern. Denn ich versuche jeden Tag ein guter Mensch zu sein und scheitere jeden Tag aufs Neue. Nicht am großen Ganzen, aber an all den vielen Kleinigkeiten. Doch weil die nicht so spannend sind, dass ich damit einen Blog füllen müsste, dürft ihr mitmachen: Jeden Monat werde ich mich einer Howtobegood-Challenge stellen, die ihr vorschlagen und aussuchen dürft. Sei es, ich sollte in einem Kinderkrankenhaus vorlesen, mich eine zeitlang vegan oder sonst wie „gut“ ernähren (ja, ich würde auch hier einen Versuch reloaded starten!), DIY-Projekte verwirklichen und die in ein Hospiz oder irgendwohin spenden, oder oder oder. Ihr dürft kreativ werden! Und wer will, kann gerne mitmachen!

Zugegeben, ich habe auch etwas Schiss davor. Denn mit zwei Kindern, dem Jobwiedereinstieg und tausend Alltagsdingen, die ich sowieso schon jetzt nicht geregelt bekomme, brauche ich eigentlich nicht noch mehr Aktivitäten-Fülle. Aber ich brauche auch dringend mal wieder ein bisschen mehr Sinn in meinen Taten, ein bisschen mehr Nachdenken und Reflektieren und daher wage ich das Projekt. Und neben den Challenges schreibe ich über Alltägliches, Nachdenkliches, Lustiges und werde den Blog Schritt für Schritt auch optisch überarbeiten. Und eigentlich kann doch jeder die Welt verbessern. Das erste Projekt habe ich auch schon  gefunden und ich stelle es euch morgen vor. Daher schaut doch wieder hier rein und macht mit, ich würde mich freuen!

I’m done

Jungs und Mädels, ich glaube, ich habe fertig. Das Leben nach der Shoppingdiät ist nicht so spannend, als dass ich jeden Tag darüber berichten müsste, denn seit meinen ersten Erwerbnissen habe ich nix mehr gekauft. Onlineshops lassen mich momentan noch ziemlich kalt, den neuen Conley’s Katalog habe ich durchgeblättert und nix gefunden, was in irgendeiner Weise Begeisterung ausgelöst ha, alle H&M Kataloge hab ich bisher brav in den Papierkorb geschmissen und den Roeckl Lagerverkauf, bei dem es bestimmt das ein oder andere Schnäppchen zu erstehen gab, fand ich höchst unsexy. Ich würde also sagen: Ich bin geheilt! Ein Jahr shoppingfrei hat mich zwar nicht modeabstinenz, aber dennoch wählerisch, nachdenklicher und anspruchsvoller gemacht und das ist gut so!

Darum sage ich jetzt erst mal servus, bye bye und bis bald. Irgendwann werde ich bestimmt einen Aufhänger haben, den Blog weiter zu führen, aber erst einmal gibts ne kleine Funkstille. Bis dahin machts gut ihr lieben Leser, Aufmunterer und Mitmacher!

I love Shopping!

Endlich! Ich habs getan! Ich bin nun stolze Besitzerin eines türkisenen oversized Wollpulli (Farbe! Juhu!) und eines indianergemusterten Cardigans. Und: es fühlt sich gut an! Endlich neue Sachen, endlich wieder unkompliziertes Styling. Die Sachen sind nicht nur schön und gemütlich, sondern auch total flexibel einsetzbar, jetzt als Pulli, später als Jacke. Toll.

Aber: Als ich so im Laden stand, Sale-Schilder all around me, da juckte es mich ganz schön. Einen Boyfriend-Blazer könnt ich nämlich eigentlich auch ganz gut brauchen. Oder sollte ich vielleicht doch die Jeans mitnehmen, die ich zum Anprobieren anhatte? Saß super und war nicht teuer. Und einen neuen Mantel hätte ich ja auch gerne… Verführungen überall, zu Preisen die nicht weh tun. Aber natürlich bin ich gestern ganz vernünftig aus dem Laden rausmarschiert, so schnell habt ihr mich nicht wieder. Noch nicht…

Ein Aha-Erlebnis gabs trotzdem: Es hat Spaß gemacht! Nicht nur das Schauen, auch das Bezahlen und mitnehmen. Denn die Sachen sind wirklich toll und sich was zu gönnen, das ist hin und wieder schon auch ganz nett. Vielleicht gehen ich nachher doch mal kurz in der Mittagspause…. Nee, lieber nicht.

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Was ganz besonderes!

Ich weiß jetzt, warum es mir so schwer fällt, was zu kaufen: Meine Ansprüche sind einfach zu hoch. Mein erstes neues Teil soll etwas ganz besonderes sein, Liebe auf den ersten Blick sozusagen. Und ihr wisst ja selbst, wie selten die passiert. Vor allem, weil ich gerade eher nach Basics Ausschau halte, Everyday-Teile eben, die jeden Tag gut sind. Und bei denen fällt man selten vor Begeisterung in Ohnmacht, die haben eben eher Ok-Status. Mal sehen, ob ich meine Ansprüche runterschraube oder auf den großen Knall warte, der ganz bestimmt spätestens im Frühling, wenn die ganzen bunten, leichten Stoffe in den Läden hängen, soweit sein wird….

Vielleicht starte ich bis dahin mal wieder die Aktion „Jeden Tag ein anderes Outfit“ und steigere so meine Kreativität. Und die Vorfreude auf Basics, die man dann nämlich ganz wunderbar kombinieren kann…

Shop till you drop!

Angeblich habe ich mich im letzten Jahr höchst ungesund verhalten, Shopping verlängert nämlich das Leben. Wollen zumindest irgendwelche Taiwanesen herausgefunden haben. Glücklicherweise gehöre ich ja noch nicht ganz zu den „older people“, aber ich werd’s mir ganz sicherlich merken.

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3. Tag danach: Erste Verführungen

Irgendwie erwartet jeder, dass ich jetzt, wo ich wieder shoppen darf, in einen absoluten Kaufrausch verfalle. Dass ich bergeweise Einkaufstüten, prall gefüllt mit Klamotten, nach Hause schleppe und innerhalb kurzer Zeit mindestens die Hälfte des 2012 Gesparten ausgebe. Und selbst diejenigen, die ein bisschen mehr Vertrauen in mich haben, würden sich über einen solchen Rückfall fast ein wenig freuen. Schadenfreude begegnet mir so ziemlich an jeder Ecke (natürlich auch jede Menge ernst gemeinte Gratulationen!). Denn es ist gerade auch noch Sale! Die gesamte Winterkollektion wird zu Schleuderpreisen verhökert! Und so hatte ich heute in meiner Mittagspause, als ich einen ersten Gang zum Gucken wagte, tatsächlich ein schlechtes Gewissen.

Im ersten Laden, bei Hallhuber, schleppte ich ungefähr 10 Teile in die Umkleidekabine, jede Menge Kleider und Pullis – denn die könnte ich wirklich brauchen. So langsam würde ich nämlich gerne mit ein paar anständigen Klamotten im Büro auftauchen, ganz davon abgesehen, dass ich mich an meinen inzwischen auch ziemlich satt gesehen habe. Aber: ich habe nix gekauft, es war eben kein 100 % Teil dabei. Alle ganz ok, schon so 80-90%-ige, aber keines, das mich wirklich vom Hocker gerissen hätte. Und keines, an das ich mich jetzt noch so richtig erinnere. Viel mehr war ich total überfordert und gleichzeitig auch etwas abgetörnt und gelangweilt. Wo sind die ganzen schönen Klamotten? Gleiches Spiel bei Zara. Mit einer Ausnahme: Wegen einem Paar auf 20 EUR reduzierte rote Boots habe ich mich dann doch an der Kasse angestellt. Denn Schuhe, die kann ich auch wirklich brauchen, seit dem Ausmisten habe ich genau zwei Paar wintertaugliche im Schrank. Plus ein Paar rote Boots seit heute.

Und ich hatte ein so schlechtes Gewissen, dass ich nicht mal meinen Kollegen davon erzählt hatte. Bescheuert, oder?