Die Spielregeln

Natürlich bin ich nicht ganz alleine auf die Idee gekommen, ein Jahr auf’s Shoppen zu verzichten. Und ich bin ja auch nicht die erste, die das macht. Tessa, eine 23-jährige Studentin aus Hamburg, ist gerade bei Tag 325 angelangt und hat noch dazu den Anspruch, jeden Tag ein anderes Outfit zu tragen. Soweit will ich ja gar nicht gehen. Meine aktuelle Inspiration aber ist Kerstin von der myself, die so gesehen in der gleichen Branche tätig ist wie ich und das Projekt Modediät vor 17 Tagen gestartet hat. Hier berichtet sie darüber und ich dachte mir, wenn sie als Redakteurin das schafft, dann sollte ich als PR-Frau das auch hinkriegen. Zusammen sind wir stark!

Die Spielregeln:
– Ein Jahr lang darf ich mir keine Klamotten, keine Accessoires, keine Schuhe oder Schmuck kaufen.
– Natürlich darf ich mir aber eben diese Dinge schenken lassen. Wenn ihr also meine Outfits nicht mehr sehen könnt, fühlt euch frei, mich zu beglücken! Praktischerweise habe ich im Juni, sozusagen zur Halbzeit, Geburtstag. Ich freue mich jetzt schon auf meinen Wunschzettel!
– Ich darf anderen Klamotten schenken. Das bedeutet auch, dass ich für meine kleine Tochter weiterhin einkaufen darf (und muss, denn das gute Kind wächst ja). Immerhin eine kleine Erleichterung, denn Kindersachenshoppen macht auch sehr viel Spaß.
– Ausleihen ist natürlich auch möglich. Vielleicht fangen wir ja mit den Klamotten-Tauschpartys an, wer weiß.
– Wenn etwas wirklich Essentielles kaputt geht, darf ich das ersetzen.

Das wars, keine Ausnahmen, keine Schlupflöcher. Puh. Jetzt gehts zur Vorbereitung. Denn ein paar Teile brauche ich dann doch noch um das nächste Jahr zu überstehen. Bin tatsächlich ein bisschen aufgeregt.

Das Projekt – Ein Jahr lang keine neuen Klamotten kaufen

Schon oft habe ich von diesem Vorhaben gelesen, ein Jahr auf’s Shoppen zu verzichten, und immer gedacht “das würde ich nie durchhalten”. Gerade weil ich jobbedingt auch mit Mode zu tun habe und man da ja irgendwie immer gut gestylt sein muss. Aber jetzt ist es an der Zeit – ab Januar ist es vorbei mit neuen Kleidern, Handtaschen, Schals oder Schuhen. Ein Jahr lang heißt es: No Shopping. Am Ende dieser langen 366 Tage (2012 ist auch noch ein Schaltjahr!) winkt immerhin eine nette Belohnung. Diesen Ring wünsche ich mir sehr, aber einfach so ist er doch ein wenig teuer.

Allerdings habe ich keine Ahnung, wie ich das Durchhalten soll. Denn ich liebe shoppen! Wenn ich Stress habe oder schlecht gelaunt bin, surfe ich mal schnell auf H&M oder ASOS vorbei, schmeiße ein paar Teile in meinen Warenkorb und schon geht’s mir besser. Das geht dann natürlich nicht mehr und ich brauche andere Gute-Laune-Lieferanten. Wer Ideen hat, bitte jederzeit her damit!

Aber ich habe natürlich die große Hoffnung, dass mich dieses Projekt befreit. Dass ich merke, wie unnötig all die ganzen Klamotten sind, wie kurzfristig die Freude ist, die sie bereiten. Und dass ich kreativer werde, meinen Kleiderschrank neu entdecke und Dinge anziehe, die schon viel zu lange ungetragen darin schlummern. Mit diesen gemischten Gefühlen gehe ich ans Werk. Und glücklicherweise sind es noch 29 Tage bis es tatsächlich losgeht. Der Countdown läuft…