Wie der Mops im Haferstroh!

Leute Leute! Weihnachten ist ja so ne Zeit, ihr wisst schon. Zeit für Ruhe, Besinnung, Erholen und so. Es sei denn, man hat Kinder. Dann heißt es Eisenbahn aufbauen, Züge zusammenschrauben, Puppen schlafen legen, Vater Mutter Kind spielen und wenigstens das Baby sein dürfen (dann kann man nämlich schlafen), das Puppenhaus bewundern, Züge fahren lassen, Puppen aus- und anziehen, Türme bauen, Puzzle, Züge umbauen, Geschichten vorlesen, Türme umschmeißen, das Puppenhaus neu einrichten, Skip Bo spielen, Türme wieder aufbauen, das Schienennetz neu planen und so weiter. Jedenfalls alles außer entspannen und erholen.

Zeit für Besinnung hatte ich trotzdem und zwar auf sehr lustige Weise: Meine Eltern brachten mir nämlich vier Kisten mit Erinnerungen aus meiner Jugend mit. Und neben unendlich peinlichen Tagebüchern meiner nicht ganz so glänzenden Leistungssportjugend, die ich nicht mal auf einem Diary Slam vorlesen würde, obwohl dort jeder peinliche Tagebucheinträge vorliest, alten Liebesbriefen von alten Verflossenen, die ich ganz bestimmt auch nicht mehr lesen oder aufheben möchte (auch wenn man solch Schätze mit Stift auf Papier vielleicht doch konservieren sollte. Auch wenn sie nicht auf hellblauem Papier mit Tinte geschrieben und parfümiert sind) und hundertausend Fotos, die ich in Ruhe nach ein paar Schätzen durchschauen muss, fand ich dort mein Poesie Album. Mein POESIE ALBUM!

PoesieUnd meine Herren, hab ich gelacht! Und war gerührt. Denn die Poesie von 10-jährigen ist gar nicht so schlecht, ein paar Jährchen später betrachtet. Vor allem, wenn man die Verfasser heute noch kennt und die damalige Poesie immer noch ganz gut zu denen passt. Und es heute whatsapp gibt und man die literarischen Ergüsse mit seinen Freunden teilen kann, mit denen man schon bald 30 Jahre sein Leben bestreitet, auch wenn man sie gar nicht mehr so oft sieht.

Lebe Glücklich,
lebe froh,
wie der Mops im Haferstroh!

Wenn die Hasen Jäger schießen
und die Flüsse aufwärts fließen
und die Mäuse Katzen fressen,
dann erst
will ich dich vergessen.

In diesem Sinne, schöne weitere besinnliche Tage. Und kramt doch mal in euren Kisten und schaut, welche Schätze sie preis geben!

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2 Gedanken zu „Wie der Mops im Haferstroh!

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