Tag 271: Challenge accepted!

Nun gut, wenn man sich einmal in diese Vegan-Welt reingewühlt hat, erscheint das Projekt doch wieder ganz einfach. Es gibt hundertausende Vegan-Blogs, Vegan-Onlineshops, Vegan-Foren, die mit jeder Menge Tips, Rezeptideen, Infos und Ansichten zur Verfügung stehen – scheinbar ist vegan total Trend. Und klar ist auch: Vegan ist nicht nur ein Ernährungsprinzip, vegan ist eine Lebenseinstellung. Allerdings: Irgendwie nicht meine. Vielleicht bin ich zu banal, vielleicht mache ich mir darüber zu wenig Gedanken, aber ich finde es generell schon ok, Tiere zu essen und tierische Bestandteile zu benutzen. Das war schon immer so und „fressen und gefressen werden“ hat für mich durchaus einen Sinn. Denn nur, weil wir heute schlauer sind und mehr Möglichkeiten haben als unsere Vorfahren, heißt das für mich nicht automatisch, dass wir das nicht mehr tun dürfen. Ok finde ich allerdings nicht, wie wir mit den Tieren umgehen, damit wir sie essen oder ihre Erzeugnisse benutzen können und eben aus diesem Grund bin ich Vegetarierin und versuche, meinen Milch-Konsum in Grenzen zu halten.

Der Vegan-Monat hingegen ist für mich eine Herausforderung, den sehe ich ganz sportlich. Ich will wissen: Wie kann man auf so viele leckere Sachen verzichten und trotzdem Spaß im Leben haben? Mich nervt es ja schon, wenn ich Leuten erklären muss, warum ich die Salami von der Pizza pule, wenn der Pizzabäcker sie fälschlicherweise drauf gelegt hat (auch wenn ich mich hier immer wieder frage, ob es dann nicht besser wäre, sie zu essen. Das Kind ist ja schon in den Brunnen gefallen und wegschmeißen macht das nicht besser. Oder?). Aber vegan? „Nee, sorry, für mich kein Stück Kuchen, ich bin Veganerin“ oder „Oh danke, ich liebe Gummibärchen. Aber ich kann sie leider nicht essen, ich bin Veganerin“. Vielleicht auch „Du brauchst mir keinen Milchkaffee mitzubringen, ich bin Veganerin“ oder sogar „Eisessen hört sich fantastisch an, aber es gibt leider kaum veganes Eis“. Klingt nicht gerade nach allzu viel Spaß. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren. Denn dass ein Jahr nicht-shoppen regelrecht Spaß machen könnte, das hätte ich schließlich auch nicht gedacht! Also, challenge accepted!

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