Tag 142: Good news are good news

Während in München gestern wegen der Sprengung einer Fliegerbombe Ausnahmezustand herrschte, habe ich gebügelt. Das an sich ist im Gegensatz zu der Sprengung, wegen der 2.500 Menschen ihre Wohnungen räumen mussten und danach für mehrere Stunden Dachbrände und andere Dinge brannten, ungefähr so spannend wie die Beobachtung eines geschlossenen Kühlschranks und genau aus diesem Grund mache ich das nur so etwa vier Mal pro Jahr oder ganz spontan, wenn ich ein bügel-must-Teil anziehen will. Aber ums Bügeln an sich geht es hier natürlich gar nicht, sondern um das, was mir beim heißen Eisen und dem halben Inhalt meines Kleiderschranks aufgefallen ist, nämlich: meine Schnäppchenwut war tatsächlich nicht nur negativ. In meiner Sale-Versessenheit habe ich auch ziemlich viele tolle Teile ziemlich günstig erstanden und auch wenn die natürlich trotzdem unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden, freue ich mich gerade sehr darüber, sie zu haben. Und gerade weil sie vermutlich unter diesen schlimmen Bedingungen hergestellt wurden, sollte ich sie so viel und so lang wie möglich tragen.

Und so ganz generell habe ich mir vorgenommen: Ich will nicht mehr aufzählen, was alles schlecht ist. Denn dass Fashion kills wissen wir inzwischen und dennoch werden wir in Zukunft nicht komplett um H&M und Co herumkommen (also ich zumindest nicht, auch wenn ich mir es fest vornehme). Und auch nicht komplett auf Plastik verzichten können, auch wenn es mir wirklich sehr in den Fingern juckt, das Buch einer Familie zu kaufen, die genau das ein Jahr lang gemacht hat und das mir ständig bei Amazon vorgeschlagen wird. Stattdessen möchte ich gute Firmen oder Dinge vorstellen, denn davon gibt es glücklicherweise auch jede Menge. Firmen, die nachhaltig wirtschaften, die an Mensch und Natur denken und durch ihre Produkte und ihr Handeln Gutes tun. Angefangen bei Nahrungsmitteln wie Kaffee oder Schokolade, denn hier gibt es tatsächlich ein paar, die man guten Gewissens kaufen kann, auch wenn deren Branchen bekannt für Ausbeute, Kinderarbeit und Umweltzerstörung ist. Denn mit dem einfachen Kauf der richtigen Produkte und dem Weglassen der falschen, kann man schon ein bisschen was bewegen. Und einfacher als das geht’s glaube ich nicht. Daher heißt es hier bald good news are good news und das allein finde ich schon einmal ziemlich gute News!

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