Tag 127: Verdammt!

Ich weiß es nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nächstes Jahr tatsächlich so viel anders machen kann wie es mir vornehme. Oder gerne möchte. Ich würde so gerne hauptsächlich gute, ethisch vertretbare und trotzdem schicke Sachen kaufen, wenn überhaupt. Und vor allem viel viel weniger. Und mehr schätzen, was ich sowieso schon habe.

Aber ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich widerstehen kann, wenn bei Zara haufenweise tolle Klamotten hängen und ich mir was gönnen möchte. Und selbst, wenn ich generell zurück stecke und vielleicht nur noch alle paar Monate was Neues kaufe, sind diese Sachen immer noch nicht unter super tollen fairen Biobedingungen hergestellt. Und dann frage ich mich, ist weniger schlecht automatisch gut? Oder zumindest besser? Ist das bisschen Gutfühlen, das die Sachen mir bescheren es Wert, dass andere dafür leiden? Und was wäre deren Alternative?

Eine Frage, die in meinem Veggie-Alltag übrigens auch immer wieder auftaucht: Wenn jemand Fleisch übrig lässt und wegschmeißt, darf ich das dann essen? Tue ich dann immer noch jemandem weh oder ist es eh wurst, weil das Böse schon passiert ist und es ja auch niemandem hilft, wenn das Essen auf dem Müll verkommt?

Ganz ehrlich, das Alles ist ganz schön anstrengend. Und ich wünsche mir dringend mehr Einfachheit, mehr Klarheit und Regeln an die ich mich einfach halten kann. Verdammt.

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3 Gedanken zu „Tag 127: Verdammt!

  1. hui, das klingt fast ein bisschen nach sinnkrise, meine liebe! auch hier gehts mir ähnlich – ich weiß, das ich nicht von saulus auf paulus umschwenken werde… aber wann, wenn nicht jetzt, ist die zeit dazu, sich genau mit diesen themen eingehend zu beschäftigen? Schließlich sparen wir soooo viel zeit durchs nicht shoppen gehen 😉

    • haha, der war gut! leider hab ich nicht das gefühl, mehr zeit zu haben… 🙂 aber natürlich ist die zeit reif für diese gedanken und das ist auch gut so. schlimm finde ich nur, dass man nur so wahnsinnig schwer mehr richtig machen kann und es überall leckt und tropft. das ist dann nämlich wieder sehr frustrierend… einen schönen sonntag abend dir!

      • so gings mir am anfang in meinem job – im endeffekt leben wir hier gnade unserer geburt komplett auf kosten der anderen. da ist es echt schon egal, ob es um ernährung, kleidung, möbel (ikea und die ddr-zwangsarbeiter…), rohstoffe jeglicher art geht. das ist auch der grund, warum die meisten NGO-mitarbeiter mit der zeit eine recht eigene form von zynismus entwickeln. ich hab da auch noch keine lösung gefunden – siehe: http://ichkaufnix.wordpress.com/2012/03/25/uberforderung/

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