Und führe mich nicht in Versuchung… Meine Shoppingprobleme

Ich vergesse immer wieder, dass ich ja noch shoppen darf. So hat der aktuelle Newsletter von H&M mit dem Betreff „SALE auf Neuheiten“ auch im ersten Moment ein missmutiges „Oh nein“ ausgelöst – bis ich begriffen habe, dass ich ja nach Lust und Laune zuschlagen könnte. Die habe ich aber trotzdem nicht, was für ein Glück. Eines meiner größten Probleme, die ich nämlich mit dem No-Shopping-Projekt gerne lösen möchte, ist meine Schnäppchenwut. Ich liebe es, für wenig Geld viel zu kaufen. Dummerweise bekommt man für wenig Geld meistens aber nur viel Schrott. Mein Kleiderschrank ist gefüllt von Teilen, die ich günstig erworben habe und die aber eben doch nur halb so gut sind wie das, was ich eigentlich haben wollte. Und da ich das, was ich eigentlich haben wollte, immer noch nicht habe, kaufe ich noch mehr viele andere Teile und investiere am Ende mindestens genauso viel wie für das ursprüngliche Wunschteil. Lernfähigkeit ist nicht vorhanden, ich gerate immer wieder in diesen Teufelskreis.

Unser Postmann tut mir ein bisschen leid, denn er ist es, der ständig riesengroße Pakete in unsere Wohnung schleppt und meistens ein paar Tage später (wenn das nächste große Paket ankommt) wieder mit nimmt. Da ich zum richtigen Shoppen in der Stadt meistens keine Zeit habe, erfülle ich meine Einkaufswünsche online. Fünf Minuten hier, fünf Minuten da, ist ja auch ne tolle Inspiration für alles andere. Und natürlich eine doppelte Schnäppchenfalle: Nicht nur blinken auf den tollen Onlineshops überall bunte „Sales“ Buttons, noch dazu können die vielen reduzierten Teile ja nicht anprobiert oder wenigstens in die Hand genommen werden, damit man gleich merkt, dass fast alles in Wirklichkeit nicht halb so gut aussieht wie auf einem der perfekt gestylten Models.

Wenn der liebe Postmann also mal wieder ein Riesenpaket gebracht hat, freue ich mich wie ein Schnitzel –  denn ganz bestimmt bringt er lauter tolle neue Klamotten, mit denen ich genauso toll aussehe wie ein H&M Model. Blöderweise packe ich die meisten Sachen ein paar Minuten später wieder zurück in das Paket um es dem Postmann am nächsten Tag im Austausch gegen ein neues wieder mitzugeben. Ich glaube, ich sollte dem lieben Mann wenigstens ein kleines Weihnachtsgeschenk machen. Vielleicht einen Gutschein von einem Onlineshop. Dann kann er seinen Postmann in Revanche quälen.

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